Hcspiraüon der Wintersclitäfer.
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Obwohl Brandt und Ratzeburg-') der Meinung sind, dassHelix pomatia während des Winterschlafes die QefFnung ihrerSchafe der Respiration wegen nach oben richte, so ist es dochkeinem Zweifel unterworfen, dass bei dem erwähnten Thierodurch die Oelfnnng der Schale eine Respiration während desWinterschlafes nicht stattfinden kann. —
Bei Helix nemoralis, lusitanica und pomatia verschliesstder Kalkdeckel nach Spallanzani * 2 * ) die Höhle, in welcher sichdas Thier befindet, hermetisch, so dass der Luftzutritt umnög-.|ich ist. —■
Bei einem Thiere dessen Deckel' ich zu Anfang Aprils1839 öffnen wollte, flog dieser, als ich. ihn au der einen Seitemit der Spitze eines Messers lüftete, mit einem Knall, wieein Champagnerpfropf auf. —i* Das Thier war verfault, es flosseine braune stinkende Jauche aus. —
Gaspard s ) bewahrte Exemplare von Helix pomatia denWinter über in kaltem Wasser, Oel und Quecksilber auf, unddennoch erwachten sie im Frühtinge so gut wie die übrigen.
Spallanzani 4 ) hat bei Helix lusitanica vielfältige und ge,naue Untersuchungen über das Verhalten der hinter dem Dek-kel befindlichen, während des Winterschlafes eingeschlossencnLuft angestellt, —- Zu Anfang Decbr. und am 15. Febr. warsie noch unverändert, enthielt keine Kohlensäure. Aber am7. April bei + 11°R- Lufttemperatur, als die Thiere im Begriffwaren aus dem Winterschlafe hervorzukommen, den Deckelzwar noch nicht ahgestossen hatten, aber durch ihren Schleimihn bereits zu erweichen anfingen, um ihn am Rande zu lö-sen, hatten sie. die eingeschlossene Luft zum Theil zersetztund kolilensaures Gas erzeugt. —r Bei. Thiereu, die während
’) Medicinische Zoologie, Band, II, S, 331.
Memoires sur la respiration, P. 153. 198,
5 ) a, a. 0.
4 ) Meiuoircs sur la respiration, P, 200 — 204.