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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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186
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Neuntes Capitel.

ausfliesst. Von 7 Thicren konnte ick am 27. Mai 1844 auf die-se Weise nur von einem 2 Tropfen Blut erpressen. Sie ent-leerten, als ich sie reizte, nur Luftblasen und Schleim de»Mantelsaumes. Es gelang- aber auch überhaupt nicht, die Thic-re dahin zu bringen, sich ganz tief in ihr Haus zurückzuzia-hen. Ein 8tes Thier, bei dem dieses etwas mehr gelang, ent-leerte in einem anhaltenden Strome 30 Gran mit Schleim ge-mischtes Blut und dann noch 10 Gran scliauinigten Schleim.Am 22. Juli entleerte ein sehr grosses Thier, welches 1 Unzeund 4 Gran wog, durch die Ocffiiung des Lungensackes 28Gran schönes, nur wenig mit Schleim gemischtes Blut, undaus dem darauf angestochenen Herzen noch 48 Gran reinesBlut. Ein Thier gab mir auf diese Weise am 11. Mai 1844aus der Oclfnung des Lungcnsackes 36 Gran Blut, und 23 Granalsdann noch aus dem angestochenen Herzen. Am 28. Maiflössen aus dem Lungensacke eines Tliieres, dessen Haus ichso weit weggebrochen, dass der Lungensack blosgclcgt war,durch eine in diesen gemachte Oclfnung sofort 37 Gran Blutab, und später ällmälig aus den durchschnittenen Lungcngc-fässen noch 10 Gran.

Auch bei Krankheiten dieser Thiere spielt die Blutseere-tion in den Lungen eine wichtige Bolle. Viele Thiere ster-ben unter den Erscheinungen der Pneumorrhagie, die entwe-der primär auftreten mag oder bei einer anderweitigen Krank-heit des Tliieres secundär zu dieser sich gesellt, indem dieBlutsecretion in den Lungen die gewöhnliche bleibt, die Re-sorption aber sich vermindert, und somit die Verblutung desThieres herbeigeführt wird. Ich habe den Lungensack beiThieren, die nach längerem Siecbtlnim bei mir gestorben wa-ren, oft mit Blut überfüllt .gefunden.

Bei 5 Thieren, die ällmälig abmagerten und am 5. Juli1844 starben, enthielt das lte 22, das 2lc 32, das 3te 35, das4te 37, und das 5te 38 Gran Blut in dem Lungensaekc. Zu-