194 Neuntes Capitel.
Gran röthliclics Blut mit vielem Sehleiin. Durch Zusatz vonkonzenlrirter Salpetersäure bildete sieh nur ein schwaches,graues, flockiges Gerinnsel. Am 9. wog es 51 Gran, entleerte
5 Gran Blut ohne Schleim, das zwar noch deutlich, aber doch,sehr schwach röthlieh war. Am 10. wog es 50 Gran, entleerte
6 Gran ohne Schleim. Am 11. wog cs 50 Gran, entleerte 3Gran ohne Schleim. Am 12. wog es 57 Gran, entleerte 9Gran mit vielem Schleim. Das Blut erschien kaum noch blass-föthlieli. Das Tliicr kam jetzt nicht wieder aus seinem Hausehervor, wog am 13. 39 Gran und war todt. Mit jeder Ent-leerung verminderte sich die Röthe des ausgeworfenen Blutes.Das letzte erschien fast farblos. Ebenso verminderte sich dieGerinnbarkeit, so dass zuletzt durch Zusatz von konzentrirterSalpetersäure nur noch leichte Spuren eines graulichten Ge-rinnsels sich zeigten Es w r ar das Eiweiss fast daraus ver-schwunden. Beim Eintrocknen bildeten sich zw ar in dem zu-letzt entleerten Blute noch die gewöhnlichen Crystallformen,aber sie waren minder zahlreich und minder kräftig als sonst.
Zehn andere Planorben, die ich gleichzeitig mit denen,an w elchen ich expcriinentirte, gefangen hatte und welche die-selben Grössen zeigten, blieben gesund und lebten den gau-zen Sommer hindurch.
Der Vergleich der Erscheinungen, welche die Planorhenund die Limnaeen bei diesen Entleerungen darbieten, ergiebtFolgendes:
1) Die Blut-Entleerung der Planorben ist vcrliältnissmäs-sig geringer als bei den Limnaeen. Beim ltcn Planorbis be-trugen die verschiedenen Entleerungen zwischen '/i und V*des ganzen Körper-Gew ichtcs, beim 2tcn variirte das Quantumdes Entleerten ebenfalls im Wesentlichen zwischen denselbenVerhältnissen, beim 3ten Planorbis während der viel längerenDauer, welche das Thier die verschiedenen Entleerungen er-trug, zwischen */i und ’/i# des Körpergewichtes. Bei den