Blut der Winterschläfer.
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schlossen halten, des Herz bloslegt, ziehen sich ebenfallszuweilen weiter in ihr-Haus zuriiel;, entleeren durch das Luft*loch wohl auch Liquor pulnionalis oder Schleim, der alsdannrückwärts flicsst, und wenn das Herz angestochen ist, sichdem Blute beimischt. Zuweilen befindet sich auch schon et-was Schleim zwischen der Schale und dem Herzbeutel, wennletzterer blosgclcgt wird, der abgesondert vom Fussc oder vomSaume des Mantels, |oder vom Leihe des Thicrcs, währendletzteres sich in sein Haus zurückgezogen hatte, rückwärtszwischen die Schale und das Thier getreten war. War diesletztere der Fall, so erhält man das Blut aus dem Herzen auchhei der grössten Vorsicht nicht rein. Es ist dies von grosserWichtigkeit für die richtige Würdigung des Blutes von Helixpomatia. Durch die Vernachlässigung dieses Umstandes sinddie grössten Irrthiiiner über die Beschaffenheit dieses Blutesentstanden. — Die Quantität des Blutes habe ich hei Helixpomatia iin gesunden Zustande immer beträchtlich gefunden.Wenn es auch natürlich ist, dass Tliierc nach reichlicher Nah-rung und nach Einsaugung von Feuchtigkeit, wie Carus an-giebt, an Gewicht des Körpers zunehmen, nach Fasten und inTrockenheit, (während sic nicht im Winterschlaf sich befin-den) abnehmen, und die Quantität des Blutes darnach eben-falls eine grössere oder geringere sein mag, so habe ich dochauch bei den Thicrcn, die ich während des Winterschlafes,in der 2ten Hälfte des Deccmbers und der lten des Januars,zu Ende des Märzes, zu Anfang und Ende Aprils und am 1.Mai öffnete, sowohl aus dein Herzen, als aus den untergeord-neten Gefässen reichlich Blut erhalten. Erweckt man Thierein der erwähnten Zeit künstlich, so dass sie mit weit ausge-strecktcn Fühlern einliergchen, und durchschneidet diese, soquillt dabei sofort ein grosser Blutstropfen hervor. BeimDurchschneiden der grossen Fühler kommen zuweilen selbst2 Tropfen. Nach diesem Blutverluste werden aber die Fiih-
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