Blut der Winterschläfer.
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Zeit in den Winterschlaf Helen, und iin April todt gefundenwurden, zeigte sieh das Blut sehr flüssig. Bei einer Marmotteder Prunelle ') während des Winterschlafes die Arlcria crura-lis öffnete, war das aiisfliessende Blut weniger rolh als das ge-wöhnliche arterielle, aber minder schwarz als das venöse.Als das Thier vollständig erwacht war, hatte das Blut die ge-wöhnliche arterielle Farbe wieder erlangt. So fand auch Tic-demann, der einer Marmotte während des Winterschlafes dieCarotideu und die Drossclvcuen öffuete, den Unterschied zwi-schen dem arteriellen and venösen Blute gering. Die Tempe-ratur des Blutes betrug- -(-2°R.
Am speciellsteu sind die Untersuchungen von Saissy; Ersehliesst aus ihnen, dass das Blut der Winterschläfer 2 /j Fa-serstoff, und die Hälfte Eiwcissstoff weniger, dagegen ‘/ 4 Was-ser und eine ganz geringe Quantität (einige Tansendtheile)Gallerte mehr besitze als das Blut der dem Wintersehlafe nichtunterworfenen Säugethiere, und also dem Blute der Amphibienund Fische näher komme, und hiervon cs abhängc, dass dasBlut dieser Tliiere nach Verlust seiner natürlichen Wärmeund nach dein Aufhören seines Umtriebes flüssig bleibe.Saissy stellte seine Untersuchungen zunächst am arteriellenund venösen Blute der Marmotten an, und fand hei beiden,sowohl den wachenden als den torpiden Thieren entzogenenßlutartcn, dieselben Verhältnisse. Aehnlichc Resultate gabenihm auch die Untersuchungen des Blutes der grossen Hasel-maus, der Fledermaus und des Igels. Ausserdem soll dasBlut der Winterschläfer weniger zäh, weniger schleimig sein,als das der nicht wintersehlafeiulcu Thiere, das Blut der Mur-melt liiere sich durch einen starken widrigen Geruch, das desIgels durch einen Moschus-Geruch, das der Fledermaus undder grossen Haselmaus, crslercs stärker als letzteres, durch
') tiillierls Amuileii BJ, 40. Sl, 4.