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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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429
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Wechsel der Materie während des Winterschlafes.

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bereits erwachten alten Igel waren die Reste des Fettes zitro-nengelb, die Winterschlafsdrüsc gelbbraun. leb legte Stück-chen von jedem in Essigsäure und Aether sulfuricus. Am fol-genden Tage war das Fett (sowohl das welches in Essigsäure,als das w elches im Aether gelegen hatte) rein weiss, dasDrü-,srnstüekehcn welches in Essigsäure gelegen hatte, war hell,gelb, etwas aufgetrieben, das welches im Aether gewesen, inder Farbe unverändert, sonst aber fester, mehr zusammen ge-zogen, den lappigen Bau deutlicher zeigend.

Von einem am 1. Novbr. 1813 untersuchten jungen Igelbatte ich ein Stück Fett und ein Stück Wintcrschlafsdrüsc in *besondere Schälchen gelegt, und konzentrirte Salpetersäure'darüber gegossen. Nach Verlauf von 8 Tagen war das Fettzu einem schinutzig-grauen, flockigen Gewebe zerflossen, dieWintersclilafsdrüse in eine hröcklichtc käsige Masse von zitro-nengelber Farbe umgcwandelt, die zwar weich und leicht zuzerdrücken war, aber nicht von seihst zerfloss. Von dem am9. April 1844 im künstlichen Winterschlaf untersuchten Igel,legte ich am 11. April Stückchen Fett welche zitrongelb, undStückchen Wintcrschlafsdrüsc die hellbraun waren, in beson-dere Schälchen mit Wasser, konzentrirter Salzsäure, konzen-trirter Schwefelsäure und einzelne Stückchen in besondere klei-ne Fläsehehen mit Aether. Die Veränderungen welche dieThcile zeigten, waren folgende:

1) Von den mit Schwefelsäure behandelten Theilen wurdedas Fett in kurzer Zeit hellbräunlich gefärbt und stellenweiseschwarz, war am 12. morgens dunkelbraun, gallertartig, kaumnoch zusammcnhaltend und leicht zu zerdrücken. Unter deinMikroskop waren die Fettzellen nicht mehr zu erkennen, dieSäure war hellbraun gefärbt; nachmittags war die Säure dun-kelbraun, das Fett noch mehr aufgelöst. Am 13. war das Fettfast ganz aufgelösst. An der Oberfläche schwammen auf derSäure einige schwarzbraune Flocken. Bei der Berührung zer-