Einleitung.
57
setzlichem Wege zu bemächtigen, die Andern um den König, sei es selbstdurch den Aufstand und Bürgerkrieg zu zwingen, sich in das, was sie alsdas Recht und den Wunsch des Landes betrachteten, zu fügen. Einige'von den untergeordneten und verzweifelten Streitern der Partei wolltensich um jeden Preis, selbst den des Mordes, des Königs und seinesBruders, der einzigen Hindernisse für den Sieg ihrer Sache, entledigen.
Diese durch eine unvollkommene Oeffcntlichkeit und in mit listigerUngerechtigkeit geführten Prozessen bald übertriebenen, bald mit einanderzusammengeworfenen Komplotte stürzten das Land in entgegengesetzteWirren. Die konservative Partei war entrüstet und um die Sicherheit .des Thrones und der bestehenden Ordnung besorgt, die Volkspartei mehr -und mehr aufgebracht, da sie alle ihre Versuche vereitelt und ihre edelstenFührer dem Schaffet überliefert sah. Die monarchische Reaktion unddie zerstörerische Feindseligkeit gegen sie wuchsen in gleichem Maße, dieFreibriefe der Städte und bedeutendsten Korporationen, das letzte Boll-werk der volksthümlichen Partei, wurden gerichtlich angegriffen undnichtig gemacht. Die Verschwörer verließen in ihrer Ohnmacht und Ge-fahr das Land und begaben sich nach Holland, um den Prinzen vonOranien zu beschwören, den protestantischen Glauben und die Freiheitenvon England zu retten. Offenbar waren von den drei großen Resultatender Revolution, welche England zu bewahren am Herzen lag, die beidenpolitischen Folgen: der Einfluß des Parlaments auf die Regierung, unddas Uebergewicht des Hauses der Gemeinen im Parlamente, suspendirtund schwer bedrängt. Das religiöse Resultat, die Herrschaft des Pro-testantismus war noch unverletzt, und die anglikanische Kirche war esselbst, welche die Krone unabänderlich unterstützte und jedenVersuch zumWiderstände mit ihrem Bannflüche belegte. Die durch diese Unterstützungverstärkten, eifrigen Tones reihten sich mit jedem Tage enger um Jakobund vergaßen seine Ergebenheit für die katholische Kirche um in ihmnichts als den Repräsentanten und Erben der Monarchie zu erblicken.Es bildete sich jedoch eine dritte Partei um Halifax, welche alle Gewalt-maßregeln bekämpfte, die Einberufung eines Parlaments verlangte und diegrößten Gefahren weissagte, wenn man nicht von diesem Wege zurückkehrenwerde. Karl zauderte und verschob die Entscheidung indem er den eifri-gen Tories unerschütterliche Ausdauer in der Vertretung des Rechtesseines Bruders, den Gemäßigten Achtung vor der Konstitution des Lan-des, der Kirche festes Beharren im Protestantismus versprach, und ver-wirrt und ermüdet alle Geschicklichkeit und Klugheit die er noch besaß,darauf verwendete, der Nothwendigkeit der Wahl zwischen seinen Ver-sprechungen auszuweichen. Er starb ehe ihn die Ereignisse zu dieserWahl zwangen; als er aber am Ende des irdischen Lebens, und auf