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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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Essex in Cornwallis.

5. Buch.

langen, um nach Bath zu gehen und sich von ihrer Niederkunft erholenzu können.Wenn Eure Majestät," antwortete er ihr,sich nach Lon-don begeben will, so werde ich ihr nicht nur einen Geleitsbrief geben,sondern sie auch selbst dorthin begleiten. Dort wird sie den besten ärzt-lichen Rath und die wirksamste Pflege zur Wiederherstellung ihrer Ge-sundheit finden. Was jeden andern Ort betrifft, so kann ich ihrenWünschen nicht nachgeben, ohne an das Parlament zu berichten." VonSchrecken ergriffe», flüchtete die Königin nach Falmouth, von wo sie sichnach Frankreich einschiffte, und Effex setzte seinen Marsch fort. Er hatteExeter noch im Gesichtskreise als er erfuhr, daß der König Waller besiegthabe, eilig gegen ihn vorrücke und auf seinem Wege alle Streitkräste,über die er disponiren konnte, an sich ziehe. Er berief sogleich einenKriegsratb, in dem die Frage aufgeworfen wurde, ob man weiter ziehenund nach Cornwallis eindringen oder zurückkehren, sich dem Könige ent-gegenstellen und ihm eine Schlacht anbieten solle. Effex neigte sich derletztere Ansicht zu, aber mehrere Officiere, besonders Lord Hobarts, einFreund Sir Henry Vane's, besaßen in Cornwallis große Güter, derenEinkünfte ihnen seit lange ausgeblieben waren, und hatten aus dieses Un-ternehmen gerechnet, um von ihren Pächtern Zahlung zu erhalten. Siewiesen jeden Gedanken au einen Rückzug zurück indem sie behaupteten,daß das von den Royalisten unterdrückte Volk von Cornwallis sich beider Annäherung der Armee erheben und Essex so die Ehre haben würde,dem König diese Grafschaft, welche bisher seine festeste Stütze gewesenwar, zu entreißen. Effex ließ sich überreden , zog in die Gebirgs-pässe von Cornwallis ei» und forderte von London Verstärkungen. DasVolk erhob sich jedoch nicht zu seinen Gunsten, die Lebensmittel wurdenselten und schon drängte ihn der König; er schrieb von Neuem nach Lon-don, daß seine Lage gefährlich werde, und daß Waller oder irgend einAnderer durch eine Diversion im Rücken des königlichen Heeres das seinein den Stand setzen müsse, sich frei zu machen. Der Ausschuß beiderReiche machte über sein Unglück großen Lärm und schien vom größtenEifer ihn zu unterstützen, beseelt zu sein. Man verordnete öffentlicheGebete, man gab Waller, Middleton, und selbst dem mit einem Theileseines Heeres vom Norden zurückgekehrten Manchester, Befehle zum Vor-rücken und sie stellten ihrerseits den lebhaftesten Eifer zur Schau.Manmöge mir nur Geld und Leute schicken," schrieb Waller, Gott ist meinZeuge, daß die Schuld nicht an mir liegt, wen» ich nicht schneller mar-schire, die Schande und das Blut möge auf das Haupt Derjenigenzurückfallen, die mich zum Zögern zwingen. Wenn das Geld nicht kommt,so werde ich ohne Geld gehen". Er marschirte aber nicht. Middletonführte dieselbe Sprache, setzte sich in Bewegung, hielt jedoch beim ersten