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Näheres darüber, sowie über die Stellung der Nebenaltäre, Communicanten-Bänkc, Beichtstühle, Kan-zeln, u. s. w. zu sagen. Nur fügen wir noch die Klage über die in unscrn Kirchen allgemeinüblichen Kirchenstühle und Bänke bei, welche mehr als irgend Etwas die inneren Räume einer Kirchescheinbar verkleinern. Welche Grossartigkeit zeigen dagegen die Kirchen Italiens und Frankreichs ,und zu welchen schönen Gruppen bilden sich die Andächtigen um Altäre und Kanzeln auf den schönenMarmorplatten des Bodens knieend, während dem Alter und der Gebrechlichkeit einzelne beweglicheSitze dargereicht werden.
Allerdings macht das Klima hier einigen Unterschied, aber vieles Hesse sich doch erreichen,wenn man auf die Zimmer-Bequemlichkeit Verzicht leisten wollte. Gern würden wir dagegen einepasslicli angebrachte mässige Erwärmung unserer Kirchen in Gebi’aueh kommen sehenj denn die Eis-luft derselben während der Hüllte des Jahres, ist eben so andachtstörend als oft gefährlich für dieGesundheit. Durch eine Heitzung mit erwärmter Luft könnte jede Feuersgefahr, sowie jede der Würdeeiner Kirche vielleicht unanständige Anblick des Heitzaparats vollkommen entfernt werden. Jedochgeben wir dieses nur als Ideen und Wünsche.
Wir haben auf diesen und den folgenden Blättern der Entwürfe zu Dorfkirchen, einige archi-tektonische Details, sowohl des Aeusseren, als des Inneren beigefügt, besonders um zu zeigen, bisauf welchen Grad man die antike Art, zu profiliren, und überhaupt antike Formen auch bei denkleinsten und anspruchlosesten Bauten in Anwendung bringen sollte, obwohl das Bediirfniss eineganz verschiedene, jedoch nach ihrem Principe der Zweckmässigkeit, Stetigkeit und Oekonomie ange-ordnete Zusammenstellung dieser einzelnen Formen verlangt. Doch haben wir hier sowie in den fol-genden Entwürfen oft die Angabe, zwar wünschenswerther, aber doch zur Feststellung des architek-tonischen Styls und Bedürfnisses nicht gerade wesentlichen und nothwendigen Zierden der Malerei,Plastik uftd des Ornaments, hinweggelassen.
PI. VIII. IX. X. und XI.
Diese Blätter enthalten ebenfalls Dorfkirchen grösserer Art, alle nach demselben, von uns alsNorm aufgestellten Typus eines einfachen Oblongums mit flachem Giebel oder Walmendache, und ei-nes Thurmes, welcher als Haupttheil und Schmuck der Vorderseite mit dem Ganzen des Baues infestem architektonischem Verbände steht. Eine dieser Kirchen ist im Innern mit auf Säulen gestütz-ten Emporkirchen versehen, welche obwohl in Teutschland mehr für protestantische Kirchen üblich,doch auch ebensowohl in katholischen ihre Anwendung finden können, ja sogar in vielen Fällen einnicht ganz zu verwerfendes Mittel sind, die Pracht architektonischer Formen oder Verhältnisse auf einezweckmässige Art zu entfalten. Die Idee einer zahlreichen Versammlung, um das Opfer zu feiern,und die Worte des Glaubens anzuhören, wird dadurch sehr hervorgehoben und versinnlicht, und dieAnordnung selbst gehört den Gebäuden, welche der christlichen Kirche als Typus dienten, den römi-schen Basiliken an.
Die Thürme dieser Entwürfe haben wir stets nach dem wahren Erforderniss leichterer Formenund Verhältnisse je mehr nach Oben angeordnet, ohne jedoch hierin so weit wie das Mittelalter zugehen, welches sogar die schützenden Dächer der Kirchthürme der allgemeinen Tendenz seiner
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