Band 
Dritter Band.
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L Abschnitt ,

Licht gleichfalls durch eine kleinere OefFnung in der Decke und Dachunganzunehmen. Hierüber finden wir aber keine nähere Anzeige. Blofs vondem grofsenEinweihungstempel zu Eleusis wird gesagt, dafs er eine Licht-öfFnung über dem Heiligthum eiti tov avaxTOgov hatte. Ist man nichtgeneigt, dies Licht von dem obersten Theil der senkrechten Wand anzu-nehmen; so konnte hiezu eine OefFnung in der Dachung selbst seyn, wo-durch man das Licht von oben, wie durch eine grofse KaminöfFnung, indas Innere des Tempels leitete. Solche kaminähnliche OefFnungen sieht manin den in Felsen gehauenen Catacomben zu Syracus, In diesen sind näm-lich von Strecke zu Strecke grofse Rotonden mit Decken in Kuppelformausgehauen, und dann ist in der Mitte dieser Kuppeln eine kaminartigeOefFnung bis an das Tageslicht geführt, wodurch eine dämmernde Erleuch-tung einfällt.

Dieselbe Art von Erleuchtung, wie sie wahrscheinlich im Cerestem-pel zu Eleusis war, konnte auch bei andern gröfsern Tempeln statt finden,wie bei dem des Theseus in Athen , und in dem der Minerva in Syracus . Entgegnet man : dafs es bei einer solchen Einrichtung in den Saal derZelle eingeregnet haben würde; so kann man antworten: dafs es ein Leich-tes gewesen wäre, diesem Nachtheil durch das Aufsetzen einer Glaslaterneüber der OefFnung vorzubeugen. Allein woher das Glas, und die Glas-scheiben? Die dritte Art der Beleuchtung konnte durch Fenster in denWänden selbst geschehen. Dies wäre allerdings das Annehmlichste. Aberunglücklicher Weise sind fast bei allen gröfsern Tempelrui'nen die Zellen-mauern zerstört, ausgenommen bei solchen, welche in früherer Zeit inchristliche Kirchen umgewandelt wurden, wie eben [der Tempel des The­ seus in Athen , das Heiligthum der Minerva in Syracus, und das der Con-cordia in Agrigent . Aber bei dieser Umwandlung geschah es, erstlich dafsman die Zwischenweiten der äufsern Säulenstellung zugemauert, und dage-gen die Zellenmauern in bogenförmigen OefFnungen durchgehauen hat, umso drei SchifFe nach Art der Basiliken zu bilden. Daher weifs man jetztnicht: ob an gewissen Stellen dieser BogenöfFnungen früher schon Fensterwaren, oder nicht. Indessen fehlt es nicht ganz an solchen Tempelruinen,wo wir wirklich noch Fenster nach unserer Art angebracht sehen. DasPandrosion, welches an den Tempel der Minerva Polias angebaut ist, warddurch drei Fenster erleuchtet. In Palmyra findet sich ein nicht grofserProstylos aus der Zeit Hadrians, der rechts und links in der Wand je ein