I. Abschnitt,
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Sidon berühmt, auch dadurch dafs man allda zuerst die Spiegel erfand.So bestand die Glasmacherei vor Alters — haec fuit antiqua ratio vitri.
Hiernach spricht der Autor: wie späterhin das Glasmachen sich ver-breitet habe in Italien, Gallien, Spanien ; wie weit man in allen Zweigender Glaskunst gekommen sey, und man darin jede Gattung von Edelsteinenaum Täuschen nachahme u. s. w. Doch sey dasjenige, das durch seineWeifse und Durchsichtigkeit am meisten dem Crystall ähnlich sey,das Geschätzteste.“ So weit Plinius .
In Rücksicht der Entdeckung des Glases deutet Tacitus {Hist . 5,7.)und Strabo (16, p. 758-) dasselbe an, mit der Anzeige des Letztem, dafsman nicht blofs in Sidon den zum Glase tauglichen Sand hätte, sondernauch in Aegypten sich eine Glaserde finde, ohne welche die kostbaren undvielfarbigen Glaswerke nicht gemacht werden könnten. Auch sey für dieGlaskunst, besonders in Crystallglas, zu Rom selbst viel geschehen, woman für eine Kupfermünze eine Schüssel oder Becher kaufe.
Wie früh die Griechen das Glas kennen lernten, läfst sich nicht be-stimmen. Herodot, wie wir angaben, spricht nur von dem gegrabenen,also dem natürlichen Glase bei den Aethiopen. Zuverlässigere Spuren fin-den sich bei Aristoph anes, wobei ich weniger an das Brennglas erinnernwill, wovon in den Wolken (V. 766.) die Rede ist, als an die gläsernenTrinkgeschirre in den Acharnen (V. 74 -)» wovon auch Pollux (10, so.)clie Nachricht aulbehielt; doch wäre es möglich, dafs diese Trinkgeschirreaus Bergcrystall gewesen wären.
Bestimmt kommt die Nachricht bei Theophrastus ( de Lap . c. 84.)vor, der nicht nur den zum Glasmachen tauglichen Sand kennt, sondernauch die Beimischung der quarzartigen Steine, welche dem Glase einenVorzug in Hinsicht der Farbe und Durchsichtigkeit gab (vergl. hiemit dieNoten von John Hill). Hiebei wollen wir nicht vergessen, dafs ein äl-terer Zeitgenosse des Theophrastus, der Mahler Pausias . die Methemalte, aus einem gläsernen Gefäfse trinkend, so dafs das Antlitz durchschien(Paus, 2, 27.).
Wenn nach dem Angegebenen über das hohe Alter, des Glasmachern,und seine Verbreitung kein Zweifel obwalten kann: wie vex'hielt es sichnun mit dem Gebrauch desselben für die Fenster? —„ Dafs man das Glasauch hiezu anwandte, ist die von Lactantius , der im 4. Jahrhundert nachChristo lebte, angeführte Stelle allein entscheidend. Allein dafs sein Ge-