Band 
Dritter Band.
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f^L Abschnitt ,

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übergegangen. Die Ausgabe von Scamozzi , welche er den von ihm pu-blizirten Werken des Palladio in einem besondern Bande beifügte, liegtvor uns, und hiernach geben wir die Risse insgesammt auf der TafelXXV.

Eine nähere Recension haben diese wichtigen Denkmäler noch nichtgefunden, und wenn wir hier Einiges darüber zu sagen uns erlauben; sogeschieht es in Folge der Erörterungen, die wir im Vorhergehenden überdie Bäder und die Gymnasien der Alten beibrachten. Um uns mit den Le-sern desto besser zu verständigen, ist die eine Hälfte von jedem der siebenGrundrisse nach Palladio, die andere Hälfte aber nach unserer Restaura-tionsweise gezeichnet worden. W T ir sind aber weit entfernt, unsere Re-stauration nach jedem Theile als sicher und zuverlässig zu geben. SolcheVersuche sollen nur beitragen, andere Forscher und Baukünstler aufzumun-tern, durch neues Nachgraben, und richtigere Maafse die Risse des Palla-dio zu verificiren. Dies wäre besonders noch wünschenswerth bei denThermen des Caracalla und Diocletian , als den erhaltensten.

§. 15 . Auch aus einer'oberflächlichen Vergleichung dieser Denkmä-ler ergiebt sich, dafs in Rücksicht der Hauptanlage keine bedeutenden Ver-schiedenhe.ten vorkamen, besonders was den Zentralbau betrifft, welcherdie Bäder, und die verschiedenen Abtheilungen für die Leibesübungen insich begriff.

In der Mitte des Gentralbaues tritt an der Vorderseite der Haupt-eingang vor, gewöhnlich in einem bedeutend grofsen Vorsaale bestehend,wo, wie Lucian bei dem Bade des Hippias bemerkt, sich die Diener-schaft aufhielt. Dann folgen die Räume, welche zur Entkleidung dien-ten, und auf derselben Linie der Frontansicht zeigen sich rechts und linksdie Säle für die Badeanstalt, jede der beiden Abtheilungen gewöhnlich invier grofsen Räumen neben einander. Hinter den Badesälen liegt, wie na-türlich, die Feuerung, zugleich mit dem Beölungsraum und der Staubkam-mer. Hiezu bemerken wir; dafs die doppelte Anlage der Bäder leicht dieVermuthung erweckt, dafs die eine der Seiten für die Frauen und die an-dere für die Männer bestimmt war. Aber wir finden hierüber keine ent-scheidende Nachricht, Nach dem Epigramm des Martialis (3,680 müs-sen wir vielmehr urtheilen, dafs Frauen von Anstand sich an solchen Ortennicht einfanden. Man kann also eine solche Anordnung nur dem häufigenBesuch der Männer zuschreiben.