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Roggwyler-Chronik oder historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Roggwyl, im Ober-Aargau, Amts Aarwangen, Cantons Bern / bearbeitet und herausgegeben von Johannes Glur
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wyl, Langcnthal bis hiehcr/ wo sich eine Straße über Bippdamit vereinigte/ und weiter über Roggwyl/ diesseits demjetzigen Kloster St. Urban vorbei durch den Bonwald gegenBrittnail/ Surfte/ Dremgarten/ Baden und Bindonissa bin»unter/ welche die Hclvcticr auf ihrem Marsch gegen Cäcinaeinschlugen. Diese Straße mag aber nicht nur römisch/ son-dern schon althelvctischen Ursprungs sein. Im letzten Jahrh,fand man auch auf den zunächst an dieses Hcidengäßlianstoßenden Acckern verschiedene römische Münzen. Beson-ders ist daS nahe bei Roggwyl gelegene Freiburgfeld altcr-thümlich und durch seine Lage und die dasselbe umgebendenGräben und Buchten zu einem festen Lager/ so wie der nahedabei sich befindende/ freistehendeKilperghubel« zur Ver-theidigung geeignet. Auf letzter»» sind noch Reste von altemGrund-Gemäuer vorhanden.

Wie nun um daS I. 432 n. Chr. nordische Völker/ dieBurgundioncn und Alemanne»/ auf ihren Wanderungen indie Schweiz sich ausbreiteten / die kölnische Herrschaft ver-trieben / und jene den westlichen / diese den östlichen Theileinnahmen gehörte unsere Heimat zu Burgund / welchesöstlich durch die Reuß/ in dieser Gegend aber durch dieMurg begrenzt war. Als aber zu Ende des L. Jahrh, dieFranken unter Chlodewig/ aus dem merovingischen KönigS-Stamme/ in die nördliche Schweiz sich ausbreiteten/ unddie Alemannen unterwarfen/ ging auch nach langen»/ hart-näckigem Widerstände im I. L34 daS burgundische Reichunter/ und ganz Helvetien fiel nun unter die fränkischeHerrschaft. DaS Reich war nun oft unter einem einzigenHerrn; dann wieder getheilt. Im Falle einer Theilung ge-hörte daS östliche Helvetien zum Königreich Austrasicn/ derwestliche Theil hingegen zu Burgund / welches bis an dieReuß sich ausdehnte. Ucbcrhaupt walteten nun lange ver-wüstende Kriege/ bis es endlich iin I. 613 Chlotar il. ge-lang/ daö ganze fränkische Reich wieder unter sich zu ver-einigen. In dieser Zeit ist Helvetien wüste und öde gelegen/alles war Sumpf und Wald; hie und da fand sich ein an-gebavler Platz bei einem Thurn»/ einem Münster oder cincmMeierhos. Seine Wiederherstellung konnte also nur sehr