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gnng; Viele sahen den Feind selbst nicht ungern, kehrtenbei seinem Anblick sogleich um, marschirtcn jubelnd vor ihmher, und unter dem Rufe „Freiheit, Gleichheit!" zogenauch unsere Leute wieder inS Dorf hinein.
Mit dem Einzüge -er Franzosen wurden aller Orte»FrciheitSbäume aufgepflanzt; Jubel und Gesang, Mustk undTanz und allerlei possierliche Ceremonien begleiteten diesesVolksfest. Diese Bäume waren Pappeln oder Tannen; anvielen Os-en wurden mehrere, in der ganzen Schweiz über7000 aufgestellt. Zu Roggwyl wurde ein Frciheitöbaum aufdem Platz vor dem SchulhauS gegen die Kirche aufgestellt,mit dem Frciheitöhut, einem Hahn, Fahnen, roth-, weiß-und blaufarbigcn Bändern geziert, und eine Tafel darangehängt, mit der Inschrift: „Freiheit. Gleichheit. Hclvet.Republik ." So gewappnet, erhob sich dieses Sinnbild derFreiheit stolz über die Gipfel unsrer Wohnungen, und ver-kündigte dem Wanderer den glücklichen Wahn der Ein-wohner.
Da sich die westlichen Cantone sogleich dem Feinde er-gaben, so ging auch der KriegSstnrm bald vorüber, undwir hatten außer den Durchmärschen, Einquati erringen undungeheuren Requisitionen wciterS nicht davon zu leiden.Schrecklich dagegen waren die Verheerungen in den kleinenund östlichen Canronen, die wegen ihrem Widerstand, derSchauplatz des ÄricgcS wurden. Der Franzose war höflich,artig, reinlich und genügsam; aber die Militärbehördenwaren unverschämt. OeffentlichcS und Privat-Vermögenwurde verschleudert; zahllose Familien kamen an den Bettel-stab; Dörfer und zerstreute Wohnungen wurden mit Feuerund Schwert heimgesucht; ganze Thäler, in denen eine langeReihe von Jährender goldene Mittelstand herrschte, wurdenin Nothdurft in Allem versetzt. Darauf kamen die östrei-chischen und russischen Horden, und um daS Maaß des Elendsvoll zu machen, wurde die Schweiz daS Schlachtfeld derkriegführenden Mächte.
Für eine Regierung kann kein größeres Unglück eintreten, als wenn ihr Volk bei der Hoffnungslosigkeit derSclbsthülfc, diese bei den Fremden suchen muß. Wehe dem