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des großen Hausens geht —ausgelacht wird, wenn denselbennicht höhere Kraft beseelt.
Gemeinsame Freudentage haben die Roggwyler wenige.Die Unordnung ihrer Feste ist ohne Geschmack, ohne Ein-tracht; Lärm und Zank machen gewöhnlich den AnStrag der-selben. DaS Tschämelen am Hirs- oder Faßnacht „Mäntig,"das Eierlcsen am Oster -„Mäntig," sind die einzigen öffent-lichen Spiel- und Freudentage der Roggwyler; der Altjahr-Abend , der Ncujahrstag, die Faßnacht, die Auffahrt,Ostern und der Äugst -„Sonntig," die Zech- und Lärm-Tage Aller. Sonst sind alle Tanztagc, die „Märiten," diegroße Musterung, die Schießete, die Kilben die Lust- undFreudcn-Tage der erwachsenen Jugend. An der Ostern ma-chen alle Roggw. den ersten FrühlingS-Spaziergang nach St.Urban. „Gräbten" werden wenig mehr gehalten; zuweilenaber, und wenn's „abtreit," geht es da noch bunt und mitGeräusch zu. Neben diesem sind das Kugelwerfen, das Ke-geln, das Bret- und Kartenspiel bei Alt und Jung beliebtund geübt. Am »Samstig- undSonntig-z'Nacht" des Winters,sitzen die erwachsenen Buben in einer Kiltstube zusammenund unterhalten sich mit Spiel, Gesang und Zottenreißen;darauf geht der Zug inS Wirthshaus und diesem folgt dannein Kiltgang. ig28 wurde durch ein Mandat die Ju-gend von dem Kiltgange abgemahnt, nützte aber nicht viel.Häufig gehen 17jährige Bübli Macht auf die Gaß undmeinen sich groß mit ihrer Tabakspfeife. Vor Altems hatman solche in Brunnen geworfen und heimgejagt. Schnaps,Tabak und Kiltgang ist dem Roggwyler „si's Leben."
Der Roggwyler heurarhet früh; 30jährige Unvcrhcira-thete sind bei uns eine seltene Erscheinung. (Unsere Vaterheiratheten spät, darum waren sie kräftiger und verarmtennicht so bald.) Bei Hochzeiten wird auf Kosten dessen, demes gilt, tüchtig geschossen; daS ist alles, womit man dieseFeierlichkeit zu verschönern weis; zuweilen wird auch zumSpott mit Peitschen geklatscht oder »gehörn«." Am »Sonu-tig Nomiltag" sitzen die Bürger beim „Schöppli" zusammenund leisten einander Gesellschaft. Der Bächtelistag am2. Jcnner, wo Schmausereien und Lustbarkeiten gehalten