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Gebirgsarten. Muschelsandstein.
renloS, Poppelz, südlich bis nach Bremgarten , undvielleicht noch weiter, östlich bis in die Nähe von Regen-sperg. Die abs. Höhe dieser Lager ist wahrscheinlich geringerals in unserm Canton. •
Weiter östlich verlassen mich die Spuren dieser Gebirgsart.Nach einer Note in Andreäs Briefen, S. 68 , sollte man fastglauben, ste im Thurgau und bey Berlingen am Umer-See wiederzufinden, und auch Hr. Karg^) erwähnt meh-rerer Molasselager mit Meerpetrefaeten zu Bodmann, He-dingen, Berlingen undZell, die vielleicht hiehergehören.
Ganz unverkennbar habe ich fie aber, noch beträchtlichviel östlicher, auf der obersten Höhe eines MolaffehügelS beyBurkartöhofen, zwischen Stauffen und Weiler in Süd-Baiern, gefunden. Es fehlen zwar auch hier die grünen Körner,aber die Lagerung der Gebirgsart, als Decke der etwas tieferanstehenden Molasse, ihre deutliche Absonderung in Tafelnvon wenig Deeimeter Dicke, ihre Festigkeit und die Naturihrer Bestandtheile, ihre Peirefacten endlich, besonders dievielen auf den Absonderungen sitzenden Cardien, lassen keine»Zweifel übrig. Sie wird, wie auf dem Bucheckberg undJenSberg, in kleinen, mitten im Wald liegenden Stein-brüchen, unregelmäßig und mit öfterer Unterbrechung, aus-gebeutet. Die Schichten fallen mit 26° nach 320 °, die tieferanstehende Molasse hingegen liegt horizontal. — Die niedrigenHügel dieser Gegend würden gewiß auch jeden Nichtgeogno-sten an die Gegenden des Aargau's und Seelandes erinnern.
Der Muschelsandstein begleitet die Molasse auch in dieinnern Thäler des Jura, und erscheint daselbst in Verhält-nissen, die unsere volle Aufmerksamkeit verdienen.
In dem Thäte von Tavannes und Court, das westlichdurch die Höhen der Freyberge und den Engpafi vonPierre-Permis, östlich durch den 1037™ hohen Wassertheiler zwischenCourt und Gä'nsbrunnen zugeschlossen ist, und seinen Wassern
43 ) Schriften der Schwab. Naturf. Bd. l. S. 56 .