Süßwasser - Formationen. 279
schicht, wovon die Stücke, die wir hier besitzen, dem unterund über der Käpfnacher Braunkohle liegenden, graulicheschwarzen Mergel ganz ähnlich sind, am östlichen und west-lichen Abhang der AlbiSkette noch an andern Orten zu Tage.
: Nach Hrn. Escher, a. a. O., liegen alle diese Stellen in
j einer Höhe von 100 bis 800 Fuß über dem See, also fast
j immer dem Fuß des Gebirges näher, als dem Rücken, der
sich zu einer mittlern Höhe von looo bis 1500 Fuß erhebt.I Dieser Mergel enthält ebenfalls Turbiniten, wahrscheinlich
! Melaflien, und sein Dach ist derselbe Stinkstein, der zu
Käpfnach die Planorben einschließt. Diese begleiten ihn auchhier, doch nicht überall, denn einige Stücke unserer Samm-lung sind ganz leer davon; der Kalk ist bedeutend fest, wiedichter Kalk, im Qnerbruch hell- und dunkelbraun gebän-dert, aber nicht so feinschiefrig abgesondert, wie der Käpf-nacher.
Ob alle diese Stellen mit einander zusammenhängen,und, was von größerer Wichtigkeit ist, ob das Steinkohle-und Süßwasserkalklagcr wirklich unter der AlbiSkette durch,streiche, oder nur an ihre Abhänge angelagert sey, bleibtkaum noch unentschieden, wenn man sich der auffallendenGleichheit aller Verhältnisse mit denen der Lager in Waadt und Freyburg , und der regelmäßigen Einlagerung dieser letz-ter» unter eben so mächtige Massen, nlS die AlbiSkette er,innert.
Die Gegend non Elgg unterscheidet sich geognostisch be-deutend von derjenigen non Käpfnach. Auf ähnliche Weise,wie in unserm Canton die große Masse der Thuner- undEmmenthalcrgebirge ein weiteres Ausbreiten der Nagelfluhgegen Norden zu, längs der Emme, veranlaßt, da hingegenmehr westlich , wo in der Nähe der Alpen die Nagelfluh fehlt,auch in größerer Entfernung von denselben nur Molasse ge-