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Beyträge zu einer Monographie der Molasse, oder geognostische Untersuchungen über die Steinarten und Petrefacten, die zwischen den Alpen und dem Jura gefunden werden : mit besonderer Rücksicht auf den Canton Bern und die angrenzenden Theile von Freyburg, Luzern und Solothurn / von B. Studer
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280 IV. Cap. Zweyter Abschnitt.

funden wird, so dringt auch östlich vom Zürcher -See dieNagelfluh , von den hohen Gebirgen des Toggenburgs und in-nern Appenzell her/ weit mehr nördlich/ als an seiner West-seite und im Aargau / in deren Hintergrund eine einzige/durch mehrere ausgezeichnete Punkte zwar berühmte, aberdoch im Vergleich mit jenen Gebirgen nicht sehr mächtigeNagelfluhkette vorhanden ist.

Rundliche Hügel und Hügelzüge verflachen stch hier mitsanften Abhängen in breite und ebene Thäler, deren Vege-tationsdecke ohne Unterbrechung stch über alle Unebenheitendes Bodens ausbreitet. Wenige dieser Hügel mögen wohleine Höhe von 120 übersteigen. Die Gebirgsart ist vor-herrschend Nagelfluh, die Lagerung horizontal, oder nurwenig vom Horizontalen abweichend. So wenigstens beyElgg selbst. Gegen Frauenfeld zu nehmen auch Molasse undMergel, grauer sowohl als rother, mehr überhand; an derMurg, etwa eine Viertelstunde vor Frauenfeld , findet mandiese Gebirgsarten in dicken, horizontalen Schichten an-stehend, und, da der Ort tiefer liegt als das Elggthal, soscheint auch hier Molaffe die Grundlage der Nagelfluh zuseyn.

Das Braunkohlelager, das durch zwey große Stollenausgebeutet wird, von denen der eine, westlichere, nachAussage der Arbeiter, bey 150 Lachter Tieft hat, liegt inden niedrigen Hügeln, nördlich von Elgg , bey 50-° über demThalgrunb, und etwa doppelt so viel unter dem Gipfel derHügel. Seine Mächtigkeit wächst bis zu zwey Fuß an. DieKohle ist eine schwarze, im Querbruch stark glänzende, schie-frige Pechkohle, die stch im Feuer wie die von Käpfnach ver-hält, nur daß sie weniger von Wasserkies durchdrungenscheint.

Die Stinksteinlager mit Planorben und andern Süß-wassereonchyhien fehlen hier, und, sowie dieLignitennester,wird dieses Hager theils unmittelbar von Nagelfluh einge-