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17.

N-nines

trauriges Vorzeichen vieles Jamers were andere hergegen hielten dißvor etwas natürliches. Dergleichen ungleiche Urtheil veranlaſeten ei-nen Hochlobl. Magiſtrat von Zürich aus auf den Augenſchein abzu-

ordnen zwey Dostores Medicine Hr. Caſpar Lavater/ und Hr.

ſwahr dieſer Begebenheit keine natürlichen Urſachen geben/ aber dochauch nicht finden koͤnnen/ das es ein Wunderwerk ſeye/ und geurthei-let/ es ſeye etwas ſeltſames/ ungewohntes nicht zu verachten/ ob eschon kein Blut ſehe/ könne es doch wol Blut bedeuten. Es hat vor-

ero ſchon den 27. April ein Edelmann von Zurich Junker HeinrichEſcher in einem Schreiben die eigentliche Beſcha enheit dieſer Blut-geſchicht uͤberſchrieben an domahligen Hrn. Antiltitem Breitinger/und wirklich die Porte eroͤffnet zur aufſoͤſung dieſes Wunders aus na-tuͤrlichen Urſachen: ſeine Wort ſind folgende:

Ich zweiffe nicht/ der Herꝛ werde wol etwas gehoͤrt haben von demwunderbarlichen anſehen eines Sees/ der gemeinlich der Haar⸗Segenant wird/ und nicht weit von dem Flecken Henkert ligt/ ohngefehr2. Stund von Winterthur/ in der Straß von Winterthur gen Schaff-haufen. Ader ich achte wol/ der Her werde noch nicht auf den eigent-lichen Bericht dieſer Sach kommen ſein und wil derhalben demſelbi-

gen dieſes Sees/ oder Weyers Gelegenheit/ Eigenſchaften/ und deſſel-

igen jetzigen Zuſtand eigenlich beſchreiben: Dieſer See ligt mitten indem Feld/ in einem holen oder tieffen Ohrt/ und fließt kein Waſſerweder darein/ noch daraus/ und haltet man derhalben darfuür/ das keineBrunnquellen darinnen ſeyen dannenher prognoſticiren die Bauren/und habens für ein gewiß Zeichen(das wan derſelbige See zu Früh-lings Zeiten mehrtheils aufgetröͤknet/ oder lahr iſt/ wie er ſetzund iſt/ ſoerfolge darguf gar ein reiche Exnd: wann er aber gar viel Waſſers habe/ſo ſeye ein Theurung vorhanden. In demſelbigen See erzeigt ſich obenauf eim rothe Materi/ gleich wie Blut/ und zwahr ſehr dunn/ gleich ei-ner Farb mit Hehl angemacht/ darmit gemeinlich die hölzernen Gitter(ſo man an ſtatt der Fenſteren im Sommer braucht) angeſtrichen wer-den/ und wann es mit den Handen zerziben wird 7 ſo erzeigt ſie ſichSaffrangelb/ und wann man ſie under das Waſſertrucken wileſo bleibtſſe nicht/ ſondern tringt allpeg alsbald wieder herfür/ und bleibt oben-her auf dem Waſſer/ das Waſſer aber wird in 1 00 Subltanz nichtverenderet/ und wird auch in keinen Weg von dieſer Matteri entfaͤrbt/das hab ich ſelber geſehen den 24. Aprel ur Uhr Vormittag, undals ich das Waſſer von fehrnuß geſehen/ hab ich mir ſelber eingebildet/man babe gar viel Thier daſelbſt i dann es war ein Oh 1