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52
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89(52) S8.Waſſer/ ſo aus dieſem See flieſſen/ verſchlieffen ſich unter die Felſen/und dormieren erſt nach zimlichem Raum den Leugelbach. Folget dasDorff Nitfuren in der Pfarꝛ Schwanden/ und jenſeit der Linth St.Wendels Capell/ bey deren zuweilen ſol geſehen werden ein Geſpenſtin geſtalt eines Prieſters. Wo die Linch und Sernft zuſamenkommen/ liget nicht das Dorff Bettſchwanden/ wie alſo die Gi-eriſche und andere Schweitzer⸗Charten wollen/ ſondern der ſchoͤnefa Schwanden/ Suanda, von welchem die Volker Suantesey Plinio L. III. c. 20. ſollen ihren Namen haben. Von der Sernftwird zureden ſein an ſeinem Ohrt. Unter Schwanden liget LinkerſeitsMitloͤdi/ auf der rechten Seiten Enneda / wiederum auf linkerSeite der ſchoͤne Hauptflecke Glarus / Clarona , Glarona , æmulusUrbium vicus. Unter Glarus flieſſet in die Linth von linker Seite dieLoͤntſch/ Löntſcha, aus dem Clonthaler See/ ConthalenſiLacu., Gerad unter dem Einfluß und der Bruk iſt auf rechter SeitenMoll is/ Mulkis/ Molliſlum, und bald darauf links NNafels/Navalia, berühmt wegen des herrlichen Siegs/ welchen die Glarner 4388. erhalten uͤber die Oeſterꝛeicher. Ohnweit darvon ſind dieDoͤrffer Ober⸗ und Nider⸗ Urnen, Ob der Zohlbruß fließt ausdem Wall enſtatter⸗See in die Linth die Sees/ Seezus, Magus

Myconio, daher gemeinlich geleitet wird der Name Limagi, Dind-

mag/ Lindmagd/ Lindemagi, als wolte man ſagen Linth undag; es hat dieſer Woͤrterſtamm ein beſſer Fundament als des Henr.Fantaleonis, welcher wil/ das Limmat ſo viel ſeye als limes, ein al-ker Grenzfluß zwiſchen Burgund und Alemannien ; wie auch 6 nochdie Linth ſcheidet das Gaſtal von der March/ faſt von der Zohlbrukher bis zum Ausfluß in den Zuͤrich⸗See : ehe ſie aber dahin kommet/begrüͤſſet ſie Tucken/ Tucconiam, und Grynau/ Grinoviam, ſoauf linker Seiten lieget/ wie vorüber auf rechter Seiten das StaͤttleinUznach/ Uznacum. Ob Tuken flieſſet in die Linth die Aa/ undunter Tucken ein ander Waſſer dieſes Namens. Ob Grynau ergieſſetſich die Linth mehrmahl über ein moraſtiges Riethland/ weßwegen dieEinwohnere groſſen Koſten haben/ um durch Damme das Waſſer zuhinterhalten. Ob dem Dorff Schmeriken/ welches oben an demZuͤrich⸗See/ erweiteret ſich die Linth e und uͤbergiebt ſowol ihren Namen/ als die Waſſer dem See: unter der Statt Zuͤrich aber bey dem Einfſuß der Sil wird ſie genennet die immat; danndas jenige Waſſer/ welches durch die Statt ffießt/ die Aa heiſſet/ wor-von oben. Auf rechter Seiten der Limmat folgen nach einander Laͤt-ten/ Wipkingen / oͤngg/ Engſtringen oder Eiltrz en8 an-

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