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Der Kaffee in seinen Beziehungen zum Leben : für Haus und Familie und für Gebildete aller Stände / geschildert von Dr. Heinrich Boehnke-Reich
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Das Caffe 'in in seinen Wirkungen und seine Entwicke-lung beim Rösten des Kafsee's wurde in Vorstehendem schondes Weiteren behandelst doch sei noch, als seitdem publicirsterwähnst daß nach Ansicht Lewis Thompson's das Caffe 'inals Abfallproduct während des Röstens für weniger als25 Pfennige pro 30 Gramm gesammelt werden könnte, wasich vorläufig noch zu bezweifeln mir gestatte.

ff. Die Wirkung des Laffee's.

Bei Beantwortung der Frage, ob der Kaffee ein Nah-rungsmittel sei, gehen die Ansichten der Gelehrten diametralauseinander. Der eifrigste Vertheidiger des Kafsee's alsNahrungsmittel ist Klenke. Wir finden bei ihm (DieNahrungsmittelfrage in Deutschland ") folgende Angaben:Durch den Gehalt au dem stickstoffreichen Caffe'in characterisirtsich der Kaffee entschieden als Nährmittel, indem er blut-bildende Stoffe enthält. Der Kaffee nährst das ahnten schondie alten Bademütter, indem sie den stillenden Frauen dasKaffeetrinken empfahlen, um die Milch zu fördern. Der vonKartoffeln lebende Arme trinkt instinctmäßig Kaffee, der einstarkes Nahrungsmittel ist. Darum ist es in unserer Zeitein auf Irrthum beruhender Mißgriff der Verwaltung, wennsie, bei ohnehin immer theurer werdenden wirklichen Nahrungs-mitteln, den echten Kaffee als einen Luxusartikel betrachtetund ihn mit hohem Eingangszoll belegt der Kaffee istein wahrhaftes Nährmittel und deswegen ein Bedürfniß.Tausende von Menschen werfen einen vortrefflichen Nahrungs-stoff täglich in das Spülwasser, nemlich den reichlichen Kleber,den Kaffeebohnen und Theeblätter enthalten.

Dagegen sagt Jakob Moleschott : Man hielt früherstickstoffhaltig und nahrhaft für gleichbedeutend, seitdem hatman erkannt, daß für die Ersatzmittel unseres Körpers nichtdie Grundstoffe, sondern die Nahrungsstoffe wichtig sind.Letzteren Namen verdient Caffein nicht, das sich mit über-