Band 
Zweyter Theil [2].
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658
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653 Labadir.

und ehrt. Doch dieß alles hast du ja oft genugmündlich von mir erzählen hören." (S. Meu-sels Mus. XVI. s 58 5 g. wo dieses ganzeSchreiben nachgelesen zu werden verdient, welchesbey unserm Künstler eine große Kenntniß der Men-schen, und der 'Höfe insbesonders verrath).Don seinen 20. selbst geätzten Blättern, die, nachGewohnheit, am zuverlaßigsten bey Barrsch 118.verzeichnet und beurtheilt sind, heißt es dort:Man bewundert darin eine große Mannigfaltig-keit in den Stellungen, auffallende Wahrheit inden Charakteren, und eine feste Zeichnung, ver-bunden mit einer leichte» und geistreichen Nadel;einzig tadelt man an ihm die Füße seiner Pferde,die soyar für Karrngäule zu grob sind. Rost VI.90. fuhrt noch zwey eigene, und unter diesenein ungewisses, das von Einigen auch visscherzugeschrieben wird, und den Eingang in eineSchmiede (wo der Schmied ein Pferd beschlägt),an; hingegen hat Barrsch sechse, die bey Rostfehlen: Eines, die Familie betitelt, soll sein sorg^fälligst geätztes Blatt von allen seyn. Nach ihmdann führen der Wrnkler'sche und Brandes'scheKatalog und ein Verzeichniß meines sei. VatersMehrere von P. C. Canor, Gareau, I Ossen-beeck, B. Stopendael, I. Suyderhoef, und C.'Visscher, und Barrsch eine Landschaft init einerZiegenheerde vonIobann van Noorr an, welchegewöhnlich zu van Laar's Werken gezählt werde,mit ). V- bi. 1644. bezeichnet ist, und ein sehrseltenes Blatt seyn soll, das auch Winkler, abermit der irrigen Chiffer I. V. N. hat, und einschön geätztes Blatt nennt. Dasselbe sagt Bran-des bald von Allem, was nach unserm Perergestochen wurde. In Bacler d'Albe's lVIsnslespittoresgues (V. Istvr.) findet sich nach einemseiner Gemälde im Museum Napoleon : 1 e Oepartde l'Hotellsris und ls kätre zouant du-iln-mesu, in Aquatinta, und endlich sein eigenesBildniß von M. Francia, im Muses Flsrentliio.

Labadr'e (Andreas) geb. zu Budißin in derOber-Lausitz 1781. lernte die Bildhauerey zu Leipzig bey Schwarzenbergen damals dem beßten Meisterdaselbst. Er reiste durch Deutschland , und gierig176Z nach Berlin , wo er in Iierrakhen, Uhrge-häusen, Lischfüßen und deren Vergoldung meister-haft arbeitete. Redendem malte er auch in Oelund Pastell. lIicolai. Bey Meusel II. (1789.)erscheint er noch unter den Lebenden.

oder Labadys ). So heißtauch ein junger französischer Baumeister, der inI8c>3. zwey Preise: Den einen des National-In-stituts zu Paris mit der Zeichnung eines Saalsfür die schönen Künste, den andern (einen soge-nannten Entschadigungspreis) mit dem Entwurfeines Denkmals auf den Frieden zu Amiens ge-wann. Dann findet sich von ihm in Derour-nelle's kecueil d'^rckitecrurs (Heft IV.) eben-falls ein Entwurf zu dem Denkmal für die Fon-taine Desaix. )Vonv. st. ^r-t§ IV. 297.

( ). Ferner heißt so ein neuerer

fcanzös. Kürstler, nach dessen Zeichnung (1802.)Morel ein Conzert von Dominichino für das vierteHeft des Müsse kran^ois gestochen hat, und wel-cher mit dem Obigen schwerlich derselbe seyn kann.

Labaer (I. de). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Künstler, nach welchem M. Natalisgestochen habe.

Labarre ( ) wird im Almanach des

Kesux-)lrt8 von i8oZ. unter den damals zuParis lebenden Baumeistern, mit dem Titel eines>zrcültecte des bätirnens du8enat conservsteurangeführt.

Labbe ( ). So heißt irgendwo ein fran-

zösischer Architecturmaler, der um 1748. zu Paris gearbeitet habe. Ohne Zweifel der nämliche, deranderswo Inspektor der Königl. Gebäude genanntwird, der die Zeichnungen zu dem Spithal derQuinze-Vingt gegeben, und um i/bo. gestorben sey.

Lab 0 ureur.

Labenskij (F. F. oder R ), ein russischerKupferstecher, wahrscheinlich polnischen Ursprungs,der um i 8 c> 5 . den Titel eines Etatraths und In-spektors der Kaiser!. Hermitage trug, und damalsanfieng, an einer Ausgabe von Abbildungen derganzen dasigen Gemälde - Gallcrie zu arbeiten,welche aus r 5 . Lieferungen, jede von i 5 . Blattern,bestehen sollte. Wirklich erschien davon in i8«6.die erste Lieferung unter dem Titel: Lalerle del'Uernntage, Zravee 3 » trsit d'spres les plusbeaux tablesux, gui la comporent, svsc ladescription tnstorchue (russisch und französisch)par de tleneve, spprouvs p. 8. lVI. I.

Alexandre I. st publie par (^??) Bn-

1) I. I.ivr. I. 4°> ?etersbourA clier- )Il-lici, und enthielt (wahrscheinlich mit dem Titel-blatt) ch Blätter in Umrissen, nach Raphacl,Rubens, Poussin, Rembrandt, Salvator Rosa ,Potter u. a. welche (wie es in öffentlichen Nach-richten hieß) von H. Reiche! nach den Originalenvortreflich gezeichnet, und von dem KaiserlichenHofkupferstecher und Akademiker, H. Saunders,eben so geistreich als bestimmt, in Contourcn, auchhie und da zu größrer Deutlichkeit durch klein«Schatten gehoben, gestochen wurden.

Laberr (C.). So heißt irgendwo, ohne Weiteres, ein Künstler, nach welchem I. V- Kraus darBildniß von I. Doläus und Wolgang dasjenige de>Arztes I- M- Valentin! gestochen haben.

Labharr (Christoph) geboren in Cassel 1741lernte das Edclsteinschneiden bey Peter Heß. Earbeitete mit Beyfall 18. Jahre in London unkehrte 1780. nach Cassel zurück. Nach seines Lehmeisters Tode (1782.) kam er in die Dienste seineLandesfürsten. Unter vielen antiken und moderneKöpfen nennt man von ihm besonders die setähnlichen erhaben geschnittnen Bildnisse Josephs I.und Friedrichs II. Dann einen Kopf des Sokrate.Seit «789 haben wir nichts weiter von ihm ve-nommen.

Labinsky ( ). So heißt irgendwo ar

polnischer Künstler (nicht unwahrscheinlich mit oi-gem Labenskij derselbe), der zur Zeit der letzmReise des letzten Königes in Polen nach Rußlmdzu Petersburg arbeitete, und von welchem nanin dem Kaiser!. Pallaste Gatschina besonders schmeArabesken erblickt,

Laborde (Alexander de), Herausgeber leskavs moss'rgue d'Italics und der Vo^aZes üt-torescjuss d'b)spa^ne st cls Uortu^al, mrdbereits im ^Imanseti des keaux-/^rts vonunter den damals zu Paris lebenden Zeichnernangeführt. Ob er mit dem oben unter de. laBorde erscheinenden Herausgeber der bekannenDablöLUX pittoreslzuss etc. de la 8uisse erdel'ltalie Eine Person sey, ist uns unbekannt; Herdürfte er vielleicht ein Sohn desselben seyn. /

s. auch Borde.

Laboureur (Franz Maximilian), ein fran-zösischer Bildhauer, und Sohn eines solchen, dersich durch gute Büsten einen ziemlichen Ruf er-worben hatte. Der unsrige lebte zu Rom zurZeit des französischen Gesandten Cacault, durchdessen Vermittelung er Gelegenheit fand, sich der,andern Künstlern sonst so ungünstigen, Zeit zuTrotze bekannt zu machen. Damals nannte eineunsrer Handschriften diesen Künstler eine Art vonNiederländern unter den Bildhauern, dessen Büstennoch zu seinen beßten Arbeiten gehörten; sonstwaren seine Formen weder groß noch schön, wohlaber üppig und fleischig; doch die Ausführungimmer sehr gut. So z B. sein Zephyr, der denHyacinth aus Eifersucht todter, und Orpheus ,der die sterbende Euridice hält Von dem erster»Grupp wurde nur die bessere Figur des Hyazinthfür Lord Bristol in Marmor ausgeführt. Spä-terhin muß unser LaboNrenr seinen Geschmack