es der älteste von den dreyen, welcher nach pli<NIUS der erste war, der die Nerven und Adernausdrückte und die Haare mit mehrerer Kunst bil-dete , als man es bis auf seine Zeit gethan hatte.„Immerhin aber" (bemerkt Wareler sehr gut)„konnte es nicht in der Kindheit der Sculpturseyn, daß man, wiepyrhagorasvonRbegiuni,den auf den Wagen steigenden Cratisthenes unddie Victoria neben ihm darstellte; oder eine Europa auf dem Stier, der den Herrn der Götter verhüllte;oder den Kampf des Eteocles und Polynices. Allediese Werke verlangten, neben Andern,, das Ta-lent, die Darstellung von Thieren gut zu behan-deln und der Composition Ausdruck und Bewe-gung zu geben. Alle dieß, schlecht bearbeitet,würde zu Oausanias, und sogar bis zu Tartans Zeiten nicht mehr allgemeine Achtung verdient haben.
* Dythagoras, genannt Leonrinus. Nachwareler harte plinius von diesem gesagt, daß erzuerst die Haare mit Kunst gebildet habe. Haupt-sächlich aber fertigte auch dieser eine Figur, welcheviel Ausdruck haben mußte. Dieselbe stellte einenLahmen vor, den man nicht ohne schmerzhaftesMitgefühl betrachten konnte, und von dem man ver-muthete, daß sie ein Philoktet sey. E. auch denvorhergehenden Art.
* — — — — — von Samos. S. denzweytletzten Art.
* s) yrbeus oder Dothaus lebte 36 o. I.vor Chr. Geb. Von dem unter die sieben Welt-wunder gezählten Grabmale des Mausolus gaber nicht nur, nebst Garz >rus, eine Beschreibung(s. ebenfalls eine solche bey Milizia Lst. tsr?. l.47—48.), sondern er selbst zierte dasselbe mit denberühmten pyramidal emporsteigenden 24. Stuffen,auf deren obersten Höhe der mit vier Pferden be-spannte Sonnenwagen stand. Dann sah man vonihm zu Priena (jetzt Palanzia) einen der MinervaPvlias geweiheten Tempel ionischer Ordnung,von welchem jetzt noch Ueberreste vorhanden sind,an denen man die ionische Basis nach VitruvsBeschreibung bemerkt. Eine glückliche Entdeckung!(sagt Milizia l. 0.) für denjenigen, der Unsinnliebt. S. auch sowohl oben, als in den gegen-wärtigen Zusätzen, den Art. Megacles, und beyMilizia selber I. c. 46. s)oreus, nw er aus die-sem und unserm Ojttheus (ob mit Grund?) zweyPersonen macht.
Q.
* Duad (Matthäus od. Matthias. Malpösetzt seine Geburt, durch Druckfehler, über einJahrhundert zu spath, um , 6 / 5 . an. Don ihmkennt man, mit i 58 g. datirt, das Bildniß Hein-richs von Bourbon, Königs von Navarra , nach-werts Heinrich IV. Königs in Frankreich . Jo hann Bussemacher , ein Kunsthändler zu Cölln,hatte diesen rar gewordenen Kupferstich im Verlag.Seine Blätter bezeichnete er gewöhnlich bloß mitdem Buchstaben < 2 '.
Duadal (Martin Ferdinand), Maler, ge,bürtig aus Mahren (ohne Zweifel der nämliche,der schon oben als Guadal erscheint), bildete sichin Italien , Frankreich und England, hielt sichauch in Wien , und um 1797. in St- Petersburg auf. Gegenwärtig (1809.) lebt er in London . AmStärksten ist er im Thiermalen Redendem kenntman von ihm B. eine große Vorstellung desewöhnlichen Sommeraufenthalts zu Minkendorfey Laxenburg ; dann l'ente pitroresgu« (zu St. Petersburg ) 1804. Besonders aber die Wiener -Kunstakademie mit den Bildnissen aller dortigenKünstler (Gegenstück zur Londner-Akademie vonZoffani), welches I. Jacobe nach ihm schön inSchwarzkunst geschabt hat. (Subscriptionsweisewurde dasselbe mit zwey Dukaten bezahlt). Men-sel N- R. L. und Mus UI. 66.
Duadra (Don Nicolaus Anton de la). Sonennt Fiorillo IV. 333 . einen spanischen Maler
Qu aini.
Schüler des Cl. Coello, von dem man aber wenigeArbeiten kenne. Einige derselben indessen bewahredie Kirche von Carmen Calzado zu Madrid .
Duadrarus (Matthias), ein Kupferstecherund Dichter, war Rector zu Eppingen in derPfalz . Er schrieb öeo^rspkicarum enarrsttlo-num I^ibri VI. und st. , 6 , 3 . 55 . I. alt. ^itteDiarium bio^rspkicum und Joeä>er.
Duadri (Joh. Ludwig), geb. um 1706. SeineBlatter zu den fünf Archicekturordnungen und zuden Regeln praktischer Perspektiv von Vignola da-liren sich von ,736. und 174 ,. Jene sollen genauerund mit deutlichern Auslegungen versehen seyn,als Alles was früherhin über Vignola erschienenwar. Redendem kennt man von ihm: Die sei.Helena dell Orto, nach A. Dardani's,.und einenCatafalc für die Leiche des Marchese A. F. Monti,nach A. G. Pio's Zeichnung. Dann Theater fürdie Volksfeste desto Porchctta; die Plane, Durch-schnitte und Fanden des Instituts von Bologna (in den Schriften dieser Akadcnie); gnomische Ta-bellen; und endlich mehrere Blätter für Nonnen-profcsse. Er bezeichnete seine Blätter mit O. 6a»-ciell'»l.
* Duaglia (Julius), wahrscheinlich der-selbe , welcher in dem bald folgenden Art alsVater des Loren; von Duaglio erscheint, inMeusels Museum Xlll. 62. Mannhcimer-Theacer Architekt heißt, und bey der Kaiserkrö-nung Leopold II. zu Frankfurt 1790. an dem Kur-Böhmischen Hotel «ine dort ausführlich beschrie-bene, in jeder Rücksicht höchst ungereimte Illumi-nation angebracht halte, bey welcher, neben An-dern,, zwey Flußgötter erschienen, „wovon" (heißteS) „einer so — begabt war, daß, wäre ei»Mann so, er sich dadurch bey Damen so ange-nehm machen konnte, wie eine gewisse Gottheitder Gärten sich den Weibern zu Lampsako ge-macht hak".
* Duagliara, vielleicht Duagliari (Jo-hann. Ein sicilianischer Maler des X VIII. Jahrh,arbeitete zugleich mit seinem Landsmanne, (Aae-ran Sorrmo, zu Rom ; ersterer das schon imLex. bemerkte Bild alla Madonna di Constantino-poli; letzterer das Gewölb des anliegenden Ora-toriums- Beyde waren nicht unfeine Künstler.
I. 645 . Xot. a.
O.uaglio (Joseph), Neffe des folgenden,geb. ,765. zu Mannheim , Theatermaler und Archi-tekt, anfangs daselbst, nachwerts zu München , woer 1801. verstorben ist. Ein Künstler von anerkann-ten Verdiensten. Meus. zJ. Misc. XIII. 617.
* — — (Loren; von), ohne Zweifel derselbe,welcher im Lex. Dualis von LuggaruS heißt, abernicht der Julius Duaglia von Conio, wie dortvermuthet wird, geb. zu Layno, unweit Mailand 1755. lernte in der Kaiser!. Akademie zu Wien die Zeichnungskunst, und bey seinem Vater, Kais.Maler und Baumeister (vermuthlich eben dem ge-nannten Julius Duaglia) die Baukunst und Per-spektiv. Dann vollendete er seine Studien in Ita lien , und kam hierauf 1758. in Kurpfalz . Dienstezu Mannheim , wo, neben Anderin, unter seinerAufsicht 1776. (a. 6. 1780.) das dortige neue großeComedienhaus und Rcdoutensaal mit vieler Ge-schwindigkeit erbaut wurden. Eben so leitete erden Bau des neuen Theaters zu Freyburg in Bris-gau, nebst den Dekorationen desselben, bey Anlaßdes dortigen AufenthalS der letzten Königin vonFrankreich . St. i 8 u 5 . zu München 70. I. alt,mit dem Titel eines Kurpfalz . Theatralarchitektsund Prospektmalers, wie auch Professors der Kur-fürst!. Zeichnungsakademie zu Düsseldorf und Kur pfalz . Hofkammerralhö zu Mannheim . Mensel II.
* Duaini (Franz und Ludwig) , Vaterund Sohn. Den Vater, Franz, nennt Lanzr