Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1191
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R.

Raab (H), ein Kupferstecher, von welchemwir ein sehr mittelmäßig verarbeitetes Bildniß desSächsischen Kurprinzen Joh. Georg IV. in Folio ken-nen. Dasselbe erschien indem Verlage von Paul Fürst.

Raabe ( ), ein Bildnißmaler zu Breslau ,

wird in Mensel's Arch. II. 4.59. unter diejeni-gen dortigen bedeutendern gezählt, deren Arbeit in1806. von den damals daselbst anwesenden vornehM-sien Preußischen, so wie 1807. von den Französi­ schen Generalen gesucht und bezahlt wurde.

Raballlatl (F W.), Baumeister, welcherden, früher von Alex. Galli-Bibiena angefangenenBau der prächtigen Jesuirerkirche zu Mannheim fortsetzte, und 1756., nachdem dieser Bau 23 . Jahregedauert hakte, vollendete. Man hat zwey sehrschöne Schaumünzen, welche Anton Schäfer aufdie 1760. erfolgte Einweihung derselben schnitt.Erster versuch einer Sammlung von pfälzi-schen Münzen I. 546. r-eg.

Rabas (Johann). So heißt irgendwo einuns sonst ganz unbekannter Künstler, der eine Ju-dith mit Holofernes Haupt gestochen hat.

Rabe (Friedrich), Königl. Preußischen Ober-Hof-Bauinspector, kündigte schon um i8ü6. undwieder 1808. u. 1809. an: Die Ruinen Griechen­ lands , nach Stuart, Revett, Chandler, Pars,le Roi u. a. bearbeitet (40. Bog. Text in gr. 4°.und zuerst ungefähr i8n., nachher 88 Kupfertaf.in Fol für 6. Friedrichs d'or); die Kupfer vonF. Frick in Aquatinta-Manier. Ein Probeheftwär endlich 1809. erschienen. In >810 erhielter eine Professur bey der Berliner-Bauakademie.

( ) Indem Thorzettel der zu Dres­ den

r8l«. einpaffirten Fremden finden wir: HerrMaler Rabe aus Wartemberg, von Breslau .Dresdner polit. Anzeiger, Jahrg. 1810.N°. 97. S. 1768.

* Rabet (Daniel), Maler, der im Lex. un-ter dem Art. seines nachfolgenden Vaters, Jo-hann, erscheint. Nach ihm kennt man z. B. Lm-blöms <iu Oaroussel ä Paris 1612. Von C. Da-vid; Lntree cle Lablierine ä Paris en i 549 > vonL. Gaulticr < wahrscheinlich beyde für irgend einhistorisches Werk); Portrait ä'un 8axe von I.Grandhomme. Zu den Stechern nach ihm gehö-ren noch: P. Firens und Tavcrnier. Er selbst hatauch Springbrunnen geetzt. AIs Maler nennt ihnPault de Sr. Germain S. 40. sehr mittelmäßig.

(Johann), Daniels Vater, nach Ba-san (L6. sec.) geb. zu Paris i 55 o. und gest. i 6 o 3 .Dort werden von ihm 12. Dl. Sybillen angeführt.Anderwcrts: DieDildnissedesSchriftstellersN.deMontreux (1579.), des Gcneral-Advocaten P. Bel,lvy (1082.), und Remy Belleau's. Nach ihm eineMenge großer oder berühmter Personen seiner Zeit.

Rabenstein (GottliebBenjamin), Aufwär-ts bey der Königl. Antikem Galerie und dem Münz,

cabinette zu Dresden , und Kunsthändter. ZnMensel'« Arch. II. 4. i 5467- findet sich ein:verzeichniß von Gemmen- und Medaillen-Abdrücken, welche in Bästen in der Lipperr»schen Masse und in Schwefel (1808.) zu habensind, nebst den beygesetzten, um so mehr äußerstbilligen Preißen, da ihm das schöne Zeugniß ge-geben wird:Es sey eine große Bescheidenheitvom Verfertiget dieser mühesamen Arbeiten, wenner seine Masse Lipperrsche nennt, da solche weitvorzüglicher als jene sey, man möge nun die Ab-drücke in Absicht auf Schärfe, oder auf Feinheitund Schönheit der Masse selbst vergleichen; desso bedeutend gemäßigten Preißes nicht zu geden-ken, da z. B. die vollständige Datyliothek, statt90. Dukaten jetzt nur 5 o. koste. Neben dieserwaren hauptsächlich zu bemerken: Eine selteneSammlung von Schaumünzen berühmter Män-ner (noo. St.) für 3 v. Dukaten; Päbstl. Schau-münzen von den berühmtesten italienischen Künst-lern (Z 5 o. St.) für -2. Dukaten, und endlich dieHetlingersche (iso. St.) für 6. Dukaten. Einigeneuere Nachrichten von ihm liest man im Tüb.Morgenbl. 1811. S. 3 . So z. B. von seiner Aus-wahl von 5 io. Pasten aus der großen Daktilio-thek (ä 5o. Th.), und von seiner Münzpaslensamm-lung zu Stieglitz Erläuterung zur Geschichte derKunst, aus Münzen, von 5 i 6 . Pasten (»9. Duk.),welche an Genauigkeit der Abformung und Be-zeichnung des Metalls durch die verschiedenenFarben den Mionetschen in Paris nichts nachge-ben sollen, nur daß nicht überall die schärfstenOriginale vorliegen (was freylich Hauptsache ist!).

Rabenstein (Johanna). So heißt (in denDeutschen Bunstolärrern fürs I. 1799. An-zeig. S. 20.) eine Künstlerin von Meißen (viel-leicht Schwester oder Tochter des Obigen), wel-che durch ihre schönen Miniaturgemälde sowohl,als durch ihre angenehmen malerischen Stickereyenauf dem Dresdner -Salon von 1798. Aufmerk-samkeit und Bewunderung erregt, und bald her-nach von dem H. Kurfürsten zur Aufmunterungeine Gratifikation erhalten hatte. Anderwerts wirdnamentlich von ihr angeführt: Schon im Salon1797. ein gesticktes Blumenstück; dann 1798. eineMaria mit dem Kinde, wahrscheinlich in Pastel;1799. ein Engel in gleicher Manier, welches sehrgelobt wurde; eben so wie 1800. eine H^ Familienach Raphael und eine Kopie des berühmten Amorsvon Mengs; beyde wieder in Pastel. Damalsnannte man sie, neben ihrem übrigen Preiß, eineKünstlerin die sich selbst gebildet habe.

Raber (Georg), geb. zu Wien 1764. wurde,als Bürger und Borteuwirker, zu München -799.ansaßig- Die Liebe zur Kunst bewog ihn, sichmit Zeichnen zu beschäftigen und das Kupferste-chen zu lernen, worin der Hcfkupferstecher Müllerzu Etutrgard sein Lehrer war. Sein Talent ent-wickelte sich bald, und seine ersten Blatter verrie-then schon den ächten Künstler, den man von ihntzu erwarten berechtigt ist. Er unternahm hieraufNnnnnnn