Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
659
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Labraritia.

merklich gebessert haben. Um i 8 o 5 . sah man als-dann von ihm, ebenfalls zu Rom , eine in weissemMarmor verfertigte (mit dem Fußgelkelle von vierSchuhen 8^ hohe) Bildsäule des Kaisers Napo-leon, welche um diese Zeit nach Paris gebrachtwerden sollte, und sehr gerühmt wurde. Deffenrl.jJachr.

Labvanna (Don Thomas). So nenntFiorillo (I V. 206.4 ohne Weiteres einen spani-schen Grande des XVII. Jahrhunderts, derunter die damaligen vorzüglicher» Dilettantenseines Landes und Sammler von Kunstwerkengezahlt wurde.

Labruzzi (Carl). Und so Mensel (Mis-cell. XV. i 84 85 .) um 1782. einen römische»Landschaftsmaler von Rufe, Bruder des nachfol-genden Geschichtsmalers, der sich damals denBeyfall aller Kenner durch ein Bild erwarb,welches die Rückkehr Dianens von der Jagdvorstellte, und des lebhaften Kolorits des um einenSee stehenden Gesträuches und Grases wegen,vorzüglich gerühmt wurde. Derselbe lebte noch zuRom um 180Z. und wurde jezt freylich bloßunter die mittelmäßigen Künstler seiner Gattunggezählt, den man keinem der bessern dortigen Aus-länder an die Seite letzen könnte MeuselsArch. II. I. iZZ. Dagegen kennt mau von ebendiesem Labruzzi vier Folgen geatzter Blatter,welche um das Jahr 1/9.4. u. si f. erschienenwaren, und im journ. f. bild. X'ün8te 11819.sehr gerühmt werden, wie folgt: »Die erste:ikigure original!, stellen verschiedene Gruppenvon Personen aus allerley Ständen vor. DieZeichnung ist durchgängig sehr gut, die Gruppi-rungen vortreflich, und jede Figur mit Ausdruckentworfen. Die Umrisse sind radirt, und meistensmit zwey Tinten lavirt; flüchtig gearbeitet, abervoll Effekt (. Bl.). Die zweyte: MeistensGruppen von Landleuten,Jei»e ohne viel Bedeu-tung; die Gestalten durchgängig wahr, und öftersauch schön; übrigens ebenfalls bloß flüchtig ra-diere Blatter auf blassem,, brarmgelbem Grund(18. Bl.). Die dritte enthält 2Z. Gruppen (im-mer zwey auf Einer Platte); diese vollends sohingeworfen, daß fast nie Umrisse in den Gesich-tern angegeben, sondern nur die Augen, dieNaselöcher und der Mund mit Strichen angedeutetsind, aber dennoch voll Geist; vornehmlich ist dasGleichgewicht in allen Stellungen und Lagentreflich beobachtet, und wir glauben daher, siejungen Künstlern, um Ideen und Etaffirungendaraus zu schöpfen (?), vorzüglich empfehlen zukönnen. Endlich wieder i 3 . Blätter; diese mitder Aufschrift: sti^ure satte lls cingus puncioriginal! (der Gräfin Beßbourg, so wie die ersteFolge dem Cavai. R. C. Hoare zugeeignet). Auchdiese Figuren sind, ungeachtet des Zwangs, densich der Künstler hier auflegte, indem er sich 5 .Punkte geben ließ, auf welche der Kopf, die Händeund Füße treffen mußten, sehr leicht, natürlich,und noch ziemlich richtig gezeichnet; in der Manierradirt, in der man einige, nach bloßen Federzeich-nungen, von Bartolozzi hat, und auf braune»,blaßgelbcn Grund gedruckt." Noch späterhin end-lich sah man von unserm Labruzzi: ViaIllustrata ab Llrbe Koma (12. Bl.), welche in1/97. von dem Lrauenholzischen Verlage um18 fl. verkauft wurden.

* ( Thomas Peter), ein Geschichts,maler zu Rom um 1803. (kaum noch derjenigedes Lex. wohl eher dessen Sohn'', von dem sichdort verschiedene öffentliche Arbeiten fanden.W>ismayr's Ephemeriden der iralian. Lir-rerar. Iahrg. IV. Heft 5 .

* Lacer (Caj. Jul.), wahrscheinlich eineEtandspcrson. Milizia (b)6. ter?. I. 8889.)nennt seinen Tempel zu Alcantara »klein, aberzierlich und kunstreich", beschreibt ihn ausführ-lich, und unterscheidet solchen (gegen das Lex.)von einem zweyten nächst der Drucke über den

Laferri. 654

Taaus, von eben diesem Meister Diele Brückewar die berühmteste, welche Spanien jemals ge-habt hat. An die 2ocV über den Stroh,» erhöht,war solche 6^cV lang, mit sechs Bogen, jedervon 8.4^ Oessnung und mit 28^ breiten Pfeilern.Auf der Brücke stand ein Triumphbogen zu Tcajans ,Ehren, ebenfalls von Lacer's Arbeit Alles von *Granit, in 4^ lange und 2^ hohe Bl cke gehauen.Mi/rH Der erwähnte Triumphbogen wuroezweymal, einmal von den Mohre», und zu Anfangdes XVIll. Jahrhunderts von den Portugiesenzerstört, aber beyde Male wieder, unter Carl V.und Carl 111 . doch etwas kleiner, neu erbaut.

Lacloere ( ). So heißt in den Xouv.

ä. f^rts (I. 68.) um 1801. ein Künstler von Bour-deaux, den man damals, nebst drey andern se.uerMitbürger, für tüchtig hielt, ein Monument fürBonaparte den Friedensstifter auszuführen, wel-ches mehrere französische Städte zu errichten ge-dachten , was aber die Bescheidenheit des Heldeneiusweilen nicht genehmigen wollte.

Lacombe ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein nicht sehr neuer französischer Kunst-verleger, bey dem sich, neben Anoerm, ein Ur-theil des Paris nach F. Trevisani fand.

Lacoreeeerie ( ). Ein Künstler dieses

Namens wird im /hlmnnuok clos Ut-aux-^rrsvon 1803. unter den damals zu Paris lebendenZeichnern angeführt.

Lacornee (Jacob), ein junger französischerBaumeister, Schüler von Donard, erh ell um18 . den dritten Preis für den, bey Anlaß desLeichenbegängnisses des Bildhauers Ledoux aus-geschriebenen Entwurf eines Gebäudes, daS zumUnterricht in der Architektur und andrer damitverbundenen Kunst bestimmt seyn, auch dabey,auf schickliche Weise, ein dem Andenken des er-wähnten Künstlers qeweiheles Denkmal angebrachtwerden sollte, /enill. xM.

Lacour ( ) von Bordeaux , s. Cour.

Dort wurde vergessen, daß bereits der Almanachcles steuax-^rrs von l 8 i 3 . einen Orpheus undEuridice von ihm anführt.

Lad am ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Maler, der zu Eournay gearbeitet,und nach welchem G. Edelmk Bildnisse gestochenhabe.

Ladespeldrickt (Johann), ein alter Ku-pferstecher, besten Monogramm» Kl. le Vomre15 1. p. i ,5 anzeigt.

Ladomirr (F.). So wird irgendwo, ohneWeiteres, ebenfalls ein älterer Kupferstecher ge-nannt.

Laegh (W. van der). Und so ein niederlän-discher Künstler, der uin 16/4. Bildnisse gestochenhabe.

Laellius, s. Lellio.

* Laerr (Theodor van der) s. vanderlaen.

* Laerrerr Christoph Jacob oder Johannvan der). Eigentlich hieß er Christoph Jacob,',d. i. ssyristoph, Jacobs Sohn. Bolswertsgroßes Blatt nach ihm beschreibt der LDinklerscheKaralog genau.

Laerrer ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Landschaftsmaler

Länbscher , Johann Heinrich). Und so einuns sonst unbekannter Künstler, oder wohl eher'Dilettante. der eine Auslebt der Stadt Biel snr.Merlans Topographie gezeichnet hak.

* Lafage, s. Lage.

* Laferri oder Lanferri, s. Lafrerr.

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