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Laffert (Ludolph Friedrich von). So nenntder Katalog von Brandes, wahrscheinlich einenDilettanten, der etliche Landschaften, wie z. B-das Wirthshaus auf dem Brocken, und eine An-sicht der Papiermühle zu Weenden bey Göttingengestochen habe.
Lasiere (Ludwig), ein neuerer französischerMaler, Pensionnair der französischen Akademiezu Rom, und Mitglied derjenigen zu Florenz ,machte sich schon zu Rom durch einen sterbendenGladiator, und seither zu Paris durch vieleschätzbare Bilder bekannt, worunter neben Andernein Traum des Orestes gezählt wird. Allein seinHauptwerk, das bereits im I. 1791 den damalsausgesetzten Preis erhielt, war der Abschied desnach Carchago zurückkehrenden Regulus, das, alsin einem erhabenen Styl behandelt, reich compo-nirt, schön und richtig gezeichnet, und tadelfreyin Absicht des Costüme, allgemein gerühmt, undbesonders bemerkt wurde: Daß einige (?) darinvorkommende Episoden, wie z. B. die Gruppe derGemahlin des Römers mit seinen Kindern, denEffekt der Hauptgruppe nicht störten. In 1801.wurde von einem Rechtsgelehrtcn, poirier, zuParis eine Subscription zu 5 o. Frk. eröffnet,nach welcher ein großes von Lasiere gezeichnetesund von Cazenave in punkcirter Manier gestochenesBlatt erscheinen sollte, welches die verschiedenenEpochen der Revolution von 1790-802. zum Ge-genstand hatte und solche, ohne den dunkelnBeystand der Allegorie, durch den bloßen Ausdruckder historischen Wahrheit (wie gieng das zu?)enthalten hatte. (Vmw, ch I. 162 - 66. wodavon ausführlich^ Notitz gegeben, und ein vor-läufiges Blatt im Umrisse angekündigt wwd. Obdas Hauptblatt späterhin selbst zu Stand gekom-men sey, ist uns unbekannt. In noch neuernTagen kennt man, nach der Zeichnung VielesKünstlers, im ersten Hefte der ssssres stu psuplsI'ran^-ai^ l 1802. ) drey Scenen aus dem Egypti-schen Feldzuge, von Couchs dem Sohn, und imsechsten Heft (1806.) ein von Duplesiis-Berteauxgeatztes und von Beauviuet vollendetes Blatt:1s tlerisral sn ckisf <is l'srmee cl'ltalis ä l^o-imllo, worinn besonders die Aehnlichkeit desFeldherrn, mitten unter einem zahlreichen Gruppandrer in kleiner Proportion vorgestellter, undauf engen Raum gebrachter Personen, sehr ge-rühmt wurde. In 1807. endlich componirte erdas bekannte Blatt: Llemsnce cls l'blmpereuret Loi envsrs Dlast. cle lstatLsslcl . und gab indemselben Jahr die Zeichnungen zu einer in Paris erscheinenden Sammlung der beßten englischenRomane. Wohl von früherm Datum finden sichnach ihm: 8omrnell cls i'lnnoeencs, Ulsisir stsl'Dnkarice, Is Usyillon und I» Hose nsissants.Vier Pendants (wie — die Verleger Jouberrund Lauce sagen:. Oomposirions simavlss stss'un tzenre neuk), alle von Cazenave.
Lafond (Daniel), ein Künstler im Facheder geätzten und colorirten Landschaften, dessenHerkunft, Geschichte seiner ersten Bildung u. s. f.uns ganz unbekannt ist. Gemeinschaftlich mitLory und Zebnder fieng derselbe um 1787. inBern an, Blätter zu liefern, welche nächst denenvon Aaberli Nieter und Bidermann in erwähn-tem Fache wohl den ersten Rang behaupten. „DieAuswahl der Gegenden" heißt es in MeuselsMisc. V. 6/Z.) „ist fast allgemein interessantund malerisch, die Zeichnung treu, die Beleuch-tung größtentheils untadelhaft." In einer erstenSammlung von sieben Blättern (i8sr" in dieBreite, und iZ" 1 in die Höhe, das Blattzu 2jr Laubth.) waren von ihm: Der obere Grin-dclwald - Gletscher , mit dem Wetterborn, und:Aussicht von Jnierlaken, den Brienzersee aufwärts(1788 u 89. > In einer zweyten von fünf Blät-tern, gleichen Maaßes und Preises: Die Gegendvon Thrzn (1794. '. Die übrigen waren von seinenoben genannten Mitarbeitern. Aehnlichen Antheilnahm er mit ihnen an einer noch neuern Samm-
Lafreri.
lung, welche sowohl in einem größeren Format(von 22" 1^ Breite, und 16" 2"^ Hohe, dasBlatt zu i. Schildlouisd'or ), als in kleinerm zu7 franz. Zollen : letztere mit Text und dem Titel:
kecusil ÜS8 ?SV 83 AS 8 8ul88S8 aves uns Ds^cri-ptlon trs8-inkers88snte (Wanderungen durcheinige Ranrone der Schrvei; VON! I. 1796.)in iZ. Bl. für 4 ». Schw. Fr. erschienen waren-.Eine ausführliche, vielleicht allzu ruhmrednerischeBeschreibung aller dieser Unternehmungen s. beyMensel 1. c 670—79. Von spätern Arbeitennennt von ihm das Meuselsche Archiv I. 4.60. (1804.) eine Ansicht von Bern , in demSchwellt - Matrli aufgenommen, und das Fels-haus zu Thorberg beym Gewitter: Blätter, dieseinen Sinn für alle Arten malerischer Gegenstände,und Geschick für wahre Darstellung derselbenverrathen. Ferner Aussieht von Rinkenberg amBrienzer-See (iZ" hoch und 20" breit, zu 17.l,. <j. kr.): Eines seiner beßten.. S. auch untenLori.
Lafond ( ), der geschickte Gobelin-Ar-
beitcr s. Fond.
— — — ( ) der jüngere, s- Fond. Hier
merken wir noch an, daß es dort heißt, er habeeinen Tod des Regulus (statt Hannibals ) gemalt.Von diesem im Sallon von 1801. erschienenenBilde von ein wenig über Lebens großen Figurenheißt es in den Xc>uvsIIe8 ÜS8 >ärt8 1t. 69.dasselbe sey harmonischer und Heller (plus luml-nenx?) als das vom vergangenen Jahre, undzeuge von mehr Leben in der Composition, derZeichnung, dem Colorit und der Ausführung —kurz von merklichen Fortschritten. Eine ausführ-liche Beschreibung» Beurtheilung und Abbildungim Umrisse seines barmherzigen Samaritaners s.bey Landon Annal. X. 8Z.
Lafone ( ), vermählte Moikon. So
heißt irgendwo, ohne Weiteres, eine Künstlerin,welche um 1770. in Miniatur gemalt habe.
Lafontaine ( ). Ei» Künstler dieses
Namens wird im ^Imanack cie8 Ueaux - Aresvon 180Z. unter den damals zu Paris lebendenArchitekturmalcrn angeführt.
Lafrensen oder Lafren; (Niklaus), einschwedischer Gattungs-Maler neuerer Zeit, Mit-glied der Maler- und Bildhauer-Akademie zuStockholm , lebte noch daselbst 1806. Seineschönste Zeit hatte er in Frankreich zugebracht; einKünstler von glücklichen Ideen, der aber ganz infranzösischer Manier arbeitete. Acerbi (S. 116.),der ihn daneben als einen sehr gefälligen Mannrühmt. Ungefähr eben so sagt von ihm Vruunde lJrLngaard (iVlsAUL. kosest. 1806. : „SeineAquarell Arbeiten wurden gesvatzt, und wären esnoch heut zu Lage, hätte er nicht den Eigensinngehabt, vorübergehende Moden durch seinen Pinselverewigen zu wollen."
* Lafreri i. Anton), Kupferstecher und Ku-pferstichhändbr, geb. um 1606—12. zu Salins inFranchecomks, legte um 1640 seinen Kunsthmdelzu Rom an. Gleich Salamanca kaufte er diePlatten berükm'er Künstler, und setzte sodann ge-meiniglich bloß seinen Namen: ^ Tn/re» lormise-rc darauf. Inzwischen werben die Blätter sei-nes Verlages gewöhnlich nicht so hoch, als Sala-mauca's seine geschätzt. Die mehrern dürfte maneher zu dem eigentlich Schlechten zahlen Meistenswaren es alte römische Gebäude, Bildsäulen undBasreliefs; dann freylich auch Geschichtliches nachRaphael, Michel Angelo, Jnl Pipi, Fr. Zuccharo,Lilian u. a. Die Stecher waren, neben Andern:I. Baffl, N. Beatricetto, I. Buonasone, Caralius'( von diesem ein Riesensturz, wie man glaubt, nachRaphael-, C Cork und St. du Perac. Endlichauch ein zwanzig Bildnisse. Rost lll. 170—71.und ein handschriftliches Verzeichniß meines sel.Vaters, das an die 100. Bl. aus diesem Verlage