Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
661
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Lafuente.

anführt, wovon die jüngsten mit 1875. batiktsind. Der winklersche Katalog nennt ein leichtgestochenes Blatt: Die Vision von St. Augustin,als ob es seine eigene Arbeit wäre. Eben dieseswird von einer Geburt des Adonis nach Salviati,und von dem Opfer einer Sau, eines Widdersund eines Stiers, nach einem alten Basrelief,mit i 55 Z. datirt, behauptet. So viel scheint zu-verläßig zu seyn, daß er alte Platten seines Ver-lags aufgestochen, damit beliebige Veränderungenvorgenommen, und z. B- den weißen Grund einerAbnehmung vom Kreutze von Ad. Mantuan miteiner Landschaft ausgefüllt habe. Ma/üerte. BeyGandellmi findet man auch sein Monogramm,welches ein kleines s. in einem großen X. (^nt.Dakrsri 8egusnu8) enthielt; doch noch ungewiß,ob solches nicht eben so gut: Aclamo, 8cultoreMantovano, deuten könne?

Lafuenee, s. Fuenre in den folgenden Zu-sätzen.

Lagneau( ), ein französischer Malerund Zeichner, der uns aber einzig durch sein schöngezeichnetes Bildniß bekannt ist.

Lag niet (I.), ein französischer Kunstverlegerdes XVII. Jahrh, bey welchem, neben Andern»,eine Anzahl Blatter erschienen waren, welche mei-stens die Ereignisse der Zeit (164074.), beson-ders Satyren gegen Spanien zum Gegenstandhatten, und ohne Zweifel die Zierde irgend einesuns unbekannten historischen Werks ausmachten.Ein Verzeichniß meines sel. Vaters führt einDutzend derselben an: Eines, Histoirs ll'un«rsvs clonnes a Douls XI. nach Zarnko's Er-findung; ein andres: In ?rsnol>e-Comte cieli-vree üe I'LspaZnol, von Arnoult gestochen; dieübrigen ohne Namen der Künstler.

* Lagst (Franz), s. Langst.

Lagoubaulde (Remigius und Renat), s.den Art. Joh. Beuselin.

Lagrenee (Anshelm Franz de) s. Grenee-Hier fugen wir noch bey: Daß derselbe denn dochjm Xlmanack «los Leaux-Xrts von 180Z. unterden Miniaturmalern erscheint, und dort ausdrück-lich Sohn des (gleich folgenden) Lagrenee desalrern genannt wird.

* (Ludwig Joh. Franz), s. Gre-

nee. Hier fügen wir aus einem Nekrolog überihn von Renaud (s. Noniteur , 8 o 5 . 20.)

noch bey: »Bey ihm war die Malerei die Kunstzu gefallen. Sein erstes ConcursrGemälde, dasauch den ersten Preis erhielt (Joseph, der seinenBrüden, die Traume deutet), zeugte schon voneinem lieblich bezaubernde« Pinsel und von einemharmonischen Farbcnron. Wahrend seines Aufent-halts zu Rom , als Schüler der dortigen Kunst-Akademie, vervollkommnete er sich im Zeichnen,ohne jene Reitze des Vertrags zu verlieren, wofürer das Talent von der Natur empfangen hatte.Seine Conception war leicht; die Gegenstände,welche er behandeln wollte, boten sich seinerEinbildungskraft unter klaren und bestimmtenFormen dar, und von dem einmal gefaßten Planwich er dann nie wieder. Daneben waren zu-mal seine Staffeleygemälde so wohl verarbeitet,daß z. B. sein Raub der Deianira durch Nessus(sein Aufnahmsstück in die Akademie) noch sofrisch erscheint, als wenn es gestern seine Werk-stätte verlassen hätte. In Rußland malte er Bild-nisse , welche sehr gerühmt werden; und als ereinige Jahre nachher zum Directorat der Akademiezu Rom berufen ward, gaben die großen Geschichtet-gcmälde, die er dort verfertigte, seinen Talenteneine neue Energie. Aus Italien, wie aus Rußland ,rief ihn eine Art Heimweh, nebst der löblichenAbsicht, seinen Kindern die beßre Erziehung zugeben, nach Frankreich zurück. Auch dieses gelangihm. Von nun an überließ er sich der Freudean seiner Kunst versteht sich, die er jezt ganz den

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Amorinen und Grazien zu weihen schien, aber miteiner Züchtigkeit, daß z. B. sein Gemälde: IssOraces lutinees psr les Hmour8, dem altenFränklin ein sehr vergnügtes Lächeln abgewann."Von seinen selbst geätzten Blattern führt RostVlll. 2iZ. neben Andern: Eine Maria mit demschlafenden Je uskinde, und ein nackendesFrauenzimmer vor dem Spiegel, nach van Eilen,an Gestochen nach ihm ist denn doch auch e nigesHistorisches versteht sich von geist- und weltlichenLiebesgeschichtenJoseph und Potiphars We,b,Susann» und die beyden Alten, Tancred und Her-minia, u. d. gl.

* Laguerre (Johann). So heißt irgendwoein Kupferstecher, der um 1748. zu London ver,storben sey, und aber mit dem im Lcx enthalte-nen Maler la Guerre nicht unwahrscheinlich EinePerson seyn dürste.

Lahde (G. L.), Hofkupferstecher zu Kopen-hagen , schon bekannt durch seine Darstellung desbekannten großen Brandes, lieferte seither einzweytes Blatt von der berühmten, auf der dortigenRhede vorgefallenen Seeschlacht, welches der vor-trefliche Sander mit einem schönen historischenGedicht begleitete. Das daraus gelöste Geldwurde zu einem öffentlichen Denkmal der an jenemTage bewiesenen National- Tapferkeit verwendet.Um 180Z. sah man von ihm mehrere (irgendwo»ziemlich gut" genannte) Bildnisse; und ganzneuerlich hatte er wieder den unglücklichen Anlaß,Proben seiner Kunst und seines Patriotismus durcheine: Topographisch - historische Ansicht derBelagerung Kopenhagens von 1807. darzulegen.

* Lahne, s. Laenen.

Lahure( ). Ein solcher wird im HIms-naoü cles Kesux-Xrts von 180Z. ohne Weiteresunter den damals zu Paris lebenden Baumeisternangeführt In dem XII. und XIII. Hefte vonDerournelke's (Iranlls?rix (j'.grclnbücture fin-den sich von ihm, zu einer bedeckten Arena, wo-rinn Winterszeit Nationalfeste gefeyert werdenkönnten, Entwürfe, welche schon in 1796. denPreis der damaligen Regierung erhalten hatten.Xouv. 6. Xrts IV. 69. und 246.

* Laigniel (Niclaus i. Neben Andern, hatderselbe gestochen: Nach Ciro Ferrj eine Verkündi-gung; und nach G. B. Mannekti: St. Peter, derzum Gichtbrüchigcn sagt: Stehe auf und wandle.

Laing ( ), ein wahrscheinlich neuerer

englischer'Architekt, von dem uns aber nichts an-ders bekannt ist, als daß nach ihm eine Villa, imIdeen - Magazin für Gutseigenrhümer undEartenliebhaber (Heft XIXV.) 1806. abgebil-det erscheint.

Lair (Cäsar), ein uns bisher unbekannterKünstler zu Paris , dessen Zeichnung in 1808.unter sieben, welche die im Tübingischen Mor-genblarr ausgeschriebene Aufgabe einer Darstel-lung : Wie Chryses den Apoll um Rache anfleht,zu lösen bemüht waren, den Preis erhielt, undwovon die Behandlung viel Geist verrieth, obschonman derselben mehr Richtigkeit in Formen undAusdruck gewünscht hätte.

* Lairö (Siegmund). Giulianelli S. i 56 .führt ihn als einen Edelsteinscyneider an, welchesglaubwürdiger scheinet, als daß er auf dergleichenSteine gemalt haben soll.

Lairesse (Franz). In der Kais. Galeriezu St. Petersburg findet man (N°. 169h., eineCharitas, welche einem sonst unbekannten Malervieles Namens zugeschrieben wird.

* -(Gerard). Sein Vater ließ ihn

anfänglich in den schönen Wissenschaften, derDichtkunst (?) und Musik unterrichten; alsdannwar er selbst sein erster Lehrer in der Malerei).