Lalbrack.
LaIbrack (Johann). So nennt Gandellmi,ohne Weiteres , einen uns sonst ganz unbekanntenKünstler, der nach dem — eben so dunkeln Schreib,meister Philipp Limosin ein Blatt Schriften gesto-chen hat.
* Lalive, s. Lwe.
Lallte (Stephan). Nach einem solchen (werweiß, wie verdorbnen) Name» führt der Katalogvon Brandes ein großes schön genanntes Blatt:le Messager ststele von L- M. Halbou an.
* Lalouerre oder Lallouerre ( ),
sollte wohl eher l'AUouette heissen. Von ihmkennt man nach S. le Clerc das Titelblatt undmehrere Vignetten zu Botzors ftlstoire mötsl-liqus lle Hollsnäe; nach P. Mignard eine H.Jungfrau, die dem Christ eine Traube reicht; nachRaphael die Madonna von Fontainebleau (lassarcliniero); dann ein paar Bildnisse der H.Baronesse von Chantel und des Ingenieurs A.Jouvin, ohne Namen des Malers.
* Lama (Joh. Bapt.). Derselbe (sagt LanztI. 641.) gieng, gleich seinem Mitschüler, undnachherigen zweyten Lehrer und SchwiegervaterMatteis, hauptsächlich auf ein lieblich gefärbtesLicht- und Schattenspiel aus. Zu seinen gelun-gensten größer« Werken gehört die Galerie desHerzogs von St. Niccola Gaeta. Noch mehrschätzte man seine Stafeleygemälde mit kleinenFiguren, die in Neapel und der Gegend nichtselten sind.
* — — ( Joh. Bernard). In seines zweyten
Meisters Caldara's Styl ist eine Pietä zu St.Jakob der Spanier zu Neapel , ein Bild, das,was wenigstens den Gedanken betraf, wirklichdiesem letzter» zugeschrieben wurde, so richtig undstark war die Zeichnung, so geschmackvoll dieComposition, so mannigfaltig die Stellungen.Gewöhnlich aber liebte er einen sanftern Styl, derSabbatini's nahe kam, und seiner eignen Naturder gemäßere war. Daher stand auch bey ihmz. B. ein Marco di Pino, ein Michel - Angel»(obgleich mit Maaß und Ziel) nur in geringerAchtung. 1 . 5 g 8 . Nach Fiorillo (II.
777—78.) dann legte Lama sich besonders aufdas Studium von Raphael, und wurde eine Ver-klärung von ihm in der Kirche St. Marcello zuNeapel unter seine schönsten Werke gezählt.
Lamandö ( ). So heißt in den Xonv.
6. »rrs II 60 ein neuerer französischer Bau-meister, der, mit andern, dem Architekt Ranso-nette bey dessen Werke: ?lans öcc. cle Lksrpsnts(1802.), durch seine Beyträge behülflich war.Ob er vielleicht mit dem folgenden LamarreEine Person ist?
Lamarre ( ). Ein solcher wird im
Hlmsnack äes IZeaux - ^rts von 180Z. ohneWeiteres. unter den damals zu Paris lebendenBaumeistern angeführt.
* Lambardo (Carl). Derselbe war ein Ade-licher, Civil - und Kriegsbaumeister. Zu Rom baute er den kleinen Pallas!: St. Domenico undSixto gegenüber, der noch vor wenig Jahren derFamilie Pamphili gehörte; dann die Farads vonSt. Franzesca Nomana in Campo Daccino, derenes aber ziemlich an Einheit fehlen soll. Für denKardinal Giustiniani zeichnete er, vor der Portadel Popolo eine jezt (bis auf den Eingang mit denionischen Säulen, die nichts mehr tragen) ganzzerstörte Villa. In 1601. erschien von ihm einekleine Schrift über die Mittel gegen die Tyber-Ueberschwcmmungen, welche aber an ächten hy-drostatischen Kenntnissen sehr arm seyn soll.
si'Lr'a Lö. ter?. 1l. 161—62..
* Lambeler (S.), der Steinschneider, lebtenoch 1727. Mn.
Lamberti. 6öZ
* Lambert (Georg), Landschaftmaler undKupferätzer, geb. um 1710. in der englische» Graf-schaft Kent, und gest. zu London 1766. Er warein Schüler von dem niederländischen LandschafterJacob Haßel, und ahmte Casp. Pouffin und Woo-ton nach Die Blätter von Vivareß, Mason u. a.nach ihm geben einen großen Begriff von seinenMaler-Talenten,^ Hinwieder läßt eine kleine Zahlvon ihm selbst geätzter bedauern, daß er dergleichennicht mehrere gemacht; wie z. B eine Landschaftmit Ruinen, und drey kleine Figuren diese demI. R de Wandsworth zugeeignet, und sehr selten).Ohne Zweifel derselbe Georg Lamberr, nachwelchem auch le Vasseur le hsrcin tolere gesto-chen hat. Rost IX. 170.
— — (Johann), des unten folgenden eng-lischen Generalmajors ältester Sohn, ein Bild-njßmaler, von welchem noch in England vieleArbeit vorhanden seyn soll. Derselbe starb aufseinen Gütern zu Aorkshire. Uns ist er einzigdurch sein selbstgrmaltes und von I. Smith schongeschabtes Bildniß bekannt. Mensel Misc.IV. 10.
— — (Johann Gerlach), geb. zu Frank-furt am Main 1741. lernte bey Iustns Junker,und malte in dessen Manier schöne Frucht - undKüchenstückc. Durch Hang und eigene gute Ein-sichten verließ er späterhin dieses Fach, und legtesich auf Architektur und Mechanik. Eben so ver-fertigte er nach den neuesten Methoden Elekrrisir-und optische Maschinen, und nach Fahrenheit,Reaumur, de Luc u. a. die genauesten Wetter-gläser und viele andre Instrumente. In 1787.wurde er als Lehrer der Mathematik und Zeichen-kunst bey dem Gymnasium seiner Vaterstadt an-
estellt, und trug überdicß den Titel eines appro-irren N)etter-Ableirer-Fabrikanten. Hüs-gen N- A- S. 427. Wahrscheinlich starb er um1804. Eine kostbare Sammlung von Kunstwerkenwurde nach seinem Tode versteigert.
* — — (Joh. Heinrich ) geb. 1728. indem ehemals Schweizerschen Mühlhausen, wardaus sich selbst eins der größten Lichter der Welt.Seine Entdeckungen in dem Komekensysteme er-heben ihn zu den Kvpernikus und Newton. Dannlehrte er (und gehört deßwegen hieher) noch be-sonders die Perspektive, und die Photometrie aufeine eben so einfache als einleuchtende Weift.Seine beyden dießfälligen Werke erschienen, letztres1760. erstres 177Z. in 8°. mit Kupfertadellen«Lamberr starb zu Berlin 1777. als Professor derMathematik, und Liebling des großen Friedrichs«
* — — , von Amsterdam , ein Ma-ler, dessen Guicciardim I. 187. unter diesemNamen gedenkt, der aber wahrscheinlich kein An-drer als der L- van Dorr des Lex. ist.
— — ( ), General - Major in
englischen Diensten, des oben angeführten Jo-hanns Vater, ein Dilettame, und selbst ein gurerBlumenmaler, der diese Kunst wahrscheinlich vonBaptist Gaspars gelernt harte, de» er, alö derselbezur Zeit der bürgerlichen Kriege nach Englandgekommen, in seine Dienste nahm. Arbeiten vonLamberr sollen sich noch um 1780. in dem Hausedes ehemaligen Herzogs von Lead zu Wimblclowbefunden haben. Meusel Misc. IV. 10.
— — ( ). So wird auch rm Hl-
niÄlmcb öes fteunx-Hrts von 180Z ohne Weite-res, ein damals zu Paris lebender Miniaturmalergenannt. Ob es derselbe sey, nach welchem A.Legrand den Winter und Flora, Ceres und Bacchus(die vier Jahrözciten) gestochen hat, die in demKupferkatalog von Joubert und Bance (1806.)erscheinen, ist uns unbekannt.
* — — , s. Surermann.
Lamberri (Anicllo, d i. Angelus), einuns sonst unbekannter Kupferstecher oder Kunst-