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Lampitt.
nen Elisabeth und Mariana verschafften ihm seinenRuf nach Wien , wohin er sich nunmehr begab.Hier benutzte er alles Schöne, was die dortigenKunstgalerien zumal in seinem Fache so reichlichihm darboten, und zog sich daraus und aus derNatur die ungezierte wahre, aber dabey so gefälligeDarstellungsart, welche seither seinen Bildlichenden Beyfall aller Kenner erworben hat. I. I.1786. wurde er zum Professor und Rath der Aka-demie der bildenden Künste ernannt. Im folgendenJahr ward er nach Warschau , und i. I. 1791. nachPetersburg berufen, wo er die Kaiserliche Familiemalte, dafür fürstlich bezahlt, und zum freyen,theilnehmeuden Ehrenmitglied der dortigen Aka-demie ernennt wurde. Erst i I. 1798. kehrte erwieder nach Wien zurück, wo er, nebst seinerNachkommenschaft, in deuReichsritterstand erhobenwurde. Immer der Natur getreu hat Lampi'sDarstellungsart durchaus nichts, was man Maniernennt Seine Bildnisse sind eben so richtig gezeich-net, als bedeutend in der Wahl der Stellung,geistreich im Ausdruck, und wahr in der Farbe.Seine geschmackvollen Drapperien sind immerübereinstimmend mit dem Costum, und obschonman in allen seinen Werken eine genau bestimmteVollendung wahrnimmt, so bemerkt man dochdarum nichts Aengstliches oder Gelecktes, sondernüberall herrscht ein leichter und sanft fließenderPinsel. Lüßli Annalen II. S. 72 — 78. ZweyvortreflicheBildnisse, welche dieser, unsersWissens(1807.) noch lebende Künstler von dem Herzog undder Herzogin von Südermannland, wahrend ihremAufenthalte zu Wien malte, und die nachwerks inStockholm öffentlich ausgestellt wurden, hattenihm auch die Stelle eines auswärtigen Mitgliedsder dortigen Akademie erworben. Um i8uZ. sandteer nach St. Petersburg das Bildniß des FürstenSubow in Lebensgröße, welches derselbe — un-glaublich zu hören! mit zweitausend Louisd'orbezahlt haben soll. Meusels Archiv l. 90.wo er durch Druckerfehler Lanipi der Vater heißt;welches Letztre übrigens auf einen uns unbekanntenSohn deutet, der ebenfalls die Kunst geübthatte. Nach ihm hat, neben Andern, I. Pichlerdas Bildniß des letzten Königes von Pohlen, indeutscher Kleidung (179g.), meisterhaft in Schwarz-kunst geschabt. Dann ist wahrscheinlich ein irgend-wo genannter Joh Bapr. Lampo, nach welchemauch C. Bassano gestochen haben soll, kein Andrerals unser Lampi.
Lampin - E. E.). So nennt der Winkler-sche Gantkatalog einen uns sonst unbekanntenLandschaften - Zeichner , Kupferstecher und Aetzeraus Nürnberg , von welchem er iZ von 1727—Z2.datirte Landschaften, ohne Urtheil anführt.
* Lampzrveerde (S- A. van), hieß Sümon Alton, Zeichner und Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, geb. zu Utrecht . Man kenntnur Bildnisse meistens holländischer Gelehrter vonihm, die sich der Manier von Suyderhoef nähern,welche er theils nach seiner eignen Zeichnung(wie z. B- das bey Brandes schön genannteder A. M. von Schurmann 1607 ), theils nachH. Bloemart, G- Düffeit u. s f. gestochen hat.Ohne Zweifel ist dieser Künstler derselbe, welcherin einem Verzeichniß meines sei. Vaters ausdrück-lich Stephan heißt, und von welchem dort (ebenso, wie ini UAnklerschen Katalog) ein schon von16)7. datirtes Bildniß nach I. van Zuylcn ange-führt wird, so daß das Datum seiner Geburtb,welche Rost VI. 261. um 16^0. (andre denn dochum 16Z0.) angeben, namhaft irrig seyn müßte.Sein uns bekanntes spälhesi bezeichnetes Blattträgt die Iahrzahl 1669. Seine Arbeiten warengewöhnlich mit 8. H.. U. so. bezeichnet.
* Lamsvelr (I.), hieß Johann. Geb. zuUtrecht , 1660. Sein Styl nähert sich dem vonRomain de Hooahe. Neben einigen Bildnissen(von denen der Katalog von Brandes diejenigendes Pensionnairs Ioh. de Witt, Evrn. Pieterszoon,
Lanchenu. 665
Hooft, G. Cassandre's, und H. Duifhuis schönund selten nennt), führt Rost VI. 2ö'. von ihmdie Belagerung von Tournay durch den Herzogvon Marlborough und den Prinzen Eugen an.Johann, nicht L- de Leeuw, neben ihm, hat dieBildnisse zu le vassor's rkistoirs llo l-ouis XIII.gestochen.
* Lana (Ludwig). Sein erster Lehrer war
Hypolit Scarsellini; dann ahmte er freylich Guidound Guercino nach, und hatte ebenfalls den wirk-lichen Unterricht dieses letzter» genossen. Zu seinenberühmtesten Gemälden gehört dasjenige in derChiesa nuova zu Modena , welches diese von derPest befreyte Stadt zum Gegenstand hat. Com-position, Zeichnung, Stärke des Colorits, Har-monie, Neuheit und Reichthum der Bilder —Alles ist daran zum Bewundern schön. Seinenzweyten Lehrer, Barbieri, ahmte er, doch ohneSklavcrey, nach; seine Tousche, seinen Geschmackin Allem, nur mit etwas minderer Kraft; inlebhafter Regung bisweilen den Lintorett, odervielmehr seinen ersten Meister Scarsellini; imColorit und in den Ideen seiner Kopfe hingegenist immer etwas Originelles. Zwischen Pesariund ihm herrschte stets eine gewisse Rivalität, bisendlich dieser letztere nach Venedig gieng, er selbsthingegen zu Modena blieb, und dort eine Akademiestiftete, welche durch ganz Jtalen berühmt ward.Noch ist auch heut zu Lage zu Bologna und inden benachbarten Städten sein Ruf nicht geringe,und selbst in dem untern Italien nicht erloschen.Was man indessen in Galerien am meisten vonihm sieht, sind alte Mannsköpfe, welche einenmajestvsen Charakter tragen, und mit vielerKühnheit gemalt sind. II 278—79 Cir
radella III 107. und Tiraboschi S 254. gebendas beßte Verzeichniß seiner Arbeiten. Der erstreglaubt, die Ursache seines frühen Todes in derFeindschaft zu finden, worin er mit zwey andernmodcncsischen Künstlern (Haun. Passen und Ioh.Dapt Livizzani) gelebt habe, wessen hingegenAndre keinerlei) Erwähnung thun. Von dem ein-zigen seiner Bilder, welches sich in dem National-Musäum zu Paris befindet (Chlorinden's Todnach Lasso), s man die Beschreibung, Beurthei-lung und eine Abbildung im Umrisse, bey Lands»Anna!. Vlll 19. «Hätte" (beißt es dort' «derMaler seinen Figuren mehr Adel und Ausdruckgegeben, so wäre er weniger unter dem Dichtergeblieben. Wohl ist Clorinden's Kopf mit c nergewissen Empfindung gemalt, aber die ganze Figurdennoch von plumper und gemeiner Zeichnung.Wenn diejenige von Tancred mekr Zierlichkeit hat,so ist sie hingegen von einer Kalke, welche wiederalle Wirkung zerstört. Dafür ist das Coloritkräftig, der Pinsel fest, und alles Detail mitgroßer Sorgfalt behandelt. Dies Gemäld hat 4 '0" in die Höhe und 5 ^ »1 die Breite. Zu seinenselbst geätzten Blättcm gehöre» ein St Scvastian,dem die Kayserin Irene seine Wunden verbindet,und 6. Dl. Arbeiten des Herkules. FäorlUo II.6 Z 4 - 25. Wa/üt'j'tc.
* Lanchares Anton von) war e nicht, wiedas Lex. sagt, ein Schüler, sondern) Mitschülerdes Euaenio Caxes, bey Patrizio Caxes, undmachte so schnelle Fortschritte, daß er jenen baldeinholte, und eben daher ihre Arbeiten öftersverwechselt werden. Unglücklicher Weise sind ei-nige seiner schönsten Produkte zu Grund gegangen.Doch sieht man noch von ihm im Kapnei derKartkause von Paular eine Himmelfahrt Cbristr,und eine Ausgießung des Geistes, die seine»Namen unvergeßlich macht n. Auch aibeüere erim Kloster des Calzados zu Madrid , wo er1668. (nicht 164».) verstorben ist. FiorlHoIV. 127.
Lanchenu (Ioh Franz), Baumeister zuParis um 1700 Derselbe gab die Zeichnungzu dem Portal der dasigcn Kirche S. Pierre desArcis. F-'ice D IV. p 274.
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