68o Laurent.
* Laurent (Andreas), geb. zu London 172«.lernte zu Paris bey le Bas» und st. daselbst 17/,».So bey ZZasan (kd. seo.) wohl sehr fehlerhaft,da es zugleich heißt, er habe mehrere Jahre inParis zugebracht. Der Abt de Lonrenai setzt denTod dieses Künstlers wohl richtiger um 1780. an,und sagt freylich auch, daß er, ein Opfer seinesungemeinen Fleisses, in Mitte seiner rühmlichenLaufbahn verstorben sey. Seine Gattung (heißt esdann dort weiters- waren besonders Ekarbeiten,die er sehr geschmackvoll mit dem Grabstichel vollen-dete. In seinen Blättern bemerkt man eine feine,leichte, aber zugleich kühne und geistreiche Nadel;überdieß eine gelehrte Zeichnung, und vielen Aus-druck. Auch die Malerey übte er mit Erfolg, undwidmete sich nebe» dem der Mathematik und andernmit der Kunst verwandten Wissenschaften. Zu seinenbeßten Blattern gehören: Saul der die Pythoniffinbefragt, nach S. Rosa, eine Conversation nachTeniers , und les Ldieux und In filoisson nachWonwcrmanns, von welchen ein achter Kenner(M e u se l s Urch. I. Z 62 6Z.) das erste ein schö-nes, fieiffig gestochenes Blatt, das zweyte dagegenunbedeutend nennt. Heinecke Ideo^enörsle nenntdiesen Laurent wohl irrig unter den Stechern der(erst 12. Jahre nach seinem Tod erschienenen) 6a-leris ds Versailles . Noch Will Basan l. c vonihm schöne Etzarbciten nach verschiedenen Meisternfür seinen Lehrer le Bas kennen. S. auch untenA. Lawrence.
— — — — — So heißt auch irgendwo,ohne Weiteres, ein französischer Maler, nach wel-chem P. Düpin das Bildniß von I. Claude undN. Hadert dasjenige von A. Charpin, Bischöfenvon Limoges , gestochen habe.
— — (Heinrich). Nicht unwahrscheinlich desunten folgenden perersSohn, ein neuerer franzö-sischer Zeichner, Kupferstecher und Etzer, der seiti8o).in allen obigen Eigenschaften für das IVlusösLran^ois gebraucht wurde; nämlich, im
XXIV. Heft, als Zeichner und Stecher einer antikenStatüe: 8scritic.2teur.
XXVIII. ^ als Etzer des Blatts: ls ksccage, nachPotter, von Swebach gezeichnet, und von P.Laurent vollendet.
XXXII. „ als Stecher einer: Halts lle iZolismisns,nach Bourdo», nach Marchais gezeichnet.XI.. als Zeichner und Stecher einer von Paccatiergänzten antiken Statüe eines griechischenPhilosophen, irrig Phocion genannt.
Endlich auch, als Zeichner von Carl Chatillons Bild-niß des Kaiser Napoleons von Audorien, (wohl P.Andorn) DüpleM-Bertaux u. Bovinet gestochen, u.ausführlich beurtheilt inMeu s. Arch- II. 5 .101-2.
— — (I. A-), vielleicht des Obigen Sohn;ein junger französischer Künstler. Nach ihm gabenim 1 .180/z. Roger und Mecou zwey artige colorirteBlätter;: n la kesute ot ä in Volupte. Amor,
'der aus dem Schooß einer Rose entschlüpft, undAmor der in einem Weinglase schwelgerisch schlum-mert, wovon indessen das erstre das zweyte anReiz weit übertrift, welches letztre gemalt imPariser-Salon von 1804. aufgestellt stand. Ob ein,dem ^lmanncli des össux-Arts von 1802. zufolge,damals zu Paris lebender Miniaturmaler diesesGeschlechts mit dem unsrigen Eine Person sey, istuns unbekannt Zuverläßig hingegen ist er derselbe,welcher irgendwo einer der vorzüglichsten (1807.)lebenden Bildnißmaler zu Paris genannt wird,nach welchem P. Audoin dasjenige der KaiserinJoscphine (unten die Kaiserkrönung in Basrelief )von ihm nach der Natur äusserst kenntlich gemalt,vortrefiich gestochen hat
* — — (Johann). Unter diesem Namen willprange irgendwo den I. Laurenz Berninigefunden haben.
— — (L). So heißt ein neuerer französischerZeichner und Kupferstecher, der (wie wir glauben)
i) Ein kurzes aber sehr richtiges, und durch Erfahr»dieses Prachtwerls giebt die AUg. Runjrzeitung 8.
Laurent.
mit keinem der übrigen Künstler dieses Geschlechtszu verwechseln ist, es müßte denn mit dem vor-stehenden Heinrich seyn» (vielleicht ein Sohnperers), der erst seit 1807. für's 1 .lV. Heft desMusee Francois die Bildsäule einer RömischenJungfrau, und für's 6V. Heft St. Peters Martervon Titian , beyde nach Bouillons Zeichnung, undletztres so wacker gestochen hat, daß sich Vielesvon diesem jungen Künstler erwarten ließ.
* Laurenr (Peter), Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, geb. zu Marseille um 17/ch.und zu Paris wohnhaft, wo er besonders Land-schaften und Seeprospekte mit Erfolg lieferte. Der-gleichen führt Rost VIII. 201. und ein Verzeichnis;meines sei. Vaters eine ziemliche Anzahl nachBerghem, Deshais, Dietrich, van der Docs,koukherbourg , Macht), Roos und Vernet an;dann Gattungsstücke nach Boucher, Grenze (dasBenedicite') du Jardin — ferner Ernsthafteres, wiez. B- den Tod des Chevalier d'Assas nach Fr. Casa-nova, und dessen Pendant: la Valeur röcom-pensöe nach de Marne — la kttrilantropis onl'Hmour de 1 a ?atris, nach Metay, von Cochingezeichnet, und endlich auch ein Bildniß des ArztesA. Petit nach Pujos an.
In neuern Tagen dann kannte man von ihn«:Für das Prachtwerk des IVIusee b'rancois:
VIII. Heft. le INanexe, nach NCourverman», vonSwebach gezeichnet und von Malbcstevorläufig geätzt.
X. » eine Mufe, nach le Sueur, von Duchemin. gezeichnet.
XII. » eine zweyte Muse, nach Ebendems. vonDemselben gezeichnet.
(Diese beyden gemeinschasllichinit P.Audoiugestochen.
XVIII. » Loup äs 8 nlsil, nach Ruigsdael, von Swe-bach gezeiä-net.
XIX. „ eine dritte Mute, »ach le Sueur, vonGallier gezeichnet.
(Diese wieder gemeinschaftlich mit p. Audoingestochen.)
XXV. » eine ÄuSsicht von Flandern , »ach vanGoyen,von Swebach gezeichnet.
(Diese von Beanjean geatzt, und von unsermLaurent vollendet.)
XXVIII. » ls Vacsage, nach potter, von Swebachgezeichnet.
(Dieß von H Laurent geätzt, undvvndemunsrigen vollendet.)
XI.IV. „ die Ruinen des Coliseums.-nach Berghem,
von Marchais gezeichnet.
XI.VI. „ les IZoeuss prss »l'nne Llmumisrs, nachpotter, von Swebach gezeichnet.
I.II. „ In Vie cliampstrs, nach Fett, von Marschais gezeichnet.
(Dieses letztre noch im I. >807.)
— — ( ), ein Bruder des Obigen, soll
demselben bey mehrern von dessen Arbeiten geholfen,dann aber für sich englische Blatter copirt haben.Lei!«» Ld. sec.
— — ( ). So heißt auch ein Bildhauer
von Mecheln , Schüler von G. Gibbons.
— — ( ), aus der Pikardie. Und so end-
lich nach Fiorillo III. 106. ein französischer Künstlerdes XVI. Jahrhunderts, den er, nebst vielen an-dern, unter die Schüler, oder vielmehr unter diesklavischen Nachahmer von Rosso nnd Primaticciozählt.
— — ( )- Wer sind nun aber, nach alle
Diesem, der Laurent Vater und Sohn, die dersvmsnncü dos öesux-Arcs von 1802. unterden damals zu Paris lebenden Kupferstechern:Jenen als Herausgeber des Musöe k'inn^ois *)und Stecher der Sündfluth nach Pouffin,und diesen als Aetzer kennt? Wohl unstreitig,daß erstrer mit obigem Peter, und lctztcer mitHeinrich oder L- Einer und derselbe sey; odervielmehr wird der Stecher nach Poussin ausdrück-lich p. Laurent, und dieß in 1801. (ä 24 p.) cr-
>g vollkommen bewährtes Urtheil über das Unternehmen802. S. 2^5—42.