L a u r e li t i a »r i.
Lanri.
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schienenen Blatt IN den dlouvslles des Lrts I.166. als vorzüglich genannt. *)
* Laurenriani oder Lanrenzianl (Ja-kob). Nach Caldara kennt man von ihm: DenTod des Perillus im glühenden Ochsen, und ei-nen Mucius Scavola (beyde waren an Häuser-Fa<^aden zu Rom gemalt); dann das mit Juwelengezierte güldene Crucifix in der St. Pelerskirche zuRom , auf zwey großen Blättern geatzt.
Laurenrii (Franz). So nennt Tiri, ohneWeiteres, einen Geschichtsmaler, der zu Rom ge-arbeitet habe.
* Laurentinl (Johann) genannt Arrigom.Im Rosario zu Forli vollendete er nach Franz vonModigliana's Tode die dortige Arbeit des letzten,;ganz von ihm ist ein Tod Adels- Besonders ge-rühmt werden von ihm: Die Marter von St.Johann Baptist« bey den Augustinern, und vonSt. Johann und Paul, in der Kirche dieses Na-mens, Alles zu Rimini . Das schöne Ideal, mitwelchem sonst noch auch die mittelmäßigern Zög-linge der römischen Schule gefielen, war zwarnicht seine Sache; dennoch besaß er ein Talentfür die größern Compositionen, einen regen Geistund Freyheit des Pinsels — brachte mit seinenSoldaten, Pferden und Kriegsapparat in seineWerke ein solches Leben, daß er's mit Manchen,welche unter den Päpsten Gregorius und Sirius zuRom arbeiteten, noch aufnehmen durfte. Lansr11. 2
Laurentron (Cäsar). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher, welcher Bild-nisse , wie z. B. vom Grafen B. Arcsi, nach A.Sant Agostmi; vom Grafen I. A. V. de Secca-Borella, »ach C. Fiori, und von einem M. A.Malaresta, nach L. ILV. gestochen hat.
Auferweckung Lazari, nach Dietrich; einige Köpfe,nach B. Rode; und vier Blatt Kinder, »ach P.Troger an.
Laureoli ( ). So heißt irgendwo ein
Kupferstecher, von welchem mau die Abb ldungeines in 1729. bey Anlaß der Geburt des Da 1-phins, zu Versailles abgespielten Feuerwerks, nach
1. A. Mcissoniers Erfindung kennt.
* Laurer ( ), ein Bildnißmaler in Pastell
aus dem Zweybrückischen, lebte um 179h zuDresden . Von ihm heißt es in Meusels 11 .25z. »Da er ganz glücklich im Treffen ist, und— auch Beyfall am Hof erhalten hat, so ist erreichlich damit beschäftigt. Er nimmt für einOvalportrait, ungefähr eine — Elle hoch, mitGlas und Rahmen, 10. Thaler. In Leipzig alleinsoll er einige Hundert dergleichen verfertigt haben.Jezt ist er gesonnen, nach Berlin zu gehen."Weiteres haben wir nichts von ihm vernommen.
* Laureri oderLaurerri "Thomas). Der-selbe war zn Palermo gebore», vervollkommnete sichaber zu Bologna , und arbeitete daselbst mehreresGeschätztes. Unter der Regierung Clemens Vlll.bildete er die Geschichte des Brutus in dem zweytenSaale des Capitals ab, was auch bey Lanzi ll.
2. 38. eben so wie sein Plafond im Hause Viz-zani zu Bologna gerühmt wird, welchen letzternP. Dann in seinem Commentar zu Vignola'sPerspektive ein Werk in seiner Art ohne Gleichesnennt. Andre seiner Compositioneu mit einerMenge bizarrer Figuren läßt Lanzi auf ihremWerth oder Unwcrth beruhen, und legt dafürnoch unserm Künstler das Lob bey, daß er einkräftigerer Coloriste, als die meisten seines Zeit-alters, war. Die besten Nachrichten über ihnfindet man bey Baglioni S. 68. u. ff. J'isriUo11 . 794 .
Laurentins (Franz). Und so, ebenfallsohne Weiteres, bey PHinkler, ein VeronesischerMaler, nach welchem I. Volpato einen Apoll amFuß einer Säule (vor ihm drey emblematischeFiguren) gestochen habe.
— — (Jacob), s. Laurentianus.
* Laurenz (F. D.). So nennt Basan(Ld. sec ) einen deutschen Kupferstecher, welcherin Tuschmanier nach Rvttenhammer u. a gestochenhabe, und aber wohl kein andrer als der nach-folgende Joh. Daniel ist.
* — — (Joh. Daniel). Von ihm heißt eszum Theil nach Heinecke's Nachrichten I.60—61. bey Mensel 1 . II. „Sein Vater, deraus Preußen nach Berlin zog, halte das Email-malen gelernt, worinn auch seine älteste Tochtererfahren war. Diese heurathete nach ihres VatersTode den Schmelzmaler Brecheisen, nahm ihrenBruder zu sich nach Wien , und unterrichtete ihnim Zeichnen und Miniaturmalen. Alsdann lernteer weiter bey Bournaut u. s. f. und studirte da-neben fleiffig in der Akademie. In 17)7. kamer nach Berlin zurück. Da die Email- um dieseFeit ziemlich aus der Mode gekommen war, legteer sich jezt auf Waffermalerey, und wurde sodannzum Lehrer der Zeichenkunst bey dortiger Realschuleangenommen. Als Kupferstecher endlich^ stellte erseit 1770. in Gesellschaft von I. L. Rrnger eineSammlung geätzter Blatter aus Licht, wovon dasin 1780. erschienene fünfte Heft von 6 Bl. aus-schließlich seine Arbeit war." Seine 26. Blätter nachRembrandt sind theils aus der Kais. Bibliothek zuWien , theils aus derjenigen des Prinzen Eugen,und führen zum Titel: lleeueil de dill'örens Sujetsd'etudes d'sprös les llessms cle Kembrrrndt.
Darunter: Der Astrologe. Er lebte noch um1789. Auch winkler (1802.) zeigt nicht sein To-desjahr an. Heinecke (1. e.) fuhrt von ihm eine
» Lauri (Franz) Sein Lehrer Sacchi (heißtes bey Lanzi 1 . 5 Z j.) glaubte in ihm einen zweytenRaphael zu erziehen, und wirklich würde er be-wunderungswürdige Dinge geleistet haben, wennihn der Tod nicht zu frühzeitig hinwcggeraffkhatte. In dem Saale der Crescenz! sieht man vonihm drey Göttinnen in Fresco, die solches bezeu-gen. Anderes kennt Lanzi wenigstens nichts vonihm. Er soll auch dem großen Claudius Geleein Staffirung von dessen Landschaften behelfengewesen seyn. Fiorillo 1. 201.
— auch de La urier (Peter). Vonseinen Arbeiten findet man bey den Kapuzinern undanderwerts zu Bologna . Seine Pastellgemäldewurden oft von seinem Lehrer Guido ausgebessert,und überhaupt tragen seine Bilder ein gewissesGepräge dieses letztem. kämest II. 2. 114.
* — — (Philipps, Bruder von Lranz DieFranzosen nennen ihn Lor. So zierlich (heißt esbey Fiorillo I. 181.) auch die Kilderchcn sind,welche man von ihm in mehreren Galerien aufbe-wahrt, so ist doch der Geschmack darin vollkommenflamändisch; Alles ( setzt Lanzi 1 5 Zj. hinzu ) istmit vielem Geist toccirt, saftig colorirt voll leb-hafter, freylich bizarrer, oft carricaturirtcr Vor-stellungen. Seine Lieblingsgegeustande warenGeschichten mit Landschaftsgrunden, im Kleinen.Bisweilen machte er sich indessen auch an Größeres,und selbst Geistliches. So z. B. besaß ein gewisserGolz von ihm die wahre Juwcle eines Sr. Taoerius,welche selbst von Mengs bewundert wurde; und einigeseiner schönen Landschaften m Fresco hat der PallastBorghese zu Rom . Neben dem war er bekannt-lich, wieLranz, einer derjenigen Künstler, durchwelche Cl. Lorrain seine Werke mit Figuren staffircnließ Bey Lands» Annal . X 27. findet sichvon ihm der schöne Nekrolog: „Er starb, 71. I.alt, ohne zu denken, daß er alterte, so gut wußte