Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
683
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Lautensa ck.

das Lex. so: Daß sein Buch voin Winkclmaaß undRichtscheid u. s. f. zuerst i 55 Z zuni zweyten Mali 5 (jH und ein Theil davon, nämlich eben dieUnterweisung zum Gebrauch des Cirkels und^lchrscheids 1618. zum drittenmal erschienen sey.

* L a u r e n sa ck (Paul), der Aelrere genannt,dessen das Lex. unter dem Art. Heinrichs gedenkt,Goldschmied, Maler und Kupferstecher, war geb. zuBamberg nicht zu Nürnberg , starb aber inletztrer Stadt i 56 i. sl^c. Woher ihn Malbestezum Vater der beyden Obigen macht, was übrigensvon Hans Sebald seyn kann, ist uns unbekannt.Ihm eignet der winklersche Katalog ganz irrigzwey seiner eigenen Bildnisse zu, welche beydezur Unterschrift: Hetsr.. I.XXIV. i 552 . führen.Eben so den Christ zwischen den Schachern, undeinen Gott Vater mit der Papstskrone, der mitder Rechten den Segen giebt, und mit der Linkendie Erdkugel halt (i 558 .), welches aber, seinenMonogrammen nach, offenbar Alles den beydenobigen Hans Sebald und Heinrich zugehört.

* Laurherburg, st Lourherbourg.

*Lauvemonr (Franz de). Nach Basan(L)ci. 8«c.) geb. zu Revers 16^8. Von ihm kenntman, neben Anderm: Eine Marter St. Stephans,nach Beregnn; St. Franz Lavier, der für diePestbehafteten bittet, nach C. Ferri; eine Reini-gung Maria, nach Maratti; und eine Drcyeinig-« keit in der Glorie, nach F. Mola.

Zwölf Apostel von ihm , nach Lanfranco's Fresco-gemalden in der Karthäuscrkirche zu Neapel , führtFäßli II. 3 j 5 . an.

Lauvers (C-), ein Kupferstecher; liefertedrey Blatter : Eine Trink-und Gpielgcsellschaftdie Dorfmusikanten und eine Bauern-Lustbar-keit, in der Größe der Gemälde. Lebte noch 18 .Nicht unwahrscheinlich gehört derselbe zu derFamilie der gleich folgenden Lauwerts.

* La uw ( ), der Schwarzkunststecher,

hieß Iones.

Lauwerts (Conrad), jüngerer Bruder desnachfolgenden rJiclsus, ebenfalls Zeichner undKupferstecher, geb. zu Lausa im Hennegau umibsZ. wohnte wie jener zu Antwerpen , und stachebenfalls ziemlich gut Geschichte und Bildnisse.So B. den weinenden Petrus und ein großesCrucifix, nach I. Cofflers; Ellas, dem ein Engelseine Nahrung bringt, und eine Kreuztragung,nach Rubens ; eine H. Familie in einer Landschaft,nach Schiavone: Dann von Bildnissen z. B. denA. O.uellinus, nach von Duys; den BildhauerVerbrugghen, nach E. Quellinus; die um 1652.getauften Kaiser und Kaiserin von Monomotapa,ohne Namen des Malers. Rost VI. 134 35 .

* (Niclaus), Zeichner und Kupferste-cher, geb. zu Lausa um 1620 und wohnhaft zuAntwerpen , wo er mit den geschicktesten Stechernvon Rubens wetteiferte Man halt ihn für einenSchüler von Paul Pontius , dessen Styl er mitErfolg nachahmte, ohne ihn doch in den großenWirkungen des Ganzen zu erreichen. Sein Beßresist ohne Zweifel nach Rubens . So z. B. dieAnbetung der Könige, ein Ecce Homo (das inspätern Abdrücken den Namen Bolswcrts tragt,und dessen auch Füßli IV. i 55 . unter den bcßrenBlattern nach Rubens Erwähnung thut), eineAbnchmung vom Krentze, und der Triumph desneuen Gesetzes, auf zwey Platten. Dann eineGcsellscbaft von Trinkern und Rauchern, nach G.Seghers (eines seiner Hauptblatter, und Pendantzu Bolswerths Vcrlaugnung Petri); und Jupiterund Merkur bey Philcmon und Baucis, nachJordaens . Endlich auch Bildnisse, wie z. B. derInfantin Jsabella von Spanien , nach Rubens ;des Marschalls Blancartis, nach van Dyck u s. f.Rost VI. i 33 - 3 (,. Er arbeitete auch an der be-kannten Brüßler-Galerie, was seinen Ruhm ebennicht hoch gebracht halte.

Lazarini. 6gZ

Lauzau ( ). So heißt im älmanack

6 t -8 llsaux-Vrts von i 8 oZ ein Adjunkt der Ad-ministratoren von dem sogenannten ülusee spöcialcle Vor 8 uille 8 , und Aufseher über die dort ver-wahrten Zeichnungen. Ob er selbst ausübenderKünstler sey, ist uns unbekannt.

* Lawranson, s. Lauranson.

Lawre nce (A.) So heißt ein , man weißnicht recht, ob nach seinem Ursprünge englischeroder französischer Kupferstecher, der nach Wou-wermanns: tks Oeack ok tke 8 tag (einen er-legten Hirsch im Zirkel seiner Besieger) geätzt hat,welches nachher T. Ma/or vollendete. Ein be-währter Kenner in Meusel's Arch. III. 64.nennt solches ein schönes, fleißig ausgeführtesBlatt, welches alle Achtung verdiene, obschon diePferde nicht von erheblicher Bedeutung seyen.Uebrigens vermuthen wir nicht ohne Grund, daßdieser K ünstler mit dem oben angeführten AndreasLaurenr Derselbe s y da nämlich, auch Rost IX.s. v. Major ermeldtes Blatt anfuhrt, und dorteben den Aetzer desselben A- Laurenr nennt.

(F ), ein wahrscheinlich noch lebenderenglischer Maler, der zwar schon vor 1783. einenNamen hatte, und aber in den neuesten Tagenbesonders wieder auftrat. So sah man z. B.auf dem Londner-Kunstsalon von 1802. (demje-nigen, wo der schöne Toast ausgebracht wurde:Auch mitten iiuRriege zwischen den Völkern,Friede unter den Künstlern!) von ihm Bildnissein Lebensgröße, und zwar (heißt es) noch vor-züglichere als bey ähnlichen frühern Anläßen,aufgestellt (X-IUV. cle8 /Zrt8 II. 236 .). Eben sowurden auf dem Salon von r 8 o 3 seine Bildnissedes alten Staatökanzlers Thurlow, deS Gerichks-rednerö Makintosch, und LordStanhope's, zu dembeßten Vorhandenen gezählt; hingegen bemerkteman von ihm dort noch ein Paar andre Bilderzweyer, auch in Zeitungsartikeln und Carricaturenverewigter Schönheiten (der Miß Lambs und derLady Campbell), welche die Allst- Runstz. 8».8 o 3 . (S. 249.) »in sehr theatralischen Attitüdenund grellem Colorit gemalt" heißt. Bey der Aus-stellung von i8c»4. sah man wieder dasjenige derLady Elis. Foster u. a. Nach ihm gestochen kenntman ein schönes Schwarzkunstblatt: IVrs. diä-lon,in tke Cllsraotor ok 2 »ra in tlle IVIournin.^ stri-äels, von R. Smith (i /83 ), und das Bildnißdes Prinzen Wilhelm Heinrichs, als Schiffs-haupimanns der Andromeda, von E. Scott.

* Lawrenson, s. Lauranjon.

* Lawrie, s. Laurie.

Lazari, s. Lazzari.

* Lazarini oder Lazzarini (Gregorius)st nach dem Suicla üi Venexia schon 1730 75. I.alt, nach Zanerti erst 1757ixj" Wir haltendas erstere für das richtige. »Derselbe" (heißt esbey Lanzi II. r. 2 o 5 6 .) »verließ nicht bloß dendunkeln und gemeinen Styl seines Meisters Fr.Rosa, sondern verbannte ihn auch aus der venc-tianischen Scyule, von welcher er durch die Rich-tigkeit seiner Zeichnung gleichsam der Raphael ist.Aus seinen Werken sollte man glauben, daß er zuBologna , oder vielmehr zu Rom gebildet worden;und doch hat er Venedig niemals verlassen, undwurde eben deßwegen um so viel mehr, z. B voneinem Maratti bewundert, der sonst mit der Be-lobung seiner Zeitgenossen sparsam genug war."Von seinem Patriarch St Lorenzo Giustiniani,dessen auch das Lex. erwähnt, heißt es: Es seyfür Geschmack in der Composition, Eleganz derUmrisse, eine gewisse schone Originalität undMannigfaltigkeit der Köpfe und Stellungen, dasvorzüglichste Oelgemalde der venetianischen Schuledes XVlII. Jahrhunderts; und dabey sehr kräftigcolorirt, was sonst nicht immer sein Fall war.Auch seine Sraffeleygcmäldc von kleinen Figuren

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