Band 
Zweyter Theil [2].
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685
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Lazzari.

seither durch den Druck bekannt gemacht worden.Aus denselben ficht man, wie er alle Plane derschönsten Gebäude, welche ihm zu Gesicht kamen,und eben so alle Theile des menschlichen Körpersgezeichnet hatte. Neben dein enthalten sie Ab-handlungen über die Regeln der Architektur undPerspektive. (b)8. terr. I. p. 182-90.)

I 2333. beyde, was das Geschichtlichebetrifft, wesentlich nach vasari. Nach seinenBauten kennt ein Verzeichnis; meines sei. Vaters:Hrcbitetturg «jells kasitioa äi 8. pietrc» liom.684 von M. Ferrabosco; dann die dortige Kuppelbesonders von A. Cpecchi bey Bonnam H. I'. V.p. 54. Den Hof des Belvedere von H. vanSchoel,nebst mehrern Blättern ohne Namen des Stechers,von seinen Kirchen und Pallastcn, wie z. B von Ra-phaelsPallast; und endlich Architektur-Ornamente,die mit ilsl. et so. signirt sind; wie denn auch Gan-dellinl bemerkt, daß sich dergleichen von ihm fin-den. Noch müssen wir bemerken: daß pagavein seinen Anmerk. zu der neuen Ausgabe desvasari von Brainanre's Geschichte ein Paarganz von den gewöhnlichen abweichende Datagiebt, und nämlich behauptet: Er sey schon alsein ganzer Meister, und nachdem er bereits impäpstlichen Staar Kirchen und Pallaste gebaut, in1476. nach Mailand gekommen, und dort bis aufden Fall LudovicMoro's (1)99.) geblieben; theils indem Dienst dieses Fürsten , welcher ihn mit einemansehnlichen Gehalt besoldete, theils für Partiku-laren, habe er bort vieles als Baumeister undMaler gearbeitet. Ueber dieses sein zweytes, odervielmehr erstes Kunstfach bemerkt dann Lanzi II.1. 898 -99. was folgt:Daß Bramanre auchein wackrer Maler war, ist in Unter-Italien wenigbekannt; desto mehr im Mailandischen. Von seinenBildnissen und geist- und weltlichen Geschichten inWasserfarbe und all Fresco spricht Lonrazzo zumOeftern. Seine Manier war überhaupt derjenigenvon Mantegna ähnlich; ebenfalls gewöhnt, nachGyps im Großen zu zeichnen, brachte er in denFleischparthiecn zu hohe Lichter an. Gleich jenembediente er sich bey seinen Gemälden a Temperaeines gewissen klebrigten Wassers. Seine Fresco-arbeiten sind gegenwärtig meistens verdorben; dochsieht man deren noch einige in den Pallasten Varriund Castiglionj, und, wie einige behaupten, auchin der Cacthause zu Paoia. Seine Provorkionensind etwas gröbliche und viereckt; die Gesichtervoll; seine Älcen-Manusköpfe grandios; sein Co-lorik lebhaft, vom Grund abstechend, doch einwenig roh. Dieselbe Manier bemerkt man B.in einem Bild mit verschiedenen HH. und einerschönen Perspektive bey H. Melzi in Mailand ,und eben so in einem Altarblart all' Incoronatazu Lodi , einer sehr schönen Kirche, welche Joh.Bataggio nach seiner Zeichnung erbaute. SeinHauptbild indessen ist ein St. Sebastian, in derKirche dieses Heiligen zu Mailand , woran manden Quatrocentisien kaum mehr bemerken kann."Noch behauptet Lanzi an einer andern Stelle(l. 0. I. 099.), daß er Raphael bey einer derneuen Stanzen des Vatikans behülfen gewesen.

* Lazzari, s. auch Lazari.

Lazzarini oder Lazzerini (Fr.), einitalienischer Bildhauer, durch welchen die Biblio-thek - Gesellschaft der Stadt Philadelphia demberühmten Bürger Franklin,. als ihrem Stifter(st. 1790.) eine Bildsäule von carrarischem Mar-mor errichten ließ. Derselbe ist stehend abgebildet;den linken Arm stützt er auf eine Lage von Büchern;in der rechten Hand hält er einen umgekehrtenZepter, das Sinnbild seiner antimonarchischenGrundsätze, und in der linken eine Rolle Papier .Sein Gewand ist eine römische Toga. Der Kopfist eine Kopie der berühmten Büste von Houdon,und die Achnlichkeit sprechend. (S. FranklinsLeben. A. d. Engl. von Schatz S- 099.)Ohne Zweifel ist es derselbe Künstler, von wel-chem noch in 1806. zwey Marmvrbüstcn (Vol-

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taire's und Rousseau's ) zu Kopenhagen zum Kaufausgeboten wurden.

* Lazzarini, s. auch Lazarini.

* Lazzererro, s. Axarero.

Lea (Richard). So heißt bey VNilizia(Lcl. ters. II. 175.), wir wissen nicht aus welcheAutorität hin, ein englischer Baumeister, der unterKönig Heinrich Vlll. geblühet habe, von demman aber nichts als gothisches Zeug kenne.

* Leader (Wilhelm). Neben Anderm hater, nach Rembrandt , Samson im Gefängnisse ge-schabt; dasselbe, welches Schmidt in Berlin ge-stochen hat. ünttär/lüri.

* Leal (Joh. de Valdes', s. valdes.

(Don Simon de Leon), einer der vor-züglichsten spanischen Maler aus der ersten Hälftedes XVII. Jahrh, der zu den Wenigen gehörte,die sich von dem Strom der Manier nicht hin-reisten ließen, sondern weiter dem bessern Ge-schmacke folgten, geb. zu Madrid 1610. Infrüher Jugend besuchte er die Schule P. de lasCuevas, hielt sich aber mehr an die Natur undan die Werke von van Dyck, und gewann dadurchein schmeichelhaftes Colorit. Damit gelang esihm, den Beyfall des Hofes, und zumal desBeichtvaters der Königin (des Jesuiten Neidhard)zu gewinnen, von dem er nun den Auftrag erhielt,aus der Legende des H Jgnazius ein großesAltarblatt für das Noviziat zu Madrid zu malen,welches so allgemein gefiel, daß er reichlich belohntwurde, und einen ehrenvollen Platz bey der Kö-nigin erhielt, in deren Diensten er 1687 verstorbenist. ^ Seine übrigen Hauptwerke in öffentlichenGebäuden sind: Ein St. Norbert bey den Prä-monstratensern, und eine Empfangniß Mariä beyden Kapuzinern, beyde ebenfalls zu Madrid .Fiorillo IV. 274.

* Learchns. Seine Statue des JupitersChalcioecus stand im Tempel der Minerva zuSparta . Noch zu Oausanias Zeiten war solchevorhanden, und soll damals das älteste Kunstwerkaus Er; gewesen seyn sagt dieser Schriftnelleran Einem Ort, und an einem andern etwas An-deres. Mensel Fl- Misc. IX. Z6.

Leb (Franz). So heißt in Meu sels Misc.XXVIII 249. ohne Weiteres, ein Künstler vorrPraz aus Vorder-Oestreich, der um 178h dieMalerei im Kloster Ettal bey M. Knoster studirkhabe.

Lebarbier, s. Barbier.

* Lebas, s. Bas.

* Lebe au, s. Beau.

Lebender (Caspar), Maler zu Nürnberg um 1095. Derselbe ist uns bloß durch sein vonG. Fenn geschabtes Bildniß bekannt-

Lebert( ), ein Kupferstecher zu Pa­ ris um 1760. von dem man mehrere Bildnissenach Cochms Zeichnung i, wie ;. B- Heinrich I V.und Ludwig XV -), dann andre c wie z B. Lud­ wig XVI - noch als Dauphin, und dessen Bruder)ohne Namen des Malers kennt.

Leber wurft Peterwahrscheinlich ein Bey-name von Haus Aurmon.

* Leblond, s. Blond im Lex. sowohl als mden gegenwärtigen Zusätzen.

Lebrechr oder Leberechr (C ), ein Me-dailleur, wahrscheinlich deutscher Herkunft, arbei-tete schon um 1780. zu St Petersburg , und wurdedort 1794 zum Akademiker, späterhin zum Colle-gienralh und Obcrnicdaillcur ernannt. Unter sei-ner Leitung wurde von Kaiser Paul I. eine eigneMedailleur-schule errichtet, von welcher man sich