Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
706
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^o6 Lillia.

allegorisches Blatt: Minerva mit symbolischenFiguren aller europäischen Mächte umgeben, vonF. Vülamena. Er selbst hat Theses nach seinereignen Zeichnung gestochen.

Lillia (I.), ein deutscher Kupferstecher, ätzteim I. 1804. steben Landschaften, nach Original-zeichnungen von F. Kobel.

Lilly (Johann Dietrich), Maler und Gemälde-händler zu Hamburg , geb. i/o 5 . und gest. 1792. zuLübeck , Schüler von Hermann de Quitter. Hamb.Rmrftnachr. S- 61.

— — (Madm.), des Obigen Tochter, nach-her an Joh. Jakob Tischbein vermahlt, in dessenManier sie in frühern Jahren einige Bilder malte.Hamb. Runstnachr. S. bi. Von ihrer Tochters. Tischbein.

Limberg (Madame), in Dresden , Künst-lerin, Blumensträuße in allerley Zeugen der Naturnachzubilden. Dergleichen sah' man von ihr aufdem Dresdner-Salon von 1800. u. 1801. Deutsche Bunstbi. I. 3 . E 3 b. II. i. S. 49 - welche imGanzen sehr gerühmt wurden.

* Limborch (Heinrich van). Heinecke(blachr. I. 252 .) nennt ihn den beßten Schülervon van der Werff, so daß mancher ein Bild vondiesem letztem zu besitzen wähne, welches vonkeinem Andern als diesem Limborch sey. In demKatalog von Blondei de Gagny wird er FranzLimbouche genannt. S. auch den gleich ff. Art.Von ihm selbst gestochen kennt der winklerscheKatalog: Hercules und Liche, ein großes Blatt-von 1706. datirt.

*— — (M.). Nach einem Künstler diesesNamens, der aber mit Obigem vielleicht Einer undderselbe ist, haben I. Houbraken und I. Munik-hausen, beyde das Bildniß des Amsterdamer-Bürgermeisters H. D. Spiegel, und I. G. Seilerdasjenige des General H. F. Werdtmillers vonZürch gestochen. S. auch den gleich vorhergehndenArtikel.

* Limbouches (Franz). S. gleich obenHeinrich van Limborch.

Limeux (der Graf von). So heißt bey Basan(Lä. 8ec.) ein Kunstliebhaber, der um ,700. Kopfein Rembrandts Geschmack geätzt habe.

* Lim 0 sin (Leonhard). Von diesem berühm-ten Zeichner. Chymisten, Glas- und Schmelzmalerdes XVl. Jahrh, (einem Zeitgenossen Bern . vonP-lißy) welcher seiner Gattung eine solche Voll-kommenheit gab, daß alle solche Werke, dieauf rothen Kupfertafeln angebracht waren, nachihm Lmaux Istmo§68 genannt wurden, weißtman wenig Geschichtliches; ausgenommen über-haupt, daß die schönsten Denkmäler seiner Zeitdurch ihn, nach den Zeichnungen der beßten Künstlerverziert wurden, deren Charakter er sehr getreubeyzubehalten wußte. So z. B. sieht man im Franz.Museum von ihm einen Engel mit den Instrumentender Geißelung, welcher einen Theil des großenMedaillons am Grabmal der Diana von Poitiers zu Montmorency (?) ausmachte — die einen sagen,nach L- eigener Zeichnung, die andern von Prima-ticcio — und diese Arbeit beschrieben, und im Um-risse bey Lands» Ann. X. 129. und XI. 5 i.„Die Formen dieses Engels" (heißt es dort) «sindvoll Grazie, die Drapperie mit Geschmack ge-worfen, und über das Ganze ist eine ungemeinedle Einfalt verbreitet." S. auch den gleich fol-genden Artikel.

* Limoslna ( ), der Maler und Form-

schneider. Der Holzschnitt von ihm, dessen dasLex. gedenkt, stellt den H. Rochus, von einen«Engel begeistert, in ganzer Statur vor; ringsumdie Geschichte dieses Heiligen , mir italienischer Er-klärung , und: j^imc>8 IIU signirt; r-ft' breit und18" hoch. Der wmklersche Katalog (b)c. Iral.)

L i n ck.

eignet solches, nicht unwahrscheinlich, dem obigenL- Limosin zu, und nennt es natürlich von höchsterSeltenheit. Wenigstens haben wir davon sonstkeinerley Spur gefunden.

* Limpach (Maxim. Jacob, und Joseph).Nach S- Conca gestochen bat Maximilian einAbendmal, und Christus, der über seiner Kirche dasHer; der H Cakharina von Siena ausdrückt. Dann(welcher von beyden ? eine Cleopatra (G Mer-cari S. 067.); ferners (Maximilian) einen Papstauf den Knieen, und einen St. Felix da Cantalice,den Kapuziner.

* Lin (Hans van). Nach ihm hat C. F.Boetius einen Gasthof (vor demselben drey beladeneMaulthiere, und eine Gesellschaft Trinker untereinem Gezelte) aus Hagedorns Kabinet gestochen.

* Linajuolo (Dertus). Seine Gemälde(heißt es bey Lanzi I. 57.) wurden eine Zeitlangin Privatgalerien von gewissem Werth gehalten,späterhin aber durch größere Namen und Verdiensteverdrängt.

Linck (Conrad), Bildhauer, geb. zu Speyer 1782. lernte die Anfangsgründe seiner Kunst beyseinem (uns unbekannten) Vater, und besucht»hierauf die Akademie zu Wien , wo er unablaßigstudirte, alsdann nach Berlin gieng, und auchdort seine Studien fortsetzte. Nach einigen Jahren,während welchen er mehrere marmorne Statuen ander großen Colonade zu Potsdam verfertigen half,kehrte er nach Speyer zurück. Gleich hernachwurde er Hofbildhauer zu Mannheim , Professorund Mitglied der dortigen Kurfürst!. Zeichnungs-Akademie. Jetzt sah man von ihm, ansanglicheine Menge Bildnisse en Medaillon; alsdann imGarten zu Schwelungen verschiedene Gruppen,Kinder M, Basreliefs, Fiontespices u. a. Ver-zierungen ; im Saarbrückischen Hofgarten eineDiana und einen colossalen Flußgott; im Hof-garten des Fürsten von Leiningen zu Dürkheim dasGrabmal seiner Tochter, der Gräfin von Erbach leiner Beschreibung bey Mensel nach, für Erfiir-dung sein Interessantestes); vier außerordentlich (?)große Sphinxe an dem Schausvielhause zu Mann-heim ; zu Heidelberg den prächtige» Sarg desPrinzen Friedrich von Pfalz -Zweybrücken in derdortigen Pfalzgrafl. Pegrabnißgruft, und (um1789. sein neuestes Merk) das große Monumentauf der Heidelberger-Brücke: Ein Postament mitvier Wassergöttern und verschiedenen Medaillons,welche die merkwürdigsten während der Regierungdes damaligen Kurfürsten vorgefallenen Begeben-heiten vorstellen; oben daraufdie Bildsäule desselben,welche «1. Rh. Schuhe mißt. Mensel I. II. InEbendes. Museum dann XI. 277. wird über einandres seiner Denkmäler (eines jungen Mädchens)auf dem kachvlischen Kirchhofe zu Mannheim , einerJnnschrift wegen, wie es uns scheint nicht ohneGrund, ein wenig gespöttelt; und dann, eben-daselbst (XII. 58 g.) ein drittes (der Gattin desKurpfälz. Hofgerichtrakhs Traiteur) beschrieben.Seit 1790. haben wir nichts weiter von diesemKünstler vernommen, und eine eigentliche Kunst-charakteristik von ihm nirgends gefunden.

— — (Johann), ein Kurpfälzischer Medail-leur und Münzeiscnschneider zu Heidelberg , dervon 1659. bis 1711. bekannt ist. Sammlung be-rühmt»«: Medailleurs b!°. 1Z1.

* — — — — van. Bildnisse von ihmbatiren sich von 1672.

— — (Johann Conrad, und Johann AntonsVater und Sohn, zwey in Deutschland geboreneKupferstecher, hauptsächlich von Schweizer - undChamouny-Prvipeklen, in der bekannten Gouache-manier. Ihre Abkunft und Studien sind uns un-bekannt. Anfänglich (um 1780) arbeiteten solchegemeinschaftlich mit Carl Ludwig Hackerl zu Genf .Um «790. schon kannte man, von ihnen gezeichnet,geatzt und colsrirt: Die beyden Pendants: la O-m-