LooS.
vinzen; eine solche zum Geschenk an Frauen (gut);auf ehrliches Glück (besser!); für getreue Dienste(noch besser!); allegorische Whistmarken, aus demLebendes Fuchses, nach Aesop (Ach! des Geschickesdeutscher Kunst); auf die Kuhpocken-Impfung,nach der Zeichnung von Frisch; Medaille endlichfür Verdienst jeder Art (1804.). Loos war auchin Angebung allerley sinnreicher mechanischer Werk-zeuge und Maschinen sehr geschickt. Oonl. Mcolai.
Loos (Friedrich), Daniel Friedrichs Sohn,geb. zu Berlin 17 . ebenfalls Medailleur undStempelschneidcr, lebte noch dort 1808. und hatfast alle neuern Schaumünzen seines Vaters ge-meinschaftlich mit ihm geliefert. Mensel lJ.D.R- L.
— — (Ludwig), Bildhauer zu Darmstadt (?)vorher zu Würzburg , geb. daselbst 177Z, zeigte sich,neben Anderm, als einen geübten und geschicktenKünstler an dem von ihin und Anton Nickel ver-fertigten Portale vor dem Josephs-Spital seinerVaterstadt. »Jetzt" (heißt es bey Mensel N.D L-1808.) „ sucht er seinen Erwerb im Aus-land ". So z. B. arbeitete er zu Darmstadt , wo ervielleicht noch lebt, ebenfalls gemeinschaftlich mitjenem Nickel, an der Verschönerung des Palaisdes dortigen Erbgroßprinzen.
— — ( ), ein Hamburgischcr, sehr ge-
schickter Blumenmaler aus der ersten Hälfte desXVlll. Jahrhunderts. Seine Manier glich inBehandlung und Stärke derjenigen von I. B.Monoje, aber nicht in dem schönen Farbenspiel.Man darf glauben, daß er sich diesen letzten! zumVorbild gewählt habe, weil seine Anordnungenvöllig in dessen Geiste sind. Er starb zu Hamburg 175». Hamb. Runstnachr. S. 90.
— — (de). Von einem Maler endlich diesesNamens findet man in der Jesuiterkirche zu Mecheln einen anbetenden St. -kaver, welcher in Des-camps niederländischer Reise ein gutes Bildgenannt wird.
* Lopes (Caspar), genannt daiFiori. ImKatalog von Algarorri wird gesagt, daß er inVenedig gestorben sey. Daselbst und in der dorti-gen Terra firma hielt er sich eine geraume Zeit ausVortrcfliche Arbeit von ihm sieht man bey denGrafen Lecchi zu Brescia . -Lanr-i ll. 228.
Lopez (Christobal), der mit dem PortugiesenChristoph L. des Lex. nicht zu verwechseln ist, einspanischer Maler aus Sevilla in der ersten Hälftedes XVlll. Jahrhunderts, kann zu denjenigenKünstlern gezählt werden, die, ohne auf richtigeZeichnung zu sehen, eine große Fertigkeit in derFührung des Pinsels besitzen und nur Wirkung imAllgemeinen beabsichtigen. Eine ungeheure Mengevon Heiligenbildern und andern religiösen Vor-stellungen von seiner Hand wurden nach Indien geschickt. Seine Hauptwerke aber bewahrt dieKirche Allerheiligen seiner Vaterstadt. FiorilloIV. 38 g.
* — — (Christoph). Handschriftliche Zusätzemeines sel. Vaters nennen ihn einen Früchtemaler;und können ihn doch, der Zeit nach, unmöglichmit obigem Caspar Lopes verwechseln?
— — (Diego), ein spanischer Maler,Schülervon Anton del Rincon, der gemeinschaftlich mitAlonso Sanchcz im I. 1619. das ScholastischeTheater auf der Universität zu Alcale malte. Fio-rillo IV. 59.
— — — — — ein spanischer taubstummerMaler gleichen Namens, der in der ersten Hälftedes XVlll. Jahrhunderts lebte, und in der Ein-siedcley der Madonna del Prado beyTalavera de laRayna mannichfaltige Bilder hinterlassen hat.Fiorillo IV. 375 .
— — — — — Und eben so nennt Ganrdellini, ganz ohne Weiteres, einen Kupferstecher,
von dem man Leichenbegängnisse, Grabmäler u. dgl.kenne. Ob wohl der letzt« mit einem der beydenVvrhergehnden derselbe seyn dürfte? bleibt — wieso vieles Wichtigeres, einsweilen im Dunkel.
Lopez (Franz), ein spanischer Maler, geb.zu Madrid , bildete sich unter Casp. Becerra, undspäterhin unter Caspar Carducho, und stand diesemletztem in seinen Arbeiten häufig bey. In i 6 o 3 .ernannte ihn Philipp lll. zu seinem Maler, undbefahl ihm, einige Zimmer des Pallastes del Pradomit den Thaten Carls V. zu zieren; Bilder, diedurch ihr gefälliges Coloril Beyfall erhielten. Erwar ein Freund und Mitschüler des VinzenzioCarducho, für dessen Schriften er auch einigeBlätter in Kupfer gestochen hat, was uns zweifelnmacht, ob er nicht mit obigem Diego Lopez beyGaildellini Eine Person seyn möchte? FiorilloIV. 172—73.
— — (Joseph). So nennt Fiorillo IV. 212.einen spanischen Maler aus der ersten Hälfte desXVIl. Jahrhunderts, von dem ihm aber nichtsweiter bekannt ist, als daß derselbe, nebst mehrernandern (wahrscheinlich mittelmäßigen) Künstlernseiner Zeit, gegen den Einnehmer derAlcabala dervon einem Bilde, das einem Fremden verkauftwar, den Zoll foderte) in 1626. einen Prozeßgewann.
— — — — — Noch ein andrer spanischerMaler gleichen Namens aus der zweyten Hälftedes XVIl. Jahrhunderts, Schüler von Murillo ,der dem Geschmack seines Lehrers sehr genau folgte,(wie sein St. Philpp in Merced calzade zu Sevilla ,im Saal de los Laminas beweiset), wird ebenfallsvon Fiorillo IV. 265. angeführt.
* — — (Peter), ein spanischer Maler, dernoch zur Schule des Greco gehört, und von welchemeine vortrefliche in 1608. gemalte Anbetung derKönige im Kreuzgang der Trinitarier zu Toledo bewundertwird; ein Bild, dessen auch das Lex. unterdem Art. A- Oizzarro Erwähnung thut. FiorillolV. 176-76.
* Lophon, s. Leophon.
L 0 plrsrn 0 (F.) Nach einem uns sonst ganzunbekannten Künstler dieses Namens findet man:Ein Frauenzimmer an ihrer Toilette, von I.Troyen für die sogenannte Galerie von Brüsselgestochen.
Loquay (Franz). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Bildhauer in Laubwerk, zu Prag um 1807.
Loragko, s. den Art. Haffenecker.
* Lorch, Lorich oder Lorichius (Mel-chior), Maler, Kupferstecher und Formschneider.Bast"» (l)ö. gec.) giebt von ihm, wie bald überall,ein unrichtiges, und mit seinen frühesten Blätternunvereinbares Geburtsjahr (i 536 .) an. Don seinenGemälden ist uns nichts bekannt; aber seine ge-schnittenen und gestochenen Arbeiten beweisen, daßer ein verdienstvoller Künstler war, da dieselbengeistreich gezeichnet sind, und zumal das Nackendeziemlich richtig behandelt ist. Seine Holzschnittesind in einer kühnen und zugleich verständigenManier vorgetragen, die eigentlichen Stiche hin-gegen mit desto größerm Fleiß ausgeführt, fast sosehr, daß dadurch ihr Geist verloren gieng. Erstarb zu Rom um i 586 . Rost t 202—4. wo einTheil seiner eben nicht zahlreichen Blätter (alle,wie es scheint, nach eigener Zeichnung) angeführtwird. Sein erstes, ein St. Hicronyiinis in derWüste im Gebet, mit viel Geschmack und Zartheitgestochen, ist mit i 546 . (nicht 4 ". wie es bey Rostheißt) datirt. Sein zweytes, Luthers Dildniß,mit i 548 . Zu dem Vorzüglichsten zahlt man: EinenFraucnskopf (i 55 i.); Dürers Brustbild in Hell-dunkel (i 56 o.); Aristoteles (i 56 i.); dann dreyschöne Holzschnitte. - DieNatur, w.lche ihre Brüstedrückt, und die Milch auf die sie umgebenden Thiere