Band 
Zweyter Theil [2].
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734
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1Z4 Louvet.

eine trefliche Landschaft mit Gebäuden, von diesemletzter», und von dem erster» ein Denkmal zuGarriks Ehren — den Sturm von Sam. Smith —eine gebirgig« Landschaft von P. Laureat — 8 por-tive Innocence und sturalkelicit^ von W. Smith— >Vlte koraine und lietour lle koire von Leimpereur. Noch andre Stecher, ausser den schongenannten, nach ihm sind: L. Bonnet, Demonchy,P. C. N. Dufour, F. Hegi (dieser 179g- in Aqua-tinta und colorirt zwey Viehstücke im BirrmannschenVerlage zu Basel , i 4 f-" hoch, und 17/r" breit,welche96. Fr. Livr. kosteten); ferner N. de Launay,D. Lerpiniere, Martin, C- von Mechcl, Mellini,Mesnil, Romanet, G. Scorodomoof, G- Smith,le Veau und Zentner. Zu dem Neuesten nach ihmgehört: Die Schlacht am Nil, ein großes Blatt,von Fittler. Von ihm selbst endlich geatzt kenntman: Sechs Blätter Bauern in Ostade's , undsechs andre: Soldaten, in S. Rosa's Geschmacke;eine englische Scene aus der sogenannten Weiber-schule; ländliche Arbeiten (dieß in Bistermanier);und: Die vier Tagszeiten; woraus erhellet, daß,nebst der Landschaft, sogenannte Gattungsstückesein zweytes Lieblingsfach waren.

L 0 uvec (R. N.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von welchem mandas Bildniß Ludw. Vienne's de Gueraudot, Lieu-tenants des Chatelets zu Paris kenne.

Louvion (JohannMaria). So nenntBasa«(Lä. sec.) einen Kupferstecher, geb. zu Versailles

1740. Schüler von Fcssard, der, wie es scheint, we-nigstens noch um 1789. und, neben Andern,, Vignet-ten nach A. St. Aubin gestochen hatte.

— — ( )- So Wird auch im Al-

manach äea fteaux-^rts von 180Z. ohne Weiteres,ein damals zu Paris lebender Kupferstecher (wohlmit Obigem noch Derselbe) genannt.

* Lourv (P.). Derselbe hieß Peter. Vonihm als Schwarzkunststecher kennt der Katalog vonBrandes drey Männerköpfe nach Rembrandk (diesich sonst in keinem Katalog von diesem findensollen), wovon er besonders den eines Manns mitBarte, in orientalischem Costum, schön nennt;bann eine andre Notiz: Eine Frau die liest, undeinenFähndrich, ebenfallsnachRembrandt; Andresnach Ostade, u. s. f. Ob er vielleicht mit demfrüher angeführten Io»ies Laurv des Lex. derselbeseyn möchte?

Loroe (Johann Michael Siegfried ), Bildniß-maler und Kupferstecher zu Berlin, geb. zu Königs-berg 1786. Derselbe widmete sich frühzeitig derKunst, vorzüglich der Miniaturmalerey, wozu erdie Anfangsgründe in seiner Geburtsstadt erhielt.Dann gieng er schon in seinem vierzehnten Jahrenach Berlin , wo er, neben dem Unterricht in derAkademie, noch den besondern des Direktors leSueur und seines Nachfolgers, Frisch, und ebenso Chodowiecki's im Zeichnen und Aetzen genoß.In seinem Achtzehnten begab er sich weiter nachDresden , lernte dort durch Casanova, Graf, unddie Galerie, erst recht die Kunst kennen; malte jetztGeschichte und Bildnisse in Oel , und trat hieraufeine Reise nach Italien an, welche ihn aber, ausMangel an Mitteln, nicht weiter als bis Venedig brachte, von wo er bald wieder nach Berlin zurück-kehrte, und sodann um 1780. sein Glück in Rußland versuchte. Dort arbeitete er anfänglich mit Erfolgals Bildnißmaler in Oel und Miniatur, als einunglücklicher Krieg ausbrach, welcher einerseitsüberhaupt der Kunst wenig günstig war, und dannjnsbesonders bald in jedem Fremden einen Spionerblicken ließ. Er kam deswegen nach Berlin zurück,nachdem er auf der See in größter Lebensgefahrgeschwebt hakte, und trieb sich hierauf weiter inStettin, Breslau und im Oestreichischen herum,bis er endlich in 1796. in Berlin seinen festen Sitznahm, wo nunmehr seine Talente sehr begünstigtwurden. Von da an sah man von ihm, als Kupfer-stecher, Bildnisse, Vignetten u s. f. in mehrernBüchern und Zeitschriften, mit und ohne seinen

Lubieneßky.

Namen. In i 8 c> 5 . machte er eine neue Erfindungin lavirter Manier, von welcher man glaubte, siewerde der Gravur «inen ganz neuen Weg eröffnen(S Zeit. f. d. eleganre Welt 180h. 81 ° 80.).In 1806. dann fieng er an, die bekannten Bildnissejeyrlebender Berliner mir ihren Selbst-Bio-graphien zu liefern, was aber durch den trauri-gen Krieg unterbrochen wurde All' dieses erzähltuns der Künstler selbst ausführlicher (etwas köstlich)in M eu sel's rst D R L und beschließt seinendortigen Aufsatz, wie folgt: „Seine Gemälde,oder eigentlich seine Porträte, sind in der Well zusehr umher zerstreut, als daß er im Stande wäre,einige Vorzügliche bestimmt anzugeben; weil diemehresten Menschen dergleichen Kunstwerke, derMode halber, als eine Verzierung ihrer Zimmeroder ihres Halses ansehen." Was die Bildnissedesselben zu den erwähnten Selbstbiographien inpunklirter Manier betrift, so dürfte den meistenderselben das Verdienst der Kenntlichkeit eher, alssonst ein besondrer Werth zuzueignen seyn.

Lowry (Wilhelm oder Wilson). Stecher mitder Nadel und dem Grabstichel, geb. in Englandum 17H0. und blühend zu London um 1780—86.Mit dem letztern Taufnamen führt der Katalog vonBrandes von ihm die musikalische und die tanzendeHirtin, beyde nach Cl. Lorrain, und die Einsamkeitnach Gasp. Pousstn (1786.) an, und nennt solchealle drey: Große schöne Blatter. Rost IX. hatnoch übcrdieß von ihm: Ansichten dreyer Bissen:Mylord Tylney's bey Wanstead, des Erzbischofsvon Canterbury zu Lambeth, und Mylord Mans-fields zu Kenwood, alle dreye nach G. Robertson.

Loper (Johann), ein französischer Kupfer,stechcr um i 65 o. Von ihm kennt man einige Spezial-karten des Königreichs, /e TonF stibl. tiistorigue.

— — ( ), ein andrer neuerer Künstler

dieses Namens, der um 1760. gemeinschaftlich mitle Mire: ?I»N8, Vues etc. (je ja 8tutue eguestrs<le Houls XV. äe la pjace et des Luvirons (i3.Blätter) geliefert hat.

Loysel ( ), ein französischer Kupferstecher,

arbeitete um 1680. Von ihm kennt man eineHimmelfahrt nach C. Ferri, und: le paz^ancivil nach Teniers ; dann Verschiedenes für dasWerk Pontauts de Beaulieu, dessen unter dem Ar,tikel dieses letztern Erwähnung geschieht, nach derZeichnung von DeSmarets, u. s. f.

Lubberr (Heinrich). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Bildhauer, der um 1640. zuLübeck geblühet habe.

Lübersäe (Frau Gräfin von). Und so beyBasan (Lä. 8cc.) «ine Kunstdilettantin, vonwelcher man Vögel, nach Madmois. Basseportgestochen, kenne.

" Lubieneizkp, Luhienietzky, Lu-beniski, auch Lublinsk (Theodor von),dessen im Lexikon unter dem Art. seines BrudersChristoph Erwähnung geschieht. Derselbe hatteSchlüters Masken, welche sich an dem Arsenal zuBerlin befinden, gezeichnet, um sie in Kupferbringen zu lassen, das aber unterblieb. Acht dieserZeichnungen befinden sich in dem Winklerschen Ka-binette zu Leipzig . Es sind die nämlichen, welchenachwerts auch D- Rode gezeichnet und dann wirk-lich geatzt hat. Daneben hat L. mit einer sehrgeistreichen Nadel, eine Folge von 6. heroischenLandschaften geliefert. Rost II. 26. Der wink-lersche Katalog nennt viere derselben, mit Monu-menten, Ruinen, Menschen und Thieren staffirt,(zwey mit 1698. datirt), uud giebt diesen Künstlerfür einen Bruder des nachfolgenden A. Lublinskpan. Von Theodor s unstreitigem Bruder, Chri-stoph, sagt Hei,recke (Nachr. I. 64.), daß auchEr bey Jur. Stur studjrt habe. Von beyden Drü >dern s. auch III. 028.

* — — s. auch gleich unten Lublinsky.