Band 
Zweyter Theil [2].
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756
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756 Malliot.

Malliot oder Maillor (I.), ein'franzö-sischer Künstler, ehemaliger Dircctor der Kunst-akademie, und nachheriger Professor an der Zen-tralschule zu Toulouse . In 1802. gad (nicht un-wahrscheinlich erst nach dessen Tode) der Ingenieurperer Martin den ersten Band seiner trechsrcksssur les Lostumes, les tUosurs, los OsaZesreli^isnx, civiles st militaires lies anciensxeuples, ä'aprss les auteurs celsbres st lesinonumens nntiques, mit 98. von Gibelin ge-stochene» Kupfertafeln (a-z 5 . kr.) aus Licht. DasGanze sollte drey Bande, und namentlich der drittedie französischen Costume's bis auf Ludwig XIV. (exclnsive) enthalten. Einen nähern Begrif da-von geben die /Vo«u. cies II. 201— 55 . undIII. i 5 g- 4 o.

Mals (Ludwig von Saint-), ein Artillerie-Offizier. Nach einem solchen soll I. David etwasuns Unbekanntes gestochen haben.

* Maloeuvre oder Maleuvre (Peter),geb. zu Paris 174«. Derselbe war ein Schülervon Beauvarlet, und brachte einige Zeit beyStrange in London zu. Nach seiner Rückkehr inParis sah man von ihm Bildnisse, mit und ohneNamen des Malers; wie z. B. des damaligenKöniges von Schweden, des spanischen Grafen vonAranda, d'Alemberks und Lalande's, nach Pujoö;d'Aguesseau's nach Tournier, Belivor's nach Dignc;dann mehrere Gattungsstücke nach A. Baudoin, A.Brouwer, Eraesbeck, Dietrich, Freudcnbcrger(für die lUosurs st öoutumss äes b'ranLSls),Greuze, Schalken und Wouwermann; ein großesallegorisches Blatt: elux NLussäechl. llousseau.nach Paul; einc Antiope, nach Den,levaulr; Lcusil<lss Lutes äs XorvvsAus, nach Backhuysen —oder Vernet. Rost VIII. 2/4—75. u. /Her. OhneZweifel ist dieser Künstler derselbe Maleuvre,der noch um 1802. für die Hnrmles äu Museumä'Histoirs naturelle gestochen hat. /Vorrv. cies

II. il)8.

* Malombra (Peter). Lanzi II. i 56 . setztseinen Tod erst in 1618. und sagt von diesemKünstler: Man kann ihn nicht unter die Palmes-chischen Manieristen zählen; und wenn er auchzuweilen von der richtigen Bahn abwich, so geschah'es eher aus Irrthum als aus Grundsatz. Eineliberale Erziehung hatte ihm die Ueberzeugung ein-geflößt: Daß Ehre noch über Gewinn geht!Durch das Studium von Salviati's Werken warder ein guter Zeichner. Von Natur verständig undgeduldig, verschmähte er es nicht, seinen Arbeiteneine damals sonst ungewohnte Vollendung zu geben.In der Jugend malte er bloß zu seinem Vergnügen;späterhin trieb ihn allerley Mißgeschick dazu. InBildnissen und andern kleinen Bildern war er be-sonders stark Bey St. Francesco di Paola findensich von ihm vier Blätter, welche einige Wunderdieses Heiligen darstellen, wo man eine Genauheitder Umrisse, eine Grazie und Originalität wahr-nimmt, welche zweifeln macht, ob sie nur ausder venetianischen Schule, selbst aus ihrer bessernZeit herrühren. Mehrere dergleichen findet man inGalerien, die er gerne mit Perspektiven staffiere,worin er sich ebenfalls sehr stark bewies, wenn erzumal den großen Platz, den großen Rathssaal,allerley geist- und weltliche Funktionen, Prozes-sionen, Festine u. s. f. dabey anbringen konnte,ch'iorillo ll. ihr. bestätigt kurz obiges Urtheil undscheint zu glauben, Malombra habe bloß ausLiebe zur Kunst sein ehrenvolles Amt eines Herzog-lichen Kanzlers niedergelegt.

* Makossi oder (wie einige glauben) wahr-scheinlicher Molosso, war, diesen zufolge, einSpottname von I. B- Trorri. Allein, wirwerden unter dem Artikel dieses letztem sehen, daßjene Meynung ein irriger Wahn sey.

Malpiedi (Dominicus), ein Maler von St.Ginesio della Marca, aus Barocci's Schule,blühete um 1096. Gelobte Arbeit von ihm findet

M a l v i e u x.

sich in der dortigen Collegiatskirche, worin er dieMarter der H. Ginesius und Eleutherius darstellte./.a«Lr I. 480.

Malpiedi (Franz), ein andrer Maler vongleicher Geburtsstätte, und demselben Zeitalter,wie Dominicus. Eine mit seinem Namen unter-zeichnete Abnehmung vom Kreuze nennt Lanzi I. c.ein ziemlich unbedeutendes Bild von wenig Relief,und welches — etwa von Ferne das Colorit aus-genommen, wenig an die Schule von Barocci erinnere.

Malpizzi oder Malpuccio (Bernhard).Seine Arbeit neigte sich noch zum Gothischen. DasPraktische seiner Kunst verstand er indessen sehrgut. Don seinen drey Stöcken gab der eine denUmriß, der zweyte den Schatten, der dritte dasLicht. Von ihm kennt man, neben dem im LexikonBemerkten, einen St. Sebastian. 6a»äeK»i.

* Maltese (Franz). Von ihm heißt es beyMännlich: „ Seinen in Absicht auf den Gegen-stand noch so unbedeutenden Stillleben wußte erdurch die Wahrheit seiner Färbung und durch dieLeichtigkeit seiner Behandlung Reiz und Wirkungzu geben."

Malt 0 n (Jakob), ein englischer Architekt, viel-leicht ein Sohn des Obigen, welcher sehr Vieleszu Verschönerung der Garten - und Landbaukunst inseinem Vaterland beytrug, und, neben Andern»über die Kunst, namentlich auch über jene eintrefliches Werk schrieb, welches er für sein gelun-genstes hielt, und das in 1800. zu Leipzig in deutscherUcbersetznng des Textes und mit nachqestochnenKupfern von Hüllmann erscheinen sollte. Deffeml.Lstachr.

— — (Thomas), Perspektivzeichner undStecher in Aguatinta, geb. um i/ 5 o. blühete zuLondon 1782. Ausser seinen Kunstarbeiten ist erVerfasser eines großen Werks über die Perfektiv:A complete Prsatise on perspectivs inPhsorvanä practice. on tke princiyle of Dr. örooLrol. (I-onä. Hobson), welches sehr ge-rühmt wird, und dessen viertes Buch: Von denSchatten, besonders die Malerey und Baukunstzum Gegenstand hat. Dieses Werk zeichnet sichdaneben durch die darin befindlichen Darstellungenverschiedner öffentlicher Gebäude zu London , undeine Menge Plane nach Malrons eigner Erfindungaus. Von seinen Blättern sind besonders zu be-merken : Acht Ansichten von London von 1/82 u. 85 .und sechse von Petersburg von 178g und go. letztesnach Jos. Heare's Zeichnung. Rost IX. Z^g- 5 o.Dieser geschickte Mann st. 1804. in Longacre, undgab noch kurz vor seinem Tode: picturesyus

tonr turou^li Donäon. Deffenrl. tstachr.

Maluel (Johann), ein Maler, der sich amHofe Philipp des Kühnen, Herzogen von Burgund befand. lUsmoirss p. s. ä l'llistoirs äs I'raucsst äs LourAoZne (4A ?arls 72g.) p. 1 s8.

Malvieur (Paul), Kupferstecher, geb. zuDresden i/tiä. lernte bey Schmutzer zu Wien , undin der dortigen Akademie. Unter Anleitung deserstem gab er zwischen 1780. und 8Z. ein Dildnißnach Rähmel, und mehrere Studien nach denZeichnungen seines Meisters. Um 1784 verließer die Schmutzcrische Schule, arbeitete für sich,und zeichnete fleißig unter Anleitung des DirektorFngers Don da an sah man von ihm eine MengeVignetten für Buchhändler; wie z.B. zuAlriugersGedichten, Friedrichs Eitnakionen, Schinkslitterarischen Fragmenten und Ausstellungen, Dpa-iia-Sore, Pandora, Lafontaine'« Scenen u. s. f.Dann zum Wiener-Almanach für 1787. Scenenaus dem menschlichen Leben, und Nationaltrachten.Von einzelnen Blättern: Denkmal für die ver-storbene Schauspielerin C. Iacquet; ein andresdes Freyherr» von Lopresti, der im Schloß Ramain Ungarn für's Vaterland starb; Bildniß desPredigers Hilchenbach , u. s. f. Um 1788. kam er