Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
766
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-?66 Mantuano.

* Mantuano (Camillus), blühete um i5jo.Von ihm siehet man einige Fresco's in seiner Vater-stadt Mantua; aber Mehreres scheint er zu Venedig und Urbino gearbeitet zu haben.

* — — (Dionysius), der Ritter Donninogenannt. Von ihm ist, der Felsina pittrice lll.zufolge, die Decke des Oratoriums vom H. Geistezu Bologna in Helldunkel gemalt. Er war zugleich«in geschickter Architekt. Um i 656 . gieng er nachSpanien , um die Aufsicht über die Dekorationendes Theaters von Buen Retiro zu übernehmen.Vieles hat er dort gemeinschaftlich mit Rizi, Bena-vides und Carenno ausgeführt, und wurde vondem Päpstlichen Nuntius sehr begünstigt, durchden er das Gewand eines Christusritters, und dieStelle eines Königlichen Malers erhielt, /iorilloIV. 0I1—I2.

* — — (Franz), lebte noch 166Z. DemGuida di Rovigo zufolge, finden sich dort Ar-beiten von ihm. Lau-stll. 198.

* — — (Theodor), s. Ghisi.

* Manuel (Joh. Rudolf),, dessen im Lex.unter dem Art. seines Vaters Erwähnung geschieht,starb als Landvogt zu Mörser in der Waat, 46.Jahr alt. Mrc.

* Manyoki (Adam ), von Herkunft eigent-lich ein Ungarscher Edelmann. Seine Geschichteliegt etwas im Dunkeln. Wie es scheint war erzweymal in Dresden . Um 1718. gieng er nachBerlin (Magaz. der Sächs. Gesch. I V. 707.)von wo er sich aber wegen vertrauten Umgangsmit dem Staatsbetrüger Element eilends entfernenmußte. (Diese Flucht setzt hingegen He - neckeNachr. I. 65 — 66 . schon in 1710.). Nach derersten Quelle kehrte er sodann als Hof-Bitdniß-maler nach Dresden zurück. Nach dem Sächs.Hof- und Sraarskalender indessen erscheint erin eben erwähnter Eigenschaft erst wieder 17Z8.Nach Einigen soll er auch in Warschau gearbeitethaben. Daß er aber dort gestorben sey, wie de^onrenai sagt, ist wohl irrig. Nach diesemSchriftsteller soll er auch Blumen gemalt haben.Als Bildnißmalcr vergleicht er ihn mit (wohl demjüngern) Nattier, nennt ihn darin ganz vortrcfiich,und führt über ihn das Urtheil eines Deutschen (?)an, nach welchem er die Natur sorgfältig, abermit Wahl nachgeahmt, mit einer angenehmen,zarten und durchsichtigen Touche gemalt, und sichin der Carnation die sogenannte Pfirsichsarbe zueigen gemacht hätte. Allgemein wird sein Todes-jahr in 1757. zu Dresden gesetzt; allein, nach demSächsischen Eurlosiraten-Rablner, 68. nach demLex. hingegen 8s I. alt. Nach ihm haben, nebenden schon in letzterm benannten Künstlern, auchA. B- König, Lips, Rockstroh und L. Zuechi meh-rere Bildnisse von Königen, Fürsten , Künstlernund Gelehrten gestochen, wovon aber nichts be-sondere Erwähnung verdient.

Mauz (Franz Anton), ein Augsburger, warin Anlegung der schönsten Gärten in.und umAugsburg herum ein berühmter Künstler. Ersblühete vermuthlich im XVIII. Jahrhundert. Der-chiedene andere dieser Familie übten gleiche Kunst,von Sterten S. 128.

Manzanes, s. perer Herreros.

* ManZini (Remond). Lanzi II. 207.nennt ihn mehr Miniatur- als Oelmaler, abermit solcher Wahrheit, daß seine auf Papier ge-malten Thiere selbst Kenner täuschten, so baß Za-norri ihn dafür wie einen zweyten Zcuxis preißt.Eine Sammlung von Fischen, Vögeln und Blumenvon ihm befindet sich in der Galerie Ercolani zuBologna . Das von I. Frey nach ihm gestocheneBlättchen ist: Virxam vi^il-mtem video etc.rubrizirt.

* Manzolini (Anna), geborneMorandi.Als Kaiser Joseph II. durch Italien reiste, und

Maratti.

die Arbeit dieser Wittwe besah, beschenkte er siemit einer großen güldenen Schaumünze, die seinBildniß trug. Sie starb 177s Ihre beßtcn Ar-beite» befinden sich, wie die ihres Gatten, zu Bo-logna (jetzt zu Paris), andre in Turin und St.Petersburg . Minkelhausen u. ^c. AehnlicheZergliederungen wurden um gleiche Zeit von Mad-mois. Biheron in Paris , bey dem WundärzteMeyer in Neapel, und beym Abte Montana inFlorenz gezeigt; aber der Manzolini Arbeit über-traf diese alle.

* Manzoni (Rudolf oder Ridolfo), vonCastelfranco, geb. 1676. und gest. -7°jZ. Seinekleinen Oclgemälde finden sich in verschiedenenKabinetten zu Venedig , und sind vom besten Ge-schmacke. Seinen noch großem Ruhm und dengrößten Gewinn indessen erhielt er durch seineMiniaturen. La»Li II. 226.

* Manzuoli, s. Thomas Anton Mazzoli.

Marabirri ( ), der in 1802. einzige in

Sizilien lebende Bildhauer, der aber, wie Kennerbehaupten, noch dazu sehr unbedeutend seyn soll.

Litt. XIX. p. 18.

Maracci oder Marracci (Johann). LanziI. 266. sagt von ihm: „Obgleich ausser Lucca wenig bekannt, zahlt man ihn mit Recht unter diebeßten Nachahmer von Berettini. So in Frcscoin seiner Kuppele St. Jgna; zu St- Giovanni; soin Oel in mehrern Bildern bey der BruderschaftSt. Lorenzo; in derKollegiatkircheSt.Michael,"u s. f.,

— — (Hypolithus), Johanns jüngerer Bru-der. Auch diesen (Architektur-Maler- nennt Lanzi(I. c. 269 ), einen treflichen Nachfolger seinesMeisters Metelli, der bald in Gemeinschaft mitseinem Bruder, bald auch allein arbeitete, wie j.B. in der Rotunda zu Lucca .

Maradan ( ). So heißt im HImanacK

des llesux-Hrts von 180Z. ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Künstler.

* Maragliano oder Maraggiano(Anton Maria), geb. zu Genua i66j. und daselbstgest. 17/zi Anfangs lernte er bey Arata, einemschlechten Meister. Darauf arbeitete er mit P A.Torre, und lernte daneben, seiner eigenen Aus-sage nach, Vieles von seinem Freunde, DominicusPiola. äu/vam X.L. II. 162.

— — (Johann Baptist), Anton Maria'sSohn und Schüler, ward von dreyen seiner eignenLehrlinge in Lissabon ermordet, /bist.

Marais (B.). So nennt Heinecke, ohneWeiteres, einen Maler, nach welchem Belmondgestochen habe.

— — ( ). So heißt ein neuerer franzö-

sischer Künstler, der schon um 1801. neben Anderm,für LOicar's 6alerie de florence (Lall. XXl.)einen Bacchus und eine Ariadne gestochen, in 1802.ncbst Andern, die Blatter zu der Didotschen Pracht-ausgabe von Racine gezeichnet hat, dann aberbesonders in neuern Tagen (1807.) gemeinschaftlichMit du Bvis : Dessins cles armnres complettes,casgues, cuirasses, boncliers, armes otlen-sives et defensives <Is divers paz^s et de disterenssiecles, gui composent le Nusee Imperial deI'^rtillerie de krance et les plus beaux La-binets yarticuiiers aus Licht stellte.

Marard (Carl), ein sonst wenig bekannterKupferstecher, gab nach Zucchi: Luillaume l'eil»ou la Lillerte de 1a 8uisse.

Marasca (Jacopino), ein alter Maler vonCremona um i-jZo. wird, ohne Weiteres, von Zaistangeführt.

* Mararri oder Maratta (Carl), geb.zu Camurano di Ancona. „Schon als Knabe"