Band 
Zweyter Theil [2].
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796
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796 Matham.

Blattern (biblischer Küchenstücke) nach P. vonAertsen; die (eben so seltene) große Kreuzigungnach Dürer ; eine Grablegung, nach Manch» dieschlafende Venus von Satyren überrascht, nachRottenhammer . Von ihm nennt auch Füßl, III.5 ». ein nackendes Kind, das mit fröhlicher Mieneauf einem Tambourin spielt, ein niedliches kleinesBild, nach Titian — dann I. c. 162. Christi Leidenam Oelberg — wieder 1. c. IV. 9«. Amor undPsyche, nach A. Bloemaert, und endlich l. c. i 5 o.Eamson auf der Delila Schooß, nach Rubens .Lauf. MüL/e»', Mauäer,

* Marharn (Theodor), Jacobs Sohn, derim Lex. unter dessen Art. erscheint; geb. zu Hartemum 1600. lernte die Anfangsgründe der Kunst beyseinem Vater; alsdann gieng er nach Italien , undvervollkommnete sich in der Schule von CorneliusBloemaert . In Gesellschaft der schon im Lex. be-nannten Künstler arbeitete er zu Rom an der soge-nannten Galerie Giustiniani. Seine Blätter sind mitdem Grabstichel, doch bisweilen mit Einmischungder Nadel gefertigt; und meistens Bildnisse, dieihm Ehre machen. Rost V. 222—24. führt einDuzend derselben nach verschiedenen Meistern an,von welchen er besonders viere nach Spielbcrgschön nennt; von historischen dann, alsseinHaupt-blatt: Eine Abnahme vom Kreuz, nach GerardLeydanus; eine Maria mit dem Kinde, dem derkleine Johannes einen Vogel reicht, nach da Ponte,für's Kabinet de Reynst; eine große H. Familie,nach Sandrart, u. s. f. /üßli Ul. i 38 . nennt vonihm eine Verlobung der H. Carharina, nach Caliari.

Ein Verzeichniß meines seU Vaters führt vonVater und Sohn an die 140. Blatter (darunter einDrittheil Bildnisse), nach über80. niederländischen,deutschen und italienischen Meistern an. Lonf.

LrÄue/n, TlFa/xs.

Mach ei ( ), So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ei» Kupferstecher, von welchem man einmit 1661. datirtes Bildniß des CisterzienserrAbtClaudius Vauffin kennt.

— — S. auch Matter und Marrhäi.

* Marheorvrtz ( ). Der im Lex. ent-

haltene Gestügelmalrr, oder ein andrer Künstlerdieses Namens, malte (nach L- v. Winkelmann)auch schöne Blumcustücke.

Marhes (Jakob). Wird um 1804. in öffent-lichen Nachrichten Lehrer der Malerey und Zeichen-kunst auf der.Russischen Universität Charkow, und(doch höchst wahrscheinlich Derselbe) i 8 <> 6 . Zeichen-meister derjenigen von Wirzburg genannt.

Marheus oderMarheis (Georg). Sonennt Bartsch (peintre 6 rav. IX. 42V.) einenuns bisher ganz unbekannten Formschneider vonAugsburg , von welchem er ein einzelnes in Hell-dunkel mit drey Holzstöcken sehr wohl ausgeführtesBlatt: Eine Flucht in Egypken, nach irgend einemgeschickten Meister, ziemlich im Geschmack der ita-lienischen Schule nennt. Auf einer Pyramide leseman: A'o»§ il^at/ierL kurmsckneiller Vkl chierzwey ? ausgelöschte Buchstaben) ^u^spur^. Undunten auf einer zerbrochenen Säule wieder: Ma-clieus. Das lorß etc. finde sich indessen nichtauf allen Drücken.

* — — oder Mathieu (I.). Von

einem französischen Kupferstecher dieses Namensführt ein Verzeichniß meines sel. Vaters ein Duzendvon 1616—28 gestochene Blätter, meistens Bild-nisse, darunter viere »ach Ferdinand an, dann.-Lmbleme surle lUsris^e cicLliristine llekrÄncs,Ouctiesse «je 8svo^e en 1619. und Linblömesur le 8le^e 6e lUastrick en 1624.was, wo Wiruns nicht irren. Alles zu irgend einer Lkroniguescanllrckeuse zu gehören schien. G. unten auchI. Marhieu.

* — — (Tobias). Lau;« II. 2.270. nenntihn Balrhasar Marrhieu, und datirt seine im

Marhieu.

Lex. bemerkten Arbeiten in Turin von i 656 . Der-selbe ist nicht mit dem unten folgenden TobiasMarrhervs zu verwechseln.

— — S. auch Märchens.

Marervs, s. Marchervs.

*Marbey( ). Neben 24. Bildnissen(wahrscheinlich alle für Odieuvre's Verlag) führtein Verzeichniß meines sel. Vaters, von ihm:kevolte «le liallulptie, koi «je l'kurmßye en64 «. und kepln le 6 ref, tue un I.Ion. Vignettennach Bouchers Zeichnung, zu irgend einem histo-rischen Werke an.

Mathias (Gabriel). Nach einem nns sonstunbekannten Künstler dieses Namens hat I. M-Ardell das Blatt eines jungen Mann's, in Drey-viertel-Ansicht, als Matrose gekleidet, im Begriffeinen Strick zu zerreißen, in Schwarzkunst geschabt.

— — S. auch Matthias.

* Marhieu (Anton). Nach ihm haben L.Surugue das Bildniß des ältern Ludwigs vonBoulogne , und Ungenannte eine Anbetung derKönige, und eine Anbetung der Hirten gestochen.Hingegen kennt man von ihm oder einem andernKünstler gleichen Namens eine Ruhe in Egyplennach P. F. Mola .

* — — (David). Nach ihm hat Bernigervthdas Bildniß eines E. C- von Mannteufel, I. I.Haid des I. H. Samuel Focmey's, und KrügerAbrahams von Humdert gestochen und geschabt.

— — (Georg David), Davids Sohn, geb.zu Berlin 1727. lernte bey seiner Mutter, RosinaListeuwsky, das Bildnißmalen, gieng nach Schwe-rin , und starb dort 1778. Mcolai.

— — (Heinrich Friedrich Leopold ), Davidsjüngerer Sohn, geb. zu Berlin i/bo. lernte eben-falls bey seiner Mutter, und malte Bildnisse undGeschichte. Seit 1771- hielt er sich mehrentheilszu Götlingen auf, und starb daselbst 1778. MenselI. II. s. v. Marrhieu.

— — oder Marrhieu (Johann), einfranzösischer Kupferstecher, Schüler von Longueil,geb. zu Paris 1749. Derselbe hat mit gutem ErfolgLandschaften mit Figuren gestochen, wie z. B. zuden Reisen von Choiseul-Gouffier und St. Non.Dann mehrere einzelne Blätter nach Fragonard (labonne jVköre und le 8erment «j'^monr), HilairS(I'Lsclsve üenreux ) » du Jardin , Mayer,Michau, C. Poussin, Ruysdael , Wagner, Wou-wermanns, wovon Rost Vlll. 222—22. ein Duzendanführt; auch (dieß gemeinschaftlich mit Deque-vauviller) ein eigentlich historisches Blatt: kr«,-cession «ju 8t. 8acremsnt, nach A. Carracci.Sein ?o8te prös «j'^nver.-? nach Wouwermanuswird von einem bewahrten Kenner, mit Geschmack,Fleiß und ganz in des Malers Geist ausgeführtgenannt. Ihm gehört auch ohne Zweifel das Blattder zwey schönen Statüen, einer männlichen kon-sularischen, und einer unbekannten weiblichen imXXIII. Heft von Tl)icar's Oalerie «je b'Iorsncs(1801.). Dann im XV.HeftdesMuseeIraichar's:Laban, der seine Götzen sucht, von la Hire 1802.)und im I.V. Heft eine Landschaft von Gelee N°. 46.(1807.) beyde nach Marchais Zeichnung. Somitist er auch wahrscheinlich derselbe, der noch in denneuesten Tagen, mit Andern, für la Borde's

plttoresgue «j'Lspa^ne gearbeitet hat.

* — — (I ). Von dem das Lex. ohne seinesVornamens zu gedenken, sagt, daß derselbe dieGenealogie des Hauses la Tremouille gestochenhabe, dürfte mit obigem Marheus der nämliche,und wohl auch derselbe I. Mathieu seyn, vondem man, nach Godrans Erfindung, vier BlätterTriumphbögen kennt, die in i 656 . zu Dijon dendem dortigen Einzüge des Herzogs von Espernoyerrichtet wurden.