Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
876
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8^6 Millot.

gute Notizzen über unsern Künstler giebt, undneben Anderm bemerkt, daß er durch seine Wohl-thätigkeit gegen die Armen sich selbst in die dürftig-sten Umstände versetzt habe, sieht man ebenfalls dieAbbildung eines seiner Gemälde im Französischen Museum, das freylich nicht zu dem Bedeutendstengehören mag.

— (Johann, und dessen Sohn). Einigehaften, wohl irrig, beyde für Sohne von JohannFranz.

* — — (Joseph). Dieser ist nun wahrschein-lich des in 1720. oder 32. verstorbenen JohannsSohn, dessen das Lex. ohne seinen Namen zu kennen,unter dem Art. seines Vaters anführt. Derselbestarb 1777- gegen 80. I. alt. Er malte ebenfallsLandschaften in heroischem Styl. Im Salon 1746.sah man von ihm ausgestellt: Die aufgehnde unddie niedergehnde Sonne,^ und: Dellius, der dasLandleben dem Stadtgeräusch vorzieht. 6a«/t «ieFt. 6e,i«arn 294.

— — ( ). So Wird auch im Almanach

6es Leaux-Arts von 1802. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Kupferstecher genannt.

Millhomme, s. Milhomme.

Milliere ( ). So wird im Almanack

lies 6eaux-Arts von 1802. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Baumeister genannt.

Millies ( ). So heißt ein noch lebender

ausgezeichneter holländischer Künstler, der schon zuLyonner's Lebzeiten, damals noch als Jüngling,würdig erachtet wurde, desselben unsterbliches Werküber die Weidenraupe zu vollenden, und von demnunmehr in den neuesten Tagen (1808.) Blätter zuRudolphi's Arbeit über die Eingeweide-Würmerangekündigt wurden, die er, unter der nähernAufsicht des Prof. Brugmans zu Leyden ausfertigensollte. Tüb. Morgenbl. 1808. S. 7»o.

Millin (Anbin Ludwig), deeGrandmaison,führte schon zum Theil 1797. und seither bis undMll 1808. die Titel: Nembre «je l'lnstftut et <le1a ftößion ü'üonneur; Oonservateur rles Ne-«lailles, äes klerres ^ravöes et ües Antic^uescls1a lZibllotkegue imperiale; krokesseur ü'Anti-guites; älembreäe 1a8c»ciete tio^ale ües 8cien-ces äs doettinAue, äe l'Acallemle Icalienne»«ie celle äes Lurieux äs la Xature a Lrlan^, «les8ciences pk^sigues «le Xuric, ll'Distoire natu-relle et üe lVliueralo^ie ciJens, sie I'Acaäemiekoz'ale äe Dublin , äe la 8ociete ftineenne äeDonäres, äe l'Acaäemie ko^ale äes Antiguitesäe Lopenüs^us, äes 8ocietes cl'Distuire natu-relle , pbilvlnatiljue, ^alvaui^ue» celtigue»meäicale, «i'eniulatlon, äe l'Atüenee lies arts akaris; «les Acaäemies et 8c»cietes tles8clencesllsUrin, D^on, Hauen, Abbeville , IZoulvAne,?oftiers, Xiort, dlimes» lVIarseille, Alen>,on»Oaen, Orenoble, Lolmar, bianci, 6ap, 8tras-bour^, Na^ence, öesan^on, biantes, 8ol88ons,Dille ete. ecc. etc. Seit ungefähr 1780. beschäf-tigte sich dieser unermüdete Gelehrte mit mannig-faltigen Zweigen der Wissenschaften, oder vielmehrihrer Litteratur, und derjenigen der Naturgeschichte,der Alterthümer und der bildenden Künste insbe-sonderö. Hier beschränken wir uns auf seine zahl-reichen verdienstlichen Arbeiten im Fache dieserletzter». Dahin gehören, vor Allem aus: Anci-huices nstionalc8, au Descriptian äes lVlo-nssteres » Abbaues, Lüateaux etc. äevenusDomaiues nationsux. 5. Vol. 4". 791—97.(Wahrscheinlich war es dieses Werk, welches ihmin 1792. einem Dekret des damaligen National-conventts zufolge, ein Geschenk von 2000 Livr. ver-schaffe). Dann folgte: lntroäuction a l'etlläs«les lVIe-numens antlgues 8°. /9k. lntrocluctlonä l'etuäe cle8 Dierres ^ravees. Doä. u. »vuv.Lä. 798.. — Description cle8 8tatues äes 1 uile-ries 120.. ^08. — Description ä'un Lsmee cluDabinet .äes Antiquen äe 1a öibliotü. nacion. 8J

Milot.

800. (Als Conservator aller dieser Schätze gab eralljährlich im Pantheon einen Curs der Archäologie).Hauptsächlich verdient um die ältere französische Kunstgeschichte, ist er durch sein in 1802. begonnenesWerk: Nonumensantiques ineäits ounouvells-inent expliques, cvllection äes 8tatues» 6as-reliefs» Dustes, Deintures, lVIosai'ques, 6ra-vures» Vsses, Inscriptions et Instrum6N8, tiresäes collections nationales et particulieres etaccompa^nes ä'un texte explicatik, wovon bis1804. die vierte Lieferung des zweyten Bandes er-schienen war, und das Heft (sehr mäßig) 6. Livr.kostete. In i8o5. las man von ihm Programme «inOours «ie l'Distoireäes Arts ckeL les Anciens. Zo.Mittlerweile war er seit 1793. Herausgeber deslVIatzasln Lnc^clopöäique, welches bis i8o5.fortgesetzt wurde, und worinn ebenfalls Manchesdie bildenden Künste Betreffendes niedergelegtist, so wie er auch an der Dccaiie littcrairsAntheil nahm. In 1806. erhielt er die Stelle einesProfessors der Alterthümer bey der Kaiser!. Biblio-thek, mit 5oo«. Fr. Gehalt. Seither (1807.) machteer sich durch seine Anmerkungen zu der französischen UebersetzungvonDallarvay's: leskeaux-Arrs enAnZleterre nicht wenig verdient, und in demselbenJahr noch weit mehr durch die Herausgabe seinerVo^a^e «ians les Dep»rtemens «iu lVlltii «ie lakrance, Z.1?om. ^r. 8°. karis 807—8. mit Kupfernund Karten in Kl. Folio, eines der seltenen Werke,das seinen Gegenstand vollkommen erschöpft, wennman ihm gleich eine gewisse Redseligkeit nicht ohneGrund vorwerfen kann.

MiIli0 n ( ). Nach einem uns sonst ganz

unbekannten Künstler dieses Namens hat I. Lantedas Bilbniß Papst Clemens XIV. gestochen.

Mills oder Millot (Franz), ein wenigbekannter französischer Kupferstecher des XVll.Jahrhunderts, von dem man, für irgend ein histo-risches Werk, etliche Blätter kennt, deren eines dieSchlacht bey Honcourt (1H42.), dann fünf andre(gemeinschaftlich mit L. Spirinx gestochen), denEinzug des Prinzen von Conde zu Dijon vorstellt.

* Millot oder Milot (Heinrich). Inseinem Geburtslande (Bayern ) blieb er so gut alsunbekannt, und kam wahrscheinlich frühe nachParis . Späterhin arbeitete er mit vielem Ruhman dem Pfalz-Zweybrückischen Hofe und in Stras-burg, und kehrte dann wieder nach Paris zurück,wo er wahrscheinlich gestorben ist. Die Galerie vonMünchen besitzt von ihm das Bildniß des HerzogsSamuel Gustavs von Zweybrücken, in Lebensgroße,von Männlich.

— — ( ). So heißt auch im Almanach

lies 6eaux-Arts von 180Z. ohne Weiteres, eindamals zu Revers lebender französischer Bildhauer.

Milne ( ). So nennt Dallawap 1.181.

einen englischen Architekt, der die Brücke Black-friars zu London mit (unnützer Weise doppelten)Säulen gebauel habe.

* Milocco (Anton). Lanzr II. 2.281. nenntihn, zwar nicht einen Schüler, aber doch einenGefährten deö Ritters Deaumont; trockner alsdiesen in der Zeichnung, überhaupt minder cul-tivirt und geringer» Maler, aber dennoch, einergewissen (jener fatalen!) Leichtigkeit wegen, gernevon Privatpersonen, und (warum nicht?) selbstvom Hofe zu Turin gebraucht.

* Milon (Johann), s. Melon.

* Milone (Altobello), s. Melone, sowohlim Lex. als in gegenwärtigen Zusätzen.

* Milot (Heinrich), s- Millot.

— — (Philipp). So heißt bey Gandellini,ohne Weiteres, ein Kupferstecher, welcher Gold-schmicdsziercikhen und Zeichnungen für eingelegteArbeit gectz habe.