Monserrate.
er für's dritte Heft vonDefiennes Ltullos <I'. 4 r-brös, und in 1804. sah' man von ihm ein Blatt:lö 8olllat romsin hiesse, nach Dronaiü und derZeichnung von Gautheret, und eine Thisbs nachdiesem letzter», jedes zu 5 . Fr. eVE>. ^
I, 22. H 17. lV. 126.
Monserrare (Fr. Loreuz de), ein geschickterKunststicker, gebürtig von Besau^on, kam nachSpanien , und erhielt von Philipp il. die Aufsichtüber altes, was in seiner Kunst iin Escurial gear-beitet wurde. Dort starb er auch 1678. /iorilloIV. 92.
Monster» (N.), ein französischer Maler desXVIll. Jahrhunderts, nach welchem L. I. Ca-thelin eine Erigone, und I. de la Croix Ludwigbe» Heiligen, als Gefangenen (1770.) gestochen hat.
— — ( ), ein französischer Geschichts-
maler (vielleicht des obigen Sohn), Schüler vonPeyrvn. Derselbe war bereits Mitglied der ehe-maligen Königl. Akademie. Die erste uns bekannteArbeit von ihm war indessen diejenige, welche erim Salon des I. Vl. ausgestellt halle: Zeuxis , derseine Juno (nach dem bekannten — gefährlichenKünstlerwahn) aus fünf griechischen Schönheitenzusammenstickte; was übrigens die cker
l. Zj 5 . ein Bild von angenehmer Comxositionu»d köstlicher Vollendung nennen, nach welchemPatas ein Blatt zu stechen angefangen, und Ele-ment, sein Schüler (1801.) vollends zu fertigen an-gekündigt hatte. Diesem folgte im I. lX. O. l>. X.)der Löwe (des XVll. Jahrhunderts!) der aus derMenagerie zu Florenz entronnen war, und einKind bereits im Rachen trug, dann aber dasselbeder zu seinen Füßen flehenden Mutter wieder aufdie Erde legte, und seinen Weg — königlich weiternahm; ein Werk, dessen von Seite einer Jury derRegierung öffentlich Ehrenmeldung geschah, unddas auch — gerade durch den Schauer, welchen eserweckte, von oem Publikum großen Beyfall erhielt;eine Beschreibung und Abbildung davon im Umrisse,nebst Kritik über dasselbe s. bey Landon Annal.1 .1Z9— 4 «i. und VI. 8—9. wo ihm besonders dasManierirte und Uebertriebcne in dem Ausdruck derbeynahe an Wuth gränzenden Verzweiflung derMutter — hinwieder am Charakter des Löwen , undendlich die Ungewißheit, worinn der Zuschauer überdas Schicksal des Kindes bleibt (ob mit Grund?)vorgeworfen wird. Zuverläßig auf den Salonvon, I. x. dann gab er: Mokiere, der bey derNinon Lenclos , in Gesellschaft der geistvollstenMänner seiner Zeit — man denke, mit welchemGenuß für sie! — den Tartüffe vorliest. „DasGanze" (heißt es l. 0. II. 20h.) „ist sehr wohlgeordnet; die vielen Figuren gut gruppirt; Allesvoll Leben, und der Ausdruck des individuellenCharakters sehr wahr." In den LVonvelle- vier^/rk ii zz. erhält dieses Bild gleiches Lob, und»och darüber das der korrekten Zeichnung, selbst inbe» kleinern Details. Nur die zu einförmigeStellung der Beine, und die gleich frische Carnationaller Köpfe wird daran genüget. Eine Zeichnung:Der sterbende Darius von ihm, fiel ebenfalls inUioi. bey einer Auslosung der Gesellschaft derKunstfreunde zu Paris einer Mad. Lcray zu. I. c.l- öbu. Sein von seinen Freunden und Geistes-stenossen umringter, sterbender Raphael dann auf derAusstellung vom I. 1804. heißt bey Landon l. c.Vl. 127. „ein sehr schönes, gutgedachtes,wohlge-vrdnetes und kräftig colorirtes Gemälde; ein schönesDpfer, das die Kunst der Kunst und dem berühm-tsten Künstler bringt. Schade, daß die Dimmen-lion der Figuren nicht größer (unter Halblebengroß)lst- Und Ebendas. X. 101. wo er davon einenähere Beschreibung und gute Abbildung im Umrissellledt, rühmt er noch (die Hauptsache) den wahrenund natürlichen Ausdruck; und bemerkt, daß diesesAttrk von Morrssaup, und sein Moiicre bey Ninonvewejsen, daß er seine Bilder eben so geistreich aus-führen, als die Gegenstände gut zu wählen wisse,sieben dem Bett des Sterbenden hängt seine nicht
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ganz vollendete Verklärung, und über der Thüredas Liidniß seines Lehrers Pcrugin! Endlich danngiebt uns der pausanias Fran^ais S. 187—92.die Beschreibung seiuer zwey noch 18..8. ausgestell-ten Gemälde: Der Aspasia , die sich mit den be-rühmtesten Männern von Athen unterhalt, undPouffin, der dem Kardinal Massimi nach Hanszündet, welcher ihn bedauert, daß er keinen Be-dienten, und hinwieder der Künstler den Depur-perten, daß dieser — so viele habe (von dem erstemauch die Nachbildung im Umrisse). Dieses findeter, aus leicht begreiflichen Gründen, nicht vondem Interesse, wie seine» Möllere, der eine wirklicheHandlung darstellt; die Köpfe dann zu wenig antik,die Aspasta eine artige Französin, und den Alci-biades nicht den, der den Blitze schleuderndenAmor in seiner Fahne vor sich Hertragen laßt; anTenophon nicht seine keusche Grazie; und wer garnicht hieher gehörte) den Weiberfeind Euripides .Dafür rühmt er die ziemlich correkre Zeichnung,und die überhaupt angenehmen Beywcrke, und rügtdagegen das erkünstelte Colorit (kactice et e„-vinö-?). An der Anekdote von Ponffin dann gefälltihm die Hauptperson am Wenigsten, die mehreinem Sganarell oder George Dandin, als demgroßen Nicola's ähnle. Ueberhaupc tauge derGegenstand nicht für die bildende Kunst, da manwohl das Heimgeleiten des Kardinals . aber Pous-sins schönes Wort so wenig vorstellen kenne, alsein Tänzer solches mit dem: gu'it moui-ut desalten Horazier's durch einen Amull coup üe pieck— wohl umsonst zu thun versuchen wollte, u. s. f. u. f.mit noch mehr, eben so Witzigem als Wahrem.Dafür sey dann freylich die Färbung in diesem Bildebesser, und die allgemeine Wirkung harmonischer,als in dem erster». Noch weiden von unsermKünstler bey Fiorillo Ili. 214—15. Venus undAdonis, die Erziehung des Amor, und Eponinaund Sabinus genannt, welches lctzrre mit demAufmuntcrungspreiß gelohnt worden sey. Eben-falls in 1806. erhielt er von dem Kaiser Napoleon den Auftrag zu einem der kleinern Gemälde, welchedie merkwürdigsten Ereignisse des (damals jüngstendeutschen Feldzugs enthalten sollte. Was er ge-liefert habe, ist uns unbekannt. Denn, ungeachteter irgendwo in 1807. nicht mehr unter die Lebendengezahlt wird, finden wir ihn wieder in öffentlichenBlättern unter denjenigen Pariser -Künstlern, diesich gegenwärtig befanden, als der Kaiser denSalon von 18118. besuchte. Wirklich gab er indenselben ein Bild: Die Versammlung der italieni-schen Consulta zu Lyon , von welchem es im Tüb.Morgenbl. S. 1126. (unter dem irrigen Künstier-namen Monsieu) heißt: „Große Zahl von Figu-ren, die im Amphitheater herumsitzen; Geschick-Uchkeil in ihrer Lcrrhcilnng, aber gänzlicher Mangelan Leben; das Colorit durchgehende, zu blau!"Von einem andern: Sokrates und Alcibiades imHause der Aspasia das sich auf dem Parücr-Salonvon i8u6. befand, liest mau dann freylich inMeu sels Ärch. II. ö. 91. „ Es ist plump ge-zeichnet, ohne Große, und von falscher Färbung.Monsiaup ist eingeschlummert; er kann aberwieder erwachen." Dieser Künstler verschmährtees übrigens nicht, von Zeit z» Zeit auch Blatterfür verschiedene Prachtwerke zu zeichnen. So z. B-für eine in 1798. bey Didot dem I erschieneneO.uartausgabe der Werke von I. I. Rousseau ; so,gemeinschaftlich mit le Barbier (i8ub.) zu einerneuen Uebersetzung der Ovidischen Verwandlun-gen, u. s. f.
Monsignore auch Lonsignore (Franz),auch Fra Gio.ondo genannt. „ Man muß " (heißtes bey Lanzi 1 l- 2Z7.) „diesen Künstler nicht zuVerona , sondern zu Manlua sehen, wo er seinenfesten Aufenthalt nahm. Zu den schönen Formenund der reinen Zeichnung seines Meisters Mantegn«gelangte er nicht; aver sein Geschmack neigte sichdenn doch merklich schon zu dem neuern: Zu denvollen Cvntouren, den minder engen Falten, undzu mehrerer Mürbigkeit. In der Perspektive war er
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