Band 
Zweyter Theil [2].
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906
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906 Moore.

weltberühmte», jetzt, was ihre Kunstschatze betrist,in Paris stehenden Villa. Er war es überhaupt,der die Römer zuerst, englische Garten anzubauen,lehrte. In der Galerie zu Florenz steht man seinvon ihm selbst gemaltes Bildniß, mir einer herrli-chen waldigtcn Landschaft, worin er, die'Kleiderneben sich gelegt, unter einem dichtbelaubten Baumeruht. I. 1Z8 4 ». Warum Fiorillo

in seiner Englischen Schule dieses merkwürdigenKünstlers keine Erwähnung thut, ist uns unbekannt.

Moore (Jonas), Großmeister der englischenArtillerie Unter seiner Anleitung wurde das ersteObservatorium zu Greenwich aber so bizarrund fehlerhaft in seinen Ebenmaaßen erbaut, daßman es eher für das Sommerhaus eines reichenLondners halten sollte. I. 127.

(I.). So heißt irgendwo ohne Wei-teres, ein englischer Kupferstecher, von dem manein Blatt, die Keuschheit Josephs, ohne einenandern Namen, kenne.

(Samuel). Und so ein andrer, der zuAnfang des XVIII. Jahrh, zu London gearbeitethabe.

Mooß ( ), ein Künstler von Zng in der

Schweiz . Von demselben sah man auf dem Zür-chcrsalon von 1799. eine Lucrezia in Oel , undauf demjenigen von i 8 o 5 . das Bildniß des H. AbtEtadlers zu Engelberg .

* Moopaerr,s. Moojaerr, und Moyaertt

Mora (Franz dc), ein spanischer Baumeister,Nachfolger deü I. von Herrera in der Baute desEscurials, wo neben Anderm, eine Kirche amFuß der Anhöhe bey diesem ungeheuern Lustschloßsein Werk ist, und ohne Verzierungen jenes Großehat, das so nur um desto besser gefällt. In Madrid dann sieht man seinen PaUast de los Consejos, dengrandiosesten von allen. Ebendaselbst verbesserteer das Kloster St. Philipp Reale, welches frü-heren (1600.) nach der Zeichnung von Andreasvon Nantes angefangen wurde. Von diesen bey-den letztgenannten beyden Werken giebt Milizia(. ter?. 1. 34344). die nähere Beschreibung.

(Hieronymus di), ein spanischer Ma-ler des XV. Jahrhunderts, Schüler des A. S.Coetto, der in solchem Ansehen stand, daß er imPattast dell Pardo das Gewölk des Saals, wel-ches an die Zimmer der Königin stößt, mit seinenBildern verzieren mußte. Andre brave Arbeitenvon ihm findet man in Valenzia. Fiorillo IV.176.

^ (Joh. Gometz de). Dieser baute das

prächtige, und nach seinen Ebenmaaßen so schöneJesuiter-Collegium zu Alcala; die Königl. Kircheund Convent der Franciscaner - Scalzbrüder zuMadrid , woran aber wenig zu loben ist; nach Ei-nigen auch das ähnliche Convent der Augustiner -Gcalzbrüder ebendaselbst, dessen Inneres später-hin von Ventura Rodrigue; aus Dorischer Ord-nung in Ionische umgestaltet worden. Unter sei-ner Leitung endlich entstand der größere Platz zuMadrid , der sich aber mehr durch seine Geräumig-keit und Gleichheit der Gebäude rings umher, alsdurch eigentliche Kunstschönheit ausnimmt. Hir-ll-LM L 6 . tsi'L. I. 34/,.

Morace (E-), Kupferstecher, geb. zu Stutt-gard um 17O3. Weitere Nachrichten von seinemLeben sind uns unbekannt. Nach seinem Grabsti-chel zu urtheilen, ist er ein Schüler I. G. Müllersvon Stutkgard. Zu seinen vornehmsten frühernArbeiten gehören: Der Tod des Archimedes ausder Galerie des Herzogs von Orleans, nach Mola;Is Ulaisir inuocent und le dlis soi^ne, nachMurillo (drey für die Richtigkeit in den Umrissenund die Keckheit in der Ausführung, in Men-sel s Mus. xviii. 42931. sehr gerühmte undumständlich beschriebene Blätter); dann die Bild-nisse seines Meisters, Müllers, nach F. Tischbein

Moral es.

(mittelmäßig); und Angelike Kaufmann, nach Rey-nolds vortrefiich, aber von dem berühmten Kurpferdrucker Raboz) (den Francnholz mehrere Jahrein Arbeit hatte) sehr rußig und schwarz ausge-fertigt; Schubart's des Vaters, n. a. )vost ll.074. unv besonders MeuseIs Archiv II 5 .1/, >42. In neuern Tagen (18027) sah man vonihm für das Musee Francais gestochen:

Heft XVII. eine antike Clio, nach Vartholnii's Zeick-

ming.

- xxvi. Die Pallas von Vellctri (etwas schneidend)

nach Granger's Zeichnung.

- XXXII. Die Fortuna von Guido (früher auch von

Strange) nach Ebendes- Zeichnung.

- XI.VII. Venus und Vulkan von Jul. Romans,

wieder nach Granger's Zeichnung.

Moraglia (Jacob), ein junger Künstler vonMailand, "der im I 1808. bey der dortigen Aka-demie den vierten Preiß in der Zeichnung für Kurpserstichs-Ornamcnle davon getragen.

Moraine ( ). So heißt irgendwo ein

uns sonst ganz unbekannter Künstler, der um 17b).nach P. A. Baudoin ein Blatt: t'Oisoau so von^.u^ure, gestochen habe.

Morainville (de) gieng als Zeichner derNaturgeschichte i7ö5. mit Eondamiue in America ,und blieb in der Provinz Quito , wo er sein Lebendurch einen Fall vom Gerüst einbüßte, als er eineKirche zu Cicalpa, nahe bey der Stadt Riambaml'abaute.

Moral (Lesmes Fernande! del). So nenntFl'oriUo IV. 10Z. und A>. einen spanischen Gold-arbeiter des XVI. Jahrhunderts, der mit seinciuSchwiegervater Juan de Arfe y Villafanc, nebenmehr Anderm, die Cusiodia in der H. Kirche zuOsma gemeinschaftlich gearbeitet hatte, und in derFolge zum Ensayador mayor (Münzaufseher) zuScgovia ernannt wurde. S. unten auch Frau;de Morales.

6 Moral es ( de), mit dem Beynamen derGöttliche, hieß Lhriftobal perez oder Ludwig.Derselbe gelangte in seiner Geburtsstadt Badajoz zu einem so großen Ruhm, daß man sogar dieStraße, worin er wohnte, nach ihm benannte;dem ungeachtet lebte er in einer gewissen Dürf-tigkeit, weil er seine Arbeiten so sauber und fleisiigausführte, daß er, wenn sie ihm auch reichlichbezahlt wurden, dennoch keinen großen Gewinndaraus ziehen konnte. Ohne diese Bemerkungwürde die im Lex. von ihm erzählte Anekdote soziemlich nach göttlicher Unverschämtheit riechen.Nach Palomino würde er, wie eben auch das Lcz.sagt, des Unterrichts von P. Campanna zu Sevilla genossen, nur kleine Bilder auf Kupfer gemalt, eineZeitlang in Escurial gearbeitet haben, und hier-auf in sein Vaterland zurückgekehrt seyn, wo erbis an seinen Tod eine Königliche Besoldung er-hielt. Mehrerni hievon wiederspricht dann Ber-mudez. So viel scheint gewiß zu seyn, daß erkein Schüler des Campanna seyn konnte, und daßer auch weit größere Werke, als Palomino ihmzuschreibt, hinterlassen habe, die man in den öffent-lichen Gebäuden zu Toledo , im Pallast del Pardo,zu Valladolid, Durgos, Miraflores, Granada u.sf.hinterlassen habe, von welchen Bermudez wirklichdas Verzcichniß giebt. FtorlUo VI. 114

Ob dieser Künstler, wie Rehfues (Tüb. Mor-genbl. 1808. S. 12Ö0.) meint, sich nie über dieGränzen seines Talents hinaus wagte, scheint unsdenn doch problematisch genug zu sey».

(Diego de). So nennt Frorillo I. e.221. ganz ohne Weiteres, einen spanischen Malerdes XVII. Jahrhunderts.

(Fra Franz). Und so (ib. 38 1.) einenandern, geb. auf einer der Tercerischcn Inseln i6vn.und gest. 1720. Freund und Schüler des Pachsmino, der sich in der Karthause zu Paula einklei-den ließ. Seine Arbeiten daselbst und bey ken