Band 
Zweyter Theil [2].
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M o r a l e s.

Kalthäusern ju Padua werden in berdientkn Ehrengehalten.

Moral es (Thomas de). Undso(il>. i 55 ), eben-falls, ohne Weiteres, einen svanischen Goldschmiedves XVI. Jahunderts, der vielleicht eher del Mo-ral heißen sollte.

Morali (Anton), ein junger Baumeister vonBergamo , wird in öffentlichen Nachrichten unterdenjenigen genannt, die in 1806. von den beydenAkademien der Schönen Künste des KönigreichsItaliens bey dem damaligen Concurse für würdigbefunden worden, zu Fortsetzung ihrer Studien,als Pensionnaits , nach Rom gesandt )u werden.

* Moran (Bartholom 6 ). Einen Künstlet die-ses Namens scheint Fiorillo lV. 275. ganz ohneWeiteres unter die beßten spanischen Maler desXVI- Jahrh, zu zahlen. Dagegen nennt das Lcx.einen Barrholonie Jugn Moran, unter denje-nigen Goldschmieden, die in i 5 oo. an der Custo-dia zu Toledo gearbeitet hatten.

* — — (Sanjago). Und eben so, ohne Wei-teres, nennt FioriUo l. c. 21. einen spanischenMaler aus der ersten Hälfte des X VlI. Jahrh,unter denjenigen Künstlern, welche sich damals durchihre Talente sowohl, als durch Errichtung einermilden Stiftung zu Naladolid Ruhm erworbenhatten.

Morand (Anton), geb. zu Ponkcvaux enDresse, ein mechanischer Dilettant«. Um 1716.verfertigte er für die Zimmer des Königs zu Ver-sailles eine (heißt es) ziemlich scheue Uhr mit Au-tomaten. Da wir nicht wissen, was daran vonbildender Kunst seine Arbeit seyn mochte, so ver-weisen wir übrigens auf die nähere Beschreibungderselben bey de Fonrenai.

Morandi (Johann Baptist), ein Mailandi-scher Ritter, gab in 1744. eine Geschichte der Bo-tanik, wozu er die Kupfer selbst geatzt hatte.

* — — (Johann Maria), geb. 1622. gest.1717. Derselbe lernte eine kurze Zeit bey Bilive» t,ging dann »och jung gen Rom , und folgte dieserSchule. Dort lenkte er sich besonders zu Eorto-na's Styl, und mau schätzte ihn ziemlich hoch.Eine Heimsuchung von ihm in Maria del Popoloist ein schönes Bild; und noch geschätzter, für Stu-dium, Mannigfaltigkeit und guten Effekt, sein Todder H. Jungfrau alla Pace. Dann malte er auchfür GaUcrien, und zog viele Schüler. Ln»--: l.Liä. und 5 j 8 . und LioriUo I. der obigesLob in etwas zu ermäßigen scheint, so wie ihndenn die Schrift: Wmkeimann u. s Jahrhun-dert G. 2 >7. vollends einen Plagiarier von Pla»giericru nennt. Nach ihm führt ein Verzeiehnißmeines sel. Vaters, nebst an die Zo. Bildnissen,meistens Pabste und Cardinäle, von Billy, Blon-dem,, Elouer, Langlois, Epierre, Testana, Wau-mans, namentlich auch fei» eigenes in der Gale-rie zu Florenz , von Billy, dann eben dieses Ver-zeichnis und der Katalog von winkler auch Ei-niges Geschichtliches au; wie z. B. den erwähn-ten Tod Mariä von P. Aquila; einen St. Niclausde Bari von Blondeau; eine Verkündigung vomGrafen Caylus geätzt und von N. le SueuralaEan-guine in Holz geschnitten; ein Pfingstfesi von eben-denselben in grün Camajeu (beyde wahrscheinlichnach Zeichnungen); einen Christ am Kreuze, vonJ' Collin; St. Philipp Neri in Anbetung von B-Fariat, und eine Heimsuchung ohne Naimn desStechers.

*Morand»ni (Franz), genannt Poppi ,von seinem Geburtsort im Florentuusche», st. - 568 .Von ihm heißt es bey Lanzi ( 1 .170): „ In seinemBilde, der unbefleckten Empfängniß zu St. Mi-cheiino, dann in seinem Beßten, der HeimsuchungMaria z« St. Nicola, beydes in Florenz , so wie inmehr andern Arbeiten, zeigt er sich als Nachah-mer seines Lehrers Valari, nur daß er mehr insKleinliche gab als dieser, und eben so mchr aufs

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Muntere unö Pomphafte hielt. Die erwähnte un-befleckte Empfängniß hat le Mire für das XXI.Heft von lDicar's '?sblcaux etc. lle I» täsleri«Üe b'lorence gestochen.

* Morando (Paul)- s, Eavazzuola in dengegenwärtigen Zusätzen.

Moräne (Niclaus). So heißt ein uns sonstganz unbekannter Künstler, der (167Z,) gemeintschaftlich mit L- Dorigny die Landung der Sara-cenen in dem Hafen von Ostia , nach Raphaelgestochen hat.

Moras ( ). So heißt im ^Imsnsck «leg

Leuux-^rtÄ von 180Z. ohne Weiteres, ein damalsin Paris lebender Baumeister.

M 0 rasch (Christian Gottfried), geb. zu Dres-den 1749. lernte das Zeichnen bey Lippert. Schonals zweyjahrigem Kinde halte ihm ein Schlagflußdie Beine gelähmt; dadurch ward er ganz zumsitzenden Leben bestimmt, und fand daher späterhineinen desto mehrern Beruf, sein ganzes Vergnü-gen in der Ausübung der Kunst zu suchen. An-fangs legte er sich auf Miniatur; da ihm aber dieHandschriften eines berühmten Emailmachers indie Hände fielen, so machte er auch in dieser Gat-tung Versuche, und brachte es durch anhaltendenFleiß zu einer beträchtlichen Etärkc. In der bey-nahe ganz verlorenen erhabenen Schmclzarbeit ver-fertigte er Bildnisse. Dann kennt man von ihmProspekte nach Canaletto , deren Cor.ture geatztsind, das übrige aber Alles mit eigener Hand vonthu» ausgemalt ist, so daß seine Blauer vollkom-men die Stelle der Urbilder vertreten. MenselII. nach Hellern. Seil 1789. hatten wir nichtsweiter von ihm vernommen Alsdann führt Blabein seinem Gelehrten Dresden (S. 99.) um 1796.von ihm colorirte Ptospektc von Dresden und derumliegenden Gegend (vielleicht die ichon erwähntennach Canaletto ) an. Noch zuverlaßiger sind es die,welche das Journal s. vilä. Künste l.8. 112-114.)naher beschreibt: Prospekte derDcstung Königstein;des Schlosses Sonnensteiu «chies wenigstens nachCanaletto, ; Anssiuu der Elbbrucke; der Katholi-sche» Kirche, »ebst einem Theil von Dresden ;alle viere leicht geatzt, und in Aaberlischer Ma-nier cvlorirt. Von denselben wird l c. geurtheiil:Die Zeichnung sey, dem grüßten Theil »ach, rich-tig, in Figuren ausgenommen; die Perspektiv hinund wieder irrig; die Illumination im Ganzen gut,und namentlich die Lust sehr wohl bearbeitet. Son-nensteiu sey wegen der dicken und unreinen Cvii-ture das schlechteste; die Aussicht dcr Elbbrückedas beßte. Endlich in Meusel's Archiv I.2. i 65 . (somit um 1804.) erscheint unser Künstlerneuerdings nunmehr als eigentlicher Kupferstecher,und arbeitete damals (noch immer in Dresden ) anzwey Landschaften nach dem Isländer D- I. Hial,tain, die sich in dem Kabinek des H. Pechwell be-fanden.

Moeävci (Matthäus). So heißt irgendwo,ohne Weiteres - ein polnischer Maler, von welchemman «ine Marter des St. Barkholomaus in 1662.nach eigener'Erfindung geatzt, kenne. Ob solcheretwa mit dem Matthias Moravius des LexikonsEine Person seyn mag?

Morarveck (Norbert) Bildhauer aus Böh-men , studirte in der K. K. Künstler-Akademie zuWien , wo er 1784. einen Preis erhielt. Mn.

* Morazzsne, s. MazzucheHi.

Morbiöki (Beat Ludwig), Bildhauer, arbei-tetet« um i 4 k>c>. zu Bologna in Holz, Stein u. s. f.

Latalo^nc 1. x. 79.

Morden! ), ein Engländer gab (wann?)00. perfisektivifche Vorstellungen von der StadtLondon .

More (Mary). So nennt Fiorillo V. 5 ij.eine mittelmäßige englische Künstlerin (Wahlschein-

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