Moreau.
* Moreau (Ludwig), geb zu Paris um 1712.Man kennt von ihm nur wenige Blätter mit seinemNamen, da er lange Zeit sich nur mit Thesen be-schäftigte. Späterhin dann ein Paar Bildnissedes Mnigl. Componisten I B- Nebels nach Wat-teau, und des Jesuiten da Pontc, ohne Namendes Malers; hauptsächlich aber den schönen Stichder Auferweckung von Jairns Tochter, nach laHoffe Rost VIll. i 55 — 56 . Weit Mehreres vonihm führt ein Verzeichniß meines sel Vaters an;meistens Bildnisse Dann eine Geburt und H.Familie, ohne (uns bekannten) wettern Namen.Ferners : Ansichten von Gegenden um Paris (18.Bl.) von Elise Saugrain unter seiner Aufsicht ge-stochen; die Stadt und Hafen Syra im Archipe-lagus, u. s. f. Zwey I. c. unter Ludwigs Na-men rubriziere Bildnisse des Jesuiten I. Nouet(1679.) und des Baarfüßer - Mönchen C- Freßen(1699.) können unmöglich von dem unsrigen, nocheher allenfalls von dem oben angeführten EdniusMoreau seyn. Lc»nk. den Cakalog von Brandes,der übrigens irrig den Stecher des obenerwähntenBildnisses von I. B. Nebel: T. /l^oi/rea» oureau nennt.
— — (L- G.), heißt bey Gaule de^Sk.Germain, S. S',6. der ältere Bruder des berühm-ten Zeichners dieses Namens (ohne Zweifel desobigen Johann Michels), der 1806. verstorbensey, und Landschaft in Gouache mit vielem Ge-schmack malte. So sah man z. B. von ihm »ochim Salon vom I. Xll. Ansichten des Parcs vonSt. Cloud, des Indischen Hauses von Petit-Bourg, der Stadt Paris vom Eingänge zu denClisäischen Feldern her, und der Ruinen des Klo-sters z» Montmartre . Wohl derselbe, der auchim ^lmansett äss 6esux-/Xrts von l8oZ. ohneWeiteres, unter den damals zu Paris lebendenLandschaftern genannt wird.
— — )- So heißt auch irgendwo
ein französischer Kunsigartncr, der um -75». inPommern gearbeitet hatte.
— — ( ). So heißt im Almanach 6es
öeaux-^rt8 von 180Z. ohne Weiteres ein damalszu Paris lebender Baumeister, der dort ausdrück-lich von dem oben angeführten Carl Moreauunterscheiden wird.
— — ( ). Eben so ein wahrscheinlich
gegenwärtig noch lebender Baumeister des HerrnFürsten Esterhazy in Wien , welcher in dem Hausedesselben, um 1808. die sogenannten NsblenuxM0UVSN8 (historische Pantomimen) angegebenhatte, von welchen die öffentlichen Blatter nichtgenug zu erzählen wußten. Ob es einer der beydenschon obgenannten Baumeister dieses Namens sey,die im .-zlmnnack ciss ttsnux-^rrgvon i8nZ. u. s. f.erscheinen , und den der erwähnte KunstiiebcndeFürst vielleicht mit steh von Paris nach Wie» geführthalle, ist uns unbekannt.
— — Valville ( ). Und so ein neuerer
französischer Künstler, nach dessen Zeichnungen vonscheußlicher Wahrheit Tresca die Tafeln zu I. L.Aliderr's vsssri'pcion öes Nslnciieg äs ttsankr. soi. pzris 806—9. ckex ttsrrois l'arris vor-treflich gestochen hat, wovon ein Heft 5 o.Fr. kostet«.
* LNoreels (Bartholomö), s. MoreUi.
*— Marrel, Murel, auch Mo-kelli aus Venedig genannt (Jacob). H. A.«usgen (N. A. S-189. u. ff.) beweist, aus seinenselbst geatzten Bildnisse sowohl als aus einem 1661.von ihm gegebenen Zeichenbüchlein, daß seinwahrer Name Marrel war, und schließt seineLebenszeit, die er meist in Frankfurt zubrachte, wodas Bürgerrecht besaß, zwischen 1614. und i 685 .e>n. Seine bessern Werke sind sehr selten; wenigerleine vielen flüchtigern, in welchen er der Natureben nicht immer treu blieb; doch nimmt man inallen eine gute Composition und warmes ColoritWahr . Er selbst hat das Bilvniß des Kaisers
Morel.
909
Leopold mit den sieben Kurfürsten, und I. A. Grafdarunter «ine perspektivische Vorstellung der StadtFrankfurt gestochen.
Moreels (I.), der jüngere, wahrscheinlichdes Obigen Sohn. Mit diesem Namen , und demDatum! i-'rrmcofurti 1661. bezeichnet, sah Hüs-gen (N A. S. 191 )- >» der Sammlung eines Dr.Kisners daselbst, ein historisches Bild, nach wel-chem aber der Sohn, in seinem Fache, unter derKunst des Vaters geblieben wäre.
* Moreelze oder Moreelsen (Paul),Maler, Baumeister und Formschneider (in Des-camps Reisen D Ueb. S. 117. wahrscheinlich ausVersehen Maurus genannt). Im Bildnißmaienkam er seinem treflichen Lehrer, M.Mirevelt, gleich.Eine seiner Bauten, das St. Cakharinen-Tdor zuUtrecht , ist schön componirt Seine Blätter inHelldunkel dann sind eben so vorzüglich als höchstselten. Rost V. 242. und andre führen deren zweyan: Eupido, welcher zwey junge weibliche Figurenin antikem Geschmack, tanzend an der Hand führt,und Lucretia , welche im Angesicht einer erschrockenenAlten todt zu Boden fällt, beyde mir -6-2. datirt.Von den hinwieder nach ihm gestochenen Blätternfindet sich die uns bekannte beßte Litteratur in denKataloge» von winkler und Brandes , und solchewerden theils dort, theils in einem Verzeichnißmeines sei. Vaters, (»ebst einigen Bildnissen vonW> I. A. Deist , I. Matham, S- Pastäus undW- Swancburg) mehrere historische, wie z. B-Esau, der Jakob seine Erstgeburt aberntet, undeine Auferstehung, beyde ebenfalls von Ewaneburg— ein weinender Petrus von Blooteling geschabt —Cephalus und Procris von de Pas — Ditma, welchedie Schwangerschaft der Callisto entdeckt, von I.Saenredam — Diana von Ackäon entdeckt, undMars und Venus, beyde von Macham — tüeenamourü Vouit, von I Watson geschabt, llltdeben daffUbe von C- White in punktirter Manier,fast Alles als schöne Blatter angeführt.
Morsen ( ), ein schwedischer Bildhauer,
kam um 174». gen Rom , wo er sich haushablichniederließ, aber in der Kunst keinen großen Ruhmerlangte. Er lebte noch um 177«.
Morel (Fr.). So nennt Basan (Lö. sec.1789.), ohne Weiteres, einen Künstler, der zuRom verschiedene Bildsäulen aus dem MuseumClementinum gestochen habe.
— — (I. B.). Und so einen andern, vondem man ei» zu Paris 1769. gestochenes Blatt: lskazrzsn mscontent kannte.
* — — oder Marell ( ), der Maler
von Antwerpen , hieß (nach Männlich) I.
— — ( ), ein wahrscheinlich, von Fr.
und I. B- (wenigstens von dem lcStcrn) verschie-dener, neuerer Kupferstecher zu Paris , der sich zu-erst durch seineschSnen Blatter des: vnteobnlumVelisano und der tzoraticr undCuriatier nachDavidbekannt machte; dann weiter um 1801. alsStechereiner H. Familie nach Jul. Romano sür's XX) II.Heft derst'sbisaux ecc. cis la Onlsrieöek'Iorsnce.und von 180s. an bis 1808 immerfort als einer dervorzüglichsten Künstler für das Prachtwerk desMusee Fran^ais erscheint. Für dasselbe gab ernämlich:
Heft IV. ein Conzerk von Aampieri» nach der Zeichnun-von rabadie.
^ V. gemnnscdattiick mit!a Pake«, eine Musik-Lehr«stunde von Lerburq, nach Marchais Aricdnung.
Von da an immer antike Staküen:
Heft IX. Die Muse Calliope, nach Ingre's Zeichnung
^ Xl. Juno, « Carelliö «
„ XXV. Zine Birchankm, « Ingre s »
„ XX Xtt. Ceres von Clensis, „ Granqer's >,
« Xxxvi. Kriechisch.Pbiiosopb« «öde,'deß. „
^ Xlttll. Bac«us-Earda»apal„ Cbendess. „
„ I.V. Minerva Deseme's ,,
Dann, neben diesen, (i8o))Niobe und ihre jüngsteTochter, wieder für die Nnblenux er 8r»rues s«