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unbekannten (wahrscheinlich verstümmelten) Künst-lernamen führt der Catalog von Brandes ein vonR- Sadeler (chbg.) gestochenes seltenes Blatt an:Llkl^ies 8. V. Narioe iniraculis clars. s 8er.Ouc. Urunsvlc: (Oorotk. Lricl zun. Lonzug.)ex 6ermsnia astvecta et Lolle§io 8.1°. in Eivil.korolivii ciono rlata.
MottL (Carl), von Motiers Travers im Für-stenthum Neuschatel, schnitt eine Preis-Medaillefür die Gesellschaft der Künste zu Genf nach einerZeichnung von Samt Ours, welcher zur Erkennt-lichkeit das erste Gepräg davon erhielt. Haller.
* — — (Raphael) Raphaelino von Reg-gio genannt. Nach Lanz, geb. iü 5 c». und gest.1678. In Rom bildete er sich einen eigenen Styl,von welchem er der Urheber war. Voll Geist inder Composition, Mürbigkeit , Relief, und Graziein der Ausführung (was Alles damals selten war)mangelte seinen Bildern nichts, als etwas mehrZeichnnngsstudium. Arbeiten in Oel finden sichnur wenige in Galerien von ihm. Sein Beßtcswaren kleine Figuren al Fresco. So. z. B. indem Herzoglichen Saale (zu Reggio ?) zwey äus-serst graziöse Fabeln von Herkules, und in derLoggia, nächst an Raphael Sanziv's seiner, zweyevangelische Geschichten. In Caprarola dann ar-beitete er wetteifernd mit den Zuccari und Vecchi,und zwar so, daß ihre Figuren (wie sich Bagskioni ausdrückt) gemalt, die seinigen lebendig schie-nen. Bekanntlich starb dieser Künstler in der Blü-the seiner Jahre, ausser wenigen Neidern, vonjedermann bedauert, und bereits als Haupt einerSchule, ohne jedoch seiner würdige Schüler ge-bildet zu haben. I. 448. 45 i. II. 270. Auch
bey Fiorillo dann I. i 58 . heißt es von ihm: „Ererregte die größten Erwartungen von sich durcheine gewisse Zartheit, und durch ein Hervortretender Gegenstände durch die Farbengebung. Erwußte seine Figuren zu beseelen", u. s. f. Und(I. c, II. Z29.) giebt er aus Bemif. Fanrini'sBiographie dieses Künstlers einige nähere Nach-richten von ihm. Sein Geburtsort war Lodemondoein nahe bey Reggio gelegenes Dorf; sein Vaterein Maurer, der ihn als Knabe die Gänse hütenlies — nach einer ganz andern Leseart hingegenihm den Namen Raphael gab, weil er (unlle?)in ihm einen zweyten Sanzio ahndete. So vielist hingegen gewiß, daß man ihn sehr frühe in dieSchule des Orsi gethan, wo er so schnelle Fort-schritte machte, daß ihn sein Meister bald dazugebrauchte, einige Häuser-Fa>,aden in Novellara zumalen. Wahrscheinlich um dieselbe Zeit sah manvon ihm zu Sala im Parmesanischen (wird wohlder oben von Lanzi vielleicht irrig genannte her-zogliche Saal seyn!) zwey Bilder: Den Herkules,der die Hydra erlegt, und den Erzengel Raphael mit dem jungen Tobias. Hierauf arbeitete er inGuastalla für den Cesare Gonzaga , und ging dannnach Reggio , wo er mit dem Architekt, Franz vonDolterra, Freundschaft stiftete. — Dieser führteihn nach Rom , wo er seine noch übrigen Tagebeschloß, deren frühes Ende eine nicht allzuregel-mäßige Lebensweise soll beschleunigt haben. Fanrini beschließt seine Biographie, wie folgt: „Morrawar von großer Statur, mager von Gesicht; vongroßherzigem Sinn, und besonders dem Geizefeind. Er arbeitete schnell, und hatte eine solcheUebung im Zeichnen, daß er nie anders als nacheigener Erfindung malte; dabey klug, bescheiden,und von so mildem Wesen gegen jedermann, daßman ihn lieben mußte; kurz mit so viel Anmuthund fast Vollkommenheit ausgerüstet, daß wir glau-ben dürfen: Gott, der ihn schon auf Erden soreichlich mit Ruhm und Lugend beschenkte, werdeihm auch im Himmel ewiges Glück und Glorieverliehen haben". Seine für ein so kurzes Daseynzahlreichen Werke beschreiben seine Biographen.Wiewohl er mehr der Römischen Schule ange-hörte, so brachte er doch aus der Lombardie einenfremden Geschmack mit sich, den er mit dem Rö-mischen zu verbinden wußte. Baglioni versichert,
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daß um die damalige Zeit Rapbaeliny da Reg-gio in jedermanns Mund schwebte. Für seinetreflichste Arbeit wird der vor den Kaiphas geführteChristus in der Kirche del Gonfalone zu Rom ge-halten. In den Loggien des Vaticans dann sindvon ihm: Der Einritt Christi zu Jerusalem , Mag-dalena im Hause des Pharisäers, und die Fuß-waschung. Gestochen hiernächst nach ihm kenntMan: Die Jsraeliten in der Wüste, ohne Namendes Stechers (Tiraboschi sagt, von C- Cort);den obenerwähnten Tobias mit dem Engel, wahr-scheinlich von A. Carracci (im Q?inklerschen Cartalog ganz irrig L- von Cranach zugeschrieben);dasselbe (Copie von P. A. Kilian, in dessen Bibel );eine Grablegung (schöner sehr seltener Holzschnitt)von A. Andreani (iü 85 .); eben dieselbe in grünCamäjeu, und eine dritte, in Tuschmanier weißerhöht; eine vierte von B. Corialan; eine Venusauf dem Ruheheth, Mars zur Seite, von M.Greuter. Auch Diana Mantuana soll nach ihmgearbeitet haben.
Morrarnovius ( ' ). So heißt irgend-wo, ohne Weiteres, ein geschickter LieftändischerKupferstecher um 174«.
Motte (I. B- del), Steinhauer, geb. zuArquenne, erhielt in 1808. von der Akademie zu (?)das Acceffit für Zeichnungen von Atchitektur-Ord-nungen.
— — (Valin dela). So heißt in Fiorille»'sR.' S. lk. ohne Weiteres, ein französischer Archi-tekt in Rußland , unter der Regierung der Kaise-rin Catharina 1 l. der zugleich Mitglied der Akade-mie war, und, gleich mehrcrn Andern, ohne ei-gentliche Funktion von dem Hof beschäftigt wurde.
— — ( de la). So heißt bey Fiorillo V.829. ohne Weiteres, ein Künstler, wahrscheinlichvon französischer Herkunft, der auf dem Londner-Salon von 1804. sich, nebst Andern, vorzüglichdurch Walliser-Landschaflen ausgezeichnet habe.
M 0 tret ( ), ein Künstler von Murten ,
in Bern wohnhaft. Auf der dortigen Ausstellung1804. sah man von ihm! Das Bildniß des Ber-nerschen Staatsraths Gchncederger's in Oel, das,hauptsächlich seines langen weißen Bartes wegen,großes Aufsehen machte; dann ein liebliches Mäd-chen, ein Schäfchen in den Armen tragend, dasSymbol der Unschuld) nach Greuze gemalt, »undzwar" (heißt es in einer Beschreibung dieses Sa-lon's in Meusel's Arch. I. 4. 5 ) etwas weitausgehöhlt, »so, daß man ein geübtes Aug' habenmußte, um das Original von der Copie zu unter-scheiden Ein Paar andre schöne Bildnisse vonihm standen im Zürcher -Kunstsalon von i 8 o 5 . und6 . darunter eines nach Largillicre.
M 0 tz (Cunzmann). So hieß ein alter Münz-möister in Bern um 1420.
— — s. auch Moz.
M 0 u ch ele k ( ). So wird im ^Imanacli
lies Usaux-Arts von i 8 uZ. ohne Weiteres ein da-mals in Paris lebender Baumeister genannt.
* Moucheron (Friedrich M.)> Bisweilenwaren es Berghem und A- van de Velde, welcheseine Landschaften mit Figuren staffirten. DieGallerie zu München besitzt von ihm eine waldichterauhe Gegend , mit Figuren von Berghem. Zweyandre Landschaften von ihm, die eine mit Figurenvon A. van de Beide, im Kabinetdes H. KaufmannFischers zu Potsdam , findet man beschrieben inA Meusels Museum 80—8i. Ein vermuth-liches Blatt nach ihm s. in dem nachfolgendenArt. seines Sohns angezeigt.
* Moucheron (Jsaak), Maler, Kupfer-stecher und Aetzer. Seinen Vater und Lehrer,Friedrich M- verlor er schon frühe; doch warer durch die Uebung seiner Talente und das Stu-dium der Natur im Stande, sich selbst durch-zuhclfen. In seinem Vier und Zwanzigsten ging