Y 24 Müller.
* Müller (Anton). Von ihm kennt man auchsehnswürdige Altarblätter IN der St. Nicolaikirchezu Königsberg .
— — (Äalthasar) und Hans von Ralbebildeten 1622. die in Quadratsteincn ausgchaue-nen Historien der Emporkirche der St. Annakirchezu Annaberg . Für jedes Feld, deren roo. waren,erhielten sie 18. Gulden. Ferner wird gesagt, siehätten auch diese in 1624. aufs Schönste illu-minirt und mit Gold überzogen, so daß dcrgleirchen weil und ferne nicht anzutreffen gewesen sey.Annab. «thron. l. S. 106.
— — (Bernhard), ein berühmter Seidenstickerdes XV. Jahrh. st. r 534 - Er hatte einen Gesellen,Namens perer, der sogar Bildnisse stickte, unddie Aehnlichkeit traf. il/xc.
— — (B. W. C-). Von einem Künstlerdieses Namens gezeichnet und geatzt (bloß mit6. vv. L. lVI. signirt, erschien in i8r,z. zu Nürnberg ein Blatt, welches das in 1602. erbaute Schieß-Haus zu Altorf vorstellte; und ein zweytes, mitseinem vollen Namen, nach einer flüchtigen Zeichtuung von einem alten Gemälde auf dem Rath-Hause zu Venedig, welches: Nürnberg , wie soltches von Venedig im I. i 5 » 6 . vvrmundschafttliche Gesetze empfangt, zum Gegenstand hat, undmit einer historischen Erläuterung des Nürnbertgischen Consulcnten Colmars begleitet ist.
— — (Carl). So hieß ein Kupferstecher zuLeipzig in 1794. u. ff. Jahren. Derselbe scheintein Bruder des unten erscheinenden KupferstechersHeinrichs, und mit dem gleich folgenden Künstlergleichen Namens nicht Eine Person zu seyn. il/xc.
— — — — ein neuerer deutscher Kupfer-stecher in Weimar . Don ihm kennt man (1804.)ein Bildniß des sel. Herders, nach Dury'sZeichnung; dann ein anderes der letzt verstörtdenen verwiltibten Herzogin Anna Amalia vonSachsen-Weimar, nach Kraus, und wahrschein-lich nach eben desselben Zeichnung (wo er C- M-Kraus heißt und wohl Georg Melchior Kraus heissen soll) ein großes colorirtes Blatt: Ansichtvon Weimar , beyde von 1807. Ersires zu 4 - Gr.letzkres zu 4. Rkhir. gewerthct. Von ihm heißt esdann weiter in der A. Z- 1808. N". 27b.: „Einwohlgcübrer Kupferstecher in Weimar , Müller,gedenkt aus jedem der vorzüglichen Schauspielevon Schiller eine Szene in punkrirter Manier undcolorirt >22" breit, 17" hoch) herauszugeben, undhat dazu Zeichnungen von Rahl in Kassel , Kü-gelgen und Hartmann in Dresden, Catel , Schnorrü. s w. zugesagt erhalten. Das erste, bereits vol-lendete Blatt ist eine, Alles vereinigendes?) Szeneaus Wallensteins Lager, nach einer Zeichnung desverstorbenen Kraus in Weimar ." Noch späterhinliest man in öffentlichen Nachrichten, den Sub-skriptionspreis auf jedes dieser Blatter zu 5 . Thlr.den Ladenpreis zu 1. Ld'or. angesagt; und vonjenem ersten, daß solches 4 ». Figuren in den ge-mischtesten Gruppen enthalten werde.
— — (Carl Gottlieb). So heißender Schrift:Dresden zur Renrniß s. Häuser ein dort in1798. lebender Slaffirmalcr.
— — (Carl Gottlob), geb. zu Meißen inr.752. lernte bey dem dortigen Modellmeister ander Porzellanfabrik, Kentler, und arbeitete seit-769 zu Berlin in der dasigen Königl. Porzellan-fabrik. Mcolai,
— — (Catharina Maria). So heißt beyMensel «Mus. Xll. 596-97.) eine Stickerin,die in 1790. zum Mitgliede der Königl. Akademiezu Kopenhagen aufgenommen worden. Ihre inder dortigen Bibliothek aufgestellte Rcceptionsar-beit bestand aus zween Köpfen nach Raphael,die als Kupferstiche ausgenahet waren, und denBeyfall des H. Erbprinzen insbesondere gefundenhatten.
Müller.
Müller (Christian), wird im Weimar ischenAdreßkalender von 1766. als dortiger Theater-maler angeführt. Neueres ist uns nichts von ihmbekannt.
* — — (Christian Benjamin). Derselbe wurdeHofmaler zu Dresden 17Z7. und kam späterhin,um 1754. in dieser Eigenschaft zum dortigen Thea-ter. S- Dresuer- Hos- und Sraarskalender.Von ihm war das Jnterims-Altarblatt in der ka-tholischen Kirche daselbst (ehe das Meugsische für5 l/vc>o. Rchlhlr. anlangte). Jenes stellte denRathschluß Gottes über die Erlösung der Men-schen vor. In der St. Annakirche der Wüsche»Vorstadt steht man von ihm die Verklarung, einsehr gutes Deckenstück, so wie ein ähnliches in derJoscphin-Stiflskapclle, welches die VermählungMaria mit einer Glorie der Dreyfaltigkeit vorstellt.Auch in dem Palais des sogenannten Zinzcndor-fischen Gartens vor dem Pirnaischeu Thore istdas Vorhaus, und im Hauptsaal ein Plafond,beyde al Fresco, von seiner Hand. Hasche Dres-den I. 669. 701. I I. 149. 909. Eine Anzahl Bild-nisse meistens deutsch Fürstlicher Personen und dun-keler Gelehrter haben Bernigeroth, Boeklin, G-D. Heumann, I. Lichtensteger, H. I. Otto und§. Zncchi nach ihm gestochen. Hinwieder kenntman von ihm selbst eine geatzte Landschaft, welcheDinglingers Weinberg vorstellt. Afxc.
— (ChristianDavid), Kurfürstl. Sachs.Hofmaler, und seit 176Z. Mitglied der dortigenAkademie der bildenden Künste, geb. zu Dresden 1718. 2Z. oder 3 o. Seine völlige Ausbildung er-hielt er von dem Direktor L. Sylvester. Erwählte die Poriraitmalerey in Del und Pastell.Der damalige Königl. Hof nahm ihn mehrmalsmit nach Polen , wo sich viele Bildnisse dortigerMagnaten von ihm befinden. Die Königl. Polni-sche und Kurfürstl. Sachs. Familie selbst hat erdreymal gemalt. Zu der Errichtung der Akademie(176Z.) hatte er sehr viel beygetragen, und auf der-selben manche» guten Schüler gezogen. Er starb am2n. März 1797. (sl. K. -796.). Reller. Meusel II.Ebendess. h). Mrscell. V. 662. Baur. Mxc.
— — (Christian Ernest), des unten folgen-den Philipp Heinrichs zweyter Sohn, übte mitdemselben gleiche Kunst, von Srerren Br. VIll.und IX.
— — (Christian Ferdinand). So hieß einuns sonst unbekannter Kupferstecher, der in 1798.Machern, für /reunde der schönen Gar-tenkunst , in 14. malerischen Ansichten gegeben hat.
— — (C. F), ein dänischer Kupferstecher,lebte zu Koppenhagen um i8uZ. und lieferte seinerZeit die schönen Blatter zu dem Prachtwerke derklors valncs. il/xc. Ob er etwa mit Christian Fer-dinand Eine Person ist? S. unten G- F. Müller.
— — - — s- unten auch G. F- Müller.
— — (C. G ), Amtsgegenschreiber zu Nürn-berg (wahrscheinlich nicht Künstler, sondern bloßSchriftsteller), kündigte um 1790. aufSubscripkionan: verzeichniß Mirnbergischer topographi-scher und historischer Kupferstiche. Meus.Mus. Xll. 604 5 .
— — (C. H-). So heißt irgendwo ein Ku-pferstecher, von dem man z. B. die Bildnisse Kai-ser Carls VI und der Kaiserin Maria Amalia ,nach F. Lippold, und G. Ch. Poemers de Die-poltsdorf, ohne Namen des Malers kennt.
— — (David), Bildhauer, geb-zu Berlin 1674. Er arbeitete zu St. Stephan in BoSco inCalabrien , und lebte noch 1609. M'colai.
- Bildnißmalergleiche»Namens,arbeitete zu Berlin um 1708. Mcolai. In ,714.befand er sich in Cassel, und 17-5. gierig er nachDresden . Mxc. Neueres haben wir nichts vonihm vernommen. Ob er derselbe Bildmßmaler,