Band 
Zweyter Theil [2].
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912 Noir.

den Entwurf zu einem neuen italienischen Come-dicnhaus; und 1781. baute er den damals abge-brannten Opernsaal wieder auf. Von dieser Zeitan vernahm man nichts weiter von ihm, bis erim HImsnacii < 1 e 8 Keaux-/zrt8 von 180Z. unterden damals noch zu Paris lebenden Baumeisternneuerdings wieder erscheint. Dort findet man,nebst einem Theil der schon oben erwähnten Ar-beiten , von ihm auch die Pforte St- Martin unddas Theatre de la Cito angeführt. Wie es scheint,stand er für Theatergebäude in besondern; Ruf;denn auch in i 8 v 5 . hieß es wieder, daß er sichmit einer solchen Baute beschäftige.

Floir (Madame le). So nennt der iglma-nack äes Leaux-^rts von i 8 o 3 . eine damals inParis lebende Bildnißmalerin; wohl dieselbe,welche bey Fiorillo III. 5 u 6 . eine Schülerin vonRegnault heißt, von welcher man im Salon deserwähnten I. XU. gute Arbeiten sah.

blolb ( ). So heißt irgendwo, ganz ohne

Weiteres, ein Kupferstecher, der nach P. Bere-tino gearbeitet habe.

ksk 0 lda ( ), geb. zu Hannover , lernte bey

dem damaligen dortigen Hofmaler Fontaine, undkam um 1736. nach Hamburg , wo er seine Stu-vicn unter Chr. Jacob Norwick fortsetzte. Ermalte Bildnisse in sehr ausführlicher (ausgeführ-ter?) Manier und Hellem Colorite. Um 1766. gienger nach Holland. Hamburg . Rünstl. Aachr.G. 02. Neueres haben wir nichts von ihm ver-nommen.

— — ( ). So heißt auch ein Bildniß-

maler zu Wien , der um 1780. in der dortigenAkademie seine Studien machte, und ein Sohndes vorgenannten seyn dürfte.

Aolin (Joh. Baptist), Vater und Sohn.So heiffcn irgendwo, ohne Weiteres, zwey Ku-pferstecher, von welchen man eine Menge franzö-sischer Landcharten kenne, und die wohl mit dennachfolgenden beyden dieselben Personen sind.

* — — oder blolll'n (Joh. Baptist undPeter). Der erste, geb. zu Paris 1667. war einguter Schüler von N. de Poilly, und hatte denmechanischen Theil der Stecherkunst sehr wohlinne. Nachdem er eine Reise nach Rom gemacht,kam er in sein Vaterland zurück und arbeitete dortmit vieler Nettigkeit. Rost Vll. 37b. der von ihmbloß das Wunder mit den fünf Brodten nach Ra-phael, ein großes Blatt, und dann Prospekte,Aufrisse und Durchschnitte von Versailles in meh-re»» Blättern anführt, welche für das bekanntePrachtwerk des Labinet äu üozr dienten. Weitreicher ist ein Verzeichniß meines scl. Vaters, dervon ihm Arbeiten von 1678—1726 benennt; da-runter viele Bildnisse, wie B. Moliere's nachMignard. Dann allerley Geschichtliches: EineAnbetung der Hirten, nach Pouffin; die Erobe-rung des goldenen Vließes, nach F. Romanelli;Dapisserie representant le kenouvellement <lej'AIliancs entre In krause st les 8u»88S8, ohneNamen des Malers; la Oefaice äs IVlar8^n, nachvan der Meulen; ein Titelblatt zu du Cange's6lo88arlum, nach le Clerc (1678 ); Lörernoniesreliz;ieu8e8 äs I'Annee 8ainte (1700.), nachBecquet, und (1726.) nach Bonnard. Noch nenntGandellmi von ihm eine schöne weibliche FigurzumTitelblatt von Carl Bovio's klietorica sub-urbanr».

N 0 llanus (Johann). So heißt i, la Bor-de's Vov2j;s pittors8gue 6e l'k8ps^ue (dritteLiefer. ?I. 79.) ein Bildhauer des XVI. Jahrh,zu Neapel , der dort ein Grabmal des Herzogsvon Cardona für die Franziskanerkirche zu Bel-pusch in Spanien (6. Meilen von Pablet, aufdem Wege, der von Barcellona nach Saragossa führt) mit außerordentlichem Fleiß (nur daß solchesallzusehr mit Zierathen überladen ist) verfertigthatte.

Nolpe.

* lskollekens oder »skollikins (Joseph),Sohn des nachfolgenden Joseph Franz, geb.in England, und wahrscheinlich noch lebender Bild-hauer daselbst, von dein man wenigstens noch aufden Londner-Salons von 1806. und 1806. gelobteArbeiten (in letzter»» Jahr namentlich ein treflichesBrustbild von W. Pitk) sah. Von ihm heißtes in einer Notiz, die noch von meinem sel. Vdlerherrührt: „Dieser Bildhauer ist sehr auffallend inseinen Stellungen und kühn in seinem Ausdrucke;aber seinen Werken fehlt es zu oft an Richtigkeit"Dann aber bey Fiorillo V. 849—60. „SeineBüsten zeichne» sich von den gewöhnlichen Wer-ken dieses Fachs Vortheilhaft aus. Zu den wich-tigsten gehören ein bewundernswürdiges Brustbildvon Charles Fox ; bann diejenigen von Mr. Grayund dem General Fitz-Patrick; von weiblichen:Eine Madonna und die Herzogin von Bcauford,jene in dem großen Gesellschaftszimmer, diese indein Speisesaal des neuen Pallastes des Herzogsvon Stafford in London . S. auch den Schlußdes gleich folgenden Art.

* - - (Joseph Franz), der Sohn eines(vermuthlich aus Schweden gebürtigen) Malers,der aber eine Weile in Antwerpen , alsdann langein England gelebt hatte, zuletzt aber nach Rouen gieng und daselbst starb. Zu Antwerpen geboren,kam derselbe mit seinem Vater frühe nach Lon-don , lernte die Anfangsgründe der Zeichenkunstvon Tillemanns, bildete sich aber vorzüglich nachP. Paniui. Von ihm kennt man Landschaften mitkleine» Figuren staffirt; guch in andern unterge-ordneten Gattungen arbeitete er mit vielem Bey-fall. Lord Cobham zu Stowe und der Graf vonTilney beschäftigten ihn vorzüglich. Er st. 42 I.alt 1748. und hinterließ viele unmündige Kinder.Weitere Nachrichten von ihm findet man im: kuro-pean Mgßsrin, .sun. 1788. p. 387. Lauf. den Art.Aollekens im Lex. wo ebenfalls eines Josephsgedacht wird, der dem unsrigen in Verschiedenemziemlich gleichet, aber, den Daten zufolge, den-noch ein andrer seyn muß, und nicht unwahr-scheinlich obiger Joseph der Bildhauer ist, daihn auch das Lex. nur schwankend Maler nennt.Nach dem unsrigen soll etwas gestochen seyn, dasuns aber nicht bekannt ist.

* — — ( ), den das Lex. einen Ge-

schichtsmaler nennt. Indessen ist es nach ihmvermuthlich, daß ein Ungenannter das Bildnißdes Bruders Johann von St. Cosme, des Fenjl-lantiners (von unserm Künstler 1760. gemalt) zuParis , im Verlage der Wittwe Chercau gestochenhat. Möhsens Aerzre-Bildnisse S. » 5 .

lsloller ( ) malte in der Kirche der Be-

nediktiner -Abtey Neresheim, zwey kleine Meilenvon Nördlingen gelegen, einen der schönsten Pla-fonds in Deutschland , der einen Hymnus (?) vor-stellt , an dem er sieben volle Jahre gearbeitetund dafür 3 o,ooo fl erhalten hat. Diese, inmehrern Rücksichten etwas apokryphische Notizlesen wir in den Fortgesetzten — Durchfiügendurch Deutschland 1. 47 -

* voller (Dominicus). Ein Bataillenstückvon ihm besitzt die MünchnerGallerie.

* Holli (Carl), der im Lex. unter dem Art.seines Vaters Joh. Baptist erscheint, von Ge-burt ein Comaöker, starb zu Neapel . Er ge-hörte zu den vorzüglichsten Stechern der Herknlanisschen Entdeckungen (III. (som. in kol. XspoU767—62.). Ferner kennt man von ihm den Tro-janischen Triumphbogen zu Ancona (a. K. Bene-vent) in 8. Bl. und zwey Bildnisse: Des GrafenNicl. von Bielke und des Wundarztes C. Petriolo,beyde nach Prenner, letzkres vor parriolo's Be-merkungen über die anatomischen Tafeln von Darth.Eustachius.

* Aolpe (Peter), geb. im Haag 1601. Vonseinen Lebensumstanden weiß man nichtS; aber