978 Nucci.
dortigen Akademie für eine uns bekannt« Arbeitdie erste oder zweyte güldene Preißmedaille erhielt.Fiorlllo R. G- II. 72. Neueres ist uns nichtsvon ihm bekannt.
Nucci oder Autti (Allegretto), ein alterMaler von Fabriano , von dem sich noch Arbeitenan dem Gemäuer des dortigen Oratorii St. An-ton des Abts befinden, welche viele Geschichtendieses Heiligen nach ältester Weise in mehrern Ab»theilungen vorstellen, und mit: 7 V«t»
«je bsbrisno koc opus lecit iZ6. — 7 >a»z:r I. Z 5 Z—64. Fiorillo I. 75 . nennt ihn Zeitgenoß von P.Cavellini.
* — — (Avanzino), gebürtig von Citta di Ca<stello. Lanzi I. 462. vermuthet, er habe den erstenUnterricht an seinem Geburtsort, etwa von I. B.della Bilia erhalten. Den Styl seiner Arbeitenin Rom nennt er leicht, hurtig, demjenigen sei-nes dortigen Meisters Circignano ähnlich, dochetwas kleinlicher. Etwas Zeit hielt er sich auchin Neapel auf, und bey St. Sylvester zu Fa-briano sieht man von ihm einen Mord der Un-schuldigen.
— — (Virgil und Bcnedikt), Gebrüder, Ma-ler von Gubbio . Den ersten hält man für einenSchüler Daniels von Volterra, mit dessen Grab-legung er den Altar bey St. Francesco zu ermeldrtem Gubbio zierte Benedikts Lehrer soll Raphae-lino del Collo, den man für den beßten Künstlervon dort hielt, gewesen seyn. Die beyden Bru-der arbeiteten an ihrem Geburtsort und in derNachbarschaft, und folgten, virgil der florenti-nischen, Benedikr der römischen Schule. Donletzterm findet sich Mehreres zu Gubbio , das vonseinen Fortschritten in Raphaels Style zeugt.Etwas sehr Schönes von ihm sieht man in dor-tigem Dom: St. Thomas, der die Wundmaleseines Meisters berührt; ein Bild, das man füreinen Garofalo, oder dergleichen, nehmen möchte.
Audow ( ). So nenntBernouilll V. 14.
ohne Weiteres, einen Medailleur, der um 1776.zu St. Petersburg gearbeitet habe.
Aue (Herr de la) , ein französischer Kunst-liebhaber des XVII. Jahrh, besaß eine kleine, aberauserlesene Sammlung von Handzeichnungen, dienach Jabacs seiner die erste war, mit welcher die-jenige des Königes namhaft bereichert wurde.Fiorillo I V. 220.
Aürnberg (Hugo von), ein Gießer vonAugsburg , dessen im I. räZg. gedacht wird.Büsch Handb. der Erfind. II. 11g.
— — (Junghans von), ein Buchdrucker,nennt sich in seinem 1472. edirten Enrkrift einenBrief- (Karten) Maler.
— (Theodor von). Don einem solchen(der aber wahrscheinlich kein Andrer als Theo-dor Briiger ist) kennt man Blätter von Gro-tesken, Moresken u. s. f.
* — — (von). Dies war auch ein Deynamevon Paul Flynr.
Nürnberger (Georg). So hieß ein Münz-meister zu Nürnberg , von dessen Epoche wir nur soviel wissen, daß eine Tochter von ihm sich in 1644.verheurathet hat. Ob er selbst ausübender Künst-ler war, ist uns unbekannt. Möhsen's Berl.Medaillen-Sannnl. I. 82.
— — (Georg Friedrich), vielleicht des obigenGeorgs Sohn, erscheint 169Z. als des fränkischenKreises Münzmeister zu Nürnberg (Vergleiche un-ten Paul Gorrlieb Aürnberger). Hirschdeutsches Münzarchiv V. 36 h.
— — oder Aürnbig (Paul), ein Gießerum 1457. Peter Goreiß (Gareis) gleichfallsGießer um idoti. werden in G- p H (ön) Sachs.Coburgischer Hifioria Leipzig und Cvburg 1700.2. Theile) I. 192. erwähnt.
Nune s.
Nürnberger (Paul Gottlieb) wurde 1709.zum Adjunkt und 172b. zum wirklichen Münzmeisterder Stadt Nürnberg verpflichtet; wobey erinnertwird, daß sein alt erlebter Vater (vermutlich obigerGeorg Friedrich) diese Stelle 1721. resignirthabe. Derselbe war, neben Anderm, der Me-dailleur einer Jubelmünze der Universität Altdorf ,die in Rundmann's hohen und niedernSchulen Deutschlands in Münzen abgebildet,gefunden wird. Hirsch deutsches Münzar-chiv V-l. 18. u. 4 ä.
Aürnbig (Paul), s. Paul Nürnberger.
Nüßle (E-), Kupferschmied und privilegir-ter Wasserspritzeymacher zu Schorndorf im Wür-tembergischen, geb. daselbst 1737. ein wahres Kunst-genie, dem es nur an Gelegenheit fehlte, ein gros-ser Maler, Kupferstecher oder Bildhauer zu wer-den; wirklich malte er eine Zeitlang in einer Por-zellanfabrik. Dann kennt man von ihm mehreregetriebene und gedrehte Arbeit von Kupfer, Mes-sing und Eisen; so z. B in Kupfer hohl getriebeneBilder von Menschen und Thieren in Lebensgröße,zu Verzierungen auf Springbrunnen und ander-wärts Mensel II.. Seit 178g. haben wir (wievon so mancher unverdient vergessenen kunstreichenHand) nichts mehr vernommen.
Nükting (Joseph), s. Aurring.
Auglisch oder Auliy (Carl), Baumeister ,hatte 1700. als Conducteur Antheil an dem Bauzu Oranienburg , und ward nachher Landbaumei-ster bey der Magdeburgischen, und 1728. Bau-direklor bey der Kurmarkischen Kammer. Vor-züglich besaß er große Kenntnisse im Wasserbau.Er st. 1708. Aicolai. Derselbe findet sich auchbey Mar-perger, wo er Auliz genannt, und dortvon ihm gesagt wird, daß er einer von denen ge-wesen, welche die Saalschleußen angegeben hatten.
— — (Friedrich Christian ), ein Potsdamer,lernte 1681. auf Kurfürst!. Kosten die Malereybey Heinrich de Fremandeau. Aicolai.
— — (Philipp Wilhelm ) legte sich auf dieKriegs- und bürgerliche Baukunst, und reiste deß-wegen 1697. nach Italien und Frankreich . ZuBerlin hatte er unter Eosanders Aufsicht vielenAntheil an den Bauten der Königl. Schlösser zuBerlin, Potsdam, Charlottenburg , der Favoriteund Orangerie zu Oranienburg und dem Schloß-baue zu Landsberg . Er ward 1709. Königl. In-genieur und Baumeister mit einem jährlichen Ge-halt von Zoo. Rthlr. Aicolai.
Aulitz, s. oben Carl Auglisch.
Aume (I.). So hieß ein Stempelschneider,von welchem man, neben Anderm, eine Schau-münze auf die Eroberung von Bonn (1689) mitdem Brustbilde Kurfürst Friedrich III. von Bran-denburg kennt, Aicolai.
Aumers (von), ein Schwede, hielt sich um1770. zu Rom auf, wo er zu seiner Belustigungalle dasigen Blumen, und dann mehrere malerischeAnsichten zeichnete. Tlkc.
Aumisius, ein alter Baumeister, welcherdas in Portici aufgefundene Theater, wovon eingewisser Memmius der Unternehmer war, nachrömischer Art angelegt hat. Gerning II.S. 224.
Aune (N. de). So heißt bey Moehsen(Saniml. von Aerztebildn. S. 102.) ein unssonst ganz unbekannter Maler, nach welchem R-Cooper das Bildniß des Augenarztes I. Taylorgestochen hat.
Au 11 es (I.). Und so bey Fiorillo V. 846.ein englischer Künstler neuester Zeit, der ein unsunbekanntes naturhistorisches (wahrscheinlich bota-nisches) Prachtwerk soll geliefert haben.