Band 
Zweyter Theil [2].
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987
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Offe.hmann.

schreiber, nachher Münzmeistcr bis 1698.; er hattezwey kreuzweis gelegte Pfeile und die UmschriftI. k. — Johann Loren; Holland 1698. bis 1716.;er bezeichnete sich mit einem Ohmhacken und 1 .T. H.wie es auch nachfolgender that. — Johann GeorgKchomburg 17,6. bis 1734. war zugleich desobersachsischen Kreises General-Münzwardeiii. Un-ser Oferal dann 17Z',. bis 1764. erhielt auch letztereStelle; er war Kchomburgs Schwiegersohn,behielt auf seinen Münze» den Ohmhacken bey,und die Buchstaben k. VV. ö. 1 °. — Ernst Die-trich Croll st. 64. I. alt zu Dresden 1778. inwelchem Jahre ihm auch sein Sohn Joh. ErnstEroll folgte. Le.'pz Allerley 1779. S. 28. Beydeunterzeichneten sich blos mit ihren Namen, s. Dres-dener gelehrter Anzeiger 1700. S. 170. 179.und 182. Haschens Beschreib, v. Dresden

I . 026. II. 882.

* Gffehmann, l. Gffhniann.

D ffe rmans (Josuah). S- heißt in Möb -sens Gannnl. v. Aerzre-Biidnissen S. 88.ohne Weiteres, ein holländischer Kupferstecher desXVIIl. Jahrh, von dem man ein Bildniß desArztes Joh. Michaelis, ohne Namen des Malerskennt. Vermuthlich lebte er zu Dortrccht und warvielleicht Vater des im Lex. enthaltenen JohannVsfermann.

* Dffin oder Delfino (Carl d'). Lanzi

II. 2. 371. 8. V. De/stno nennt ihn einen Künst-ler von vielem Verdienst, der, aus seinem Stylzu urtheilen, mehr für die Kirchen als für denHof arbeitete, wo er dann freylich als ein beleb-ter und auch im Colorit kräftiger Büdnißnralererschien. Aus seinen historischen Bildern hinwie-der erhellet, daß er mehr nach der Natur alsnach bloßen Ideen arbeitete. In seiner Compo-sition herrscht viel Feuer; Alles ist, fast bis zurCarricakur, regsam bey ihm. So bey St. Cartozu Turin , wo er einen von der Liebe Gottes ent-brannten St. Augustin schildern wollte, erscheintein St. Joseph, das Jesuskind im Arm, dasvom Armbrust einen Pfeil in das Herz des Heili-gen schießt, der dann in die Arme einiger Engelfällt, um ihn zu unterstützen und zu stärken. Nachihm führt ein Vcrzeichniß meines sel. Vaters, nebstetlichen Bildnissen (wie es scheint für eine Ge-schichte der Gothen und Langobarden) an: Denenglischen Gruß; eine Madonna mit dem Kindeund St. Johannes; Rom in Flammen; einenKönig der einen Todcenschadel statt eines Bechershalt; die Himmelfahrt eines Heiligen u. s. f. Allesvon I. I. Thurnciser, und eben deswegen wohldurchgängig für das nämliche, uns freylich unbe-kannte, historische Werk.

Dgborne (Johann), englischer Zeichner undStecher in Punklirmanier, geb. um 1720 und blü-hend zu London 1772—88. ein guter Schüler vonBartolozzi , arbeitete nach desselben Zeichnung, dannnach W. Hamilton, S. Harding, A- Kaufmann,Rvmney, R. Smirke und T>). Stothard; endlichauch, nach eigner Erfindung, z. B. die Musik und dieGeschichte, zwey schöne Blätter in rother Kreidenma-nier. Nach den vorerwähnten Meistern gewöhn-lich Scenen aus Romanen und Schauspielen, oderGattungssiücke: Nach Harding die Venus vonTolerdowe-Hill; nach Stothard Ophelia aus demHamlet, und: Charlotte besucht den Vikar. Wirnennen hier nur einige bey Brandes gelobte Blät-ter. Mehr andre führt Boft IX. 364 - an. Zu denneuesten gehört eines nach Smirke: Die 1. Scenedes IV. Akts aus Wie es Euch gefällt, und die5 . Scene des il. Akts aus König Heinrich VI.dritter Th. nach Boydcll, beyde für die bekannteEhakespear's-Galerie. Von dem letztem heißt eS imZourn. kür bilä. Künste S. 98. daß die Zeichnungdarin unter aller Critik ist; und über das erste wirdebendaselbst S. 88. wohl gründlich bemerkt, daßes für ein Carricaturstuck zu fleißig ausgeführt sey.

(dgö ( ). So wird im ^lmLnack siec

Ohmacht. 967

Lesux-Hrts von i 8 oZ. ohne Weiteres, ein damalsin Paris lebender Baumeister genannt.

Dgier (Match.) , ein Bildnißmaler undKupferstecher zu Lyon , andre sagen zu . . . SeineBlätter sind von 1680—1701. bezeichnet und beste-hen meistens in Bildnissen nach, grüßt-«theils dun-keln , französischen Männern seiner Zeit. meistohne Namen des Malers. Unter den Hellern GuyPatin's (Tugcj. löge ). Dann in einigem Histo-rischem, wie z B- Ltiarles VI. arrivanc ä Tou-louse renä ses voeux ä bl. l). ä'kspersncsen i 38 g. und ^rc sie Triomptre pour le l^as-sa^e ses iTinces «je kranee ä drenoble 1710.beyde nach P. Sevin's Zeichnung. Hinwiederhak Beaurencontre (vielleicht auch Andre) nachihm gestochen.

— — ( ). So heißt auch irgendwo, ohne

Weiteres, ein guter Landschaftsmaler, der um1775. zu Berlin gearbeitet habe.

Ggle (Miß). Und so bey Fiorillo V. 85 r.eine wahrscheinlich noch lebende englische Bild-hauerin, die den Meißel mit vielem Glucke führe.

Gglu (Agob Duz), ein Sohn des nachfol-genden, geb. zu Constantinopel 1794. oder g 5 .Beynahe noch als Kind saubre ihn sein Vater,auf Befehl des Sultans Selim III. »ach Paris ,um dort die Maierey zu studiren. Seine Fortschrittewaren außerordentlich. Inner Z2. Monaten lernteer französisch, die Oel- Schmelz- und Miniatur-malcrey, machte einen Curs der Chemie be » H.Vauquelin, einen andern in der Physik und Mine-ralogie, und legte sich noch daneben auf Musikund andre schöne Künste. 8alon «l«-1808.

p. 67. Dort findet sich auch sein Bildniß nachAnstaux, im Umrisse vorgestellt, wie er selber das-jenige seines Vaters malt.

— — (Johann Duz), von einer angesehenenarmenischen Familie, Kron-Goldarbeiter, Munzrinspcktor und Intendant des Amcublementü vomKaiser!. Pallastc zu Constantinopel unter Selim I l.ein Mann , der sich sowohl durch eine Talenieals durch die Treu gegen den Großherrn, durchseine Wohlthätigkeit und übrigen liebenswürdigengesellschaftlichen Lugenden die allgemeine Achtungvon Hohen und Niedrigen zu erhalten gewußt,welche, wie es heißt, auch seine Voreltern schonseit mehr als einem Jahrhundert bey der Pfortegenossen haben. Tanaou l. c.

Ohm (Georg), ein alter sehr geschickter Ma-ler zu Annabcrg, von dem mau, neben Anderin,in der Kirche zu Heermannsoorf (zwischen Geyer und Schlctta im sächsischen Erzgebirge - das Alkar-gemälde auf Hol; sieht. Dies Bild, welches un-gefähr 1. s«. Elle hoch und eine gute Elle breit ist,stellt die Geburt Christi vor. Die Farben daransind zwar nicht so frisch, und der Pinsel nicht sozart, wie an den Stücken des ältern Cranachs;allein Affekten und Leidenschaften sind sehr gutangegeben; seinen Namen hat er auf dem Zaumeines Thieres bemerkt Neue Vers. nützlich.Kämmt. Ill 5 » 6 . Ebenderselbe malte um lhjo.sehr schon mit Gold, Silber und allerhand Farbendas Emporkirchlein der Stadtkirche zu Eybenstoxim kursachsischeu Erzgebirge , welche Schilderenüber 2oo. Thaler zu stehe» kam I. s). OerreiAlre u. neue Historien von Eybensiox (Schnee-berg 1748. g°.) S. 5 g.

Dbmacht (Landelin), ein junger deutscherBildhauer, geb. zu Dunningen bey Rothiveil 176 ..lebte um 1802. zu Straßburg . Don ihm hieß esdamals in der Allg Lunstz. (8°.) S 22.: »Die-ser, durch die seltene Geschicklichkeit, womit erden Meißel zu führen weiß, und durch das An,spruchlose und Bescheidene in seinem Charaktergleich achtiingsiverthe Künstler bar das Denkmaldes edein Dcsaiz beynahe ausgeführt, und sichselbst dadurch eins errichtet. Es steht auf derRheiniiiscl bey Straßburg. Die Idee, im hohenKkkkkk 2