,988 L)hmann.
einfachen Style der Alten, wurde von Weinbren-ner angegeben Vier Basreliefs erzählen die Haupt-thaten des Helden. In drey Schlachten folgt ihmdie Göttin des Siegs. Bey Marengo verläßt sieden Gefallenen, um dem französischen Heere zufolgen." Seither sah man noch von ihm eine mei-sterhafte Büste von Klopstock im Großen undKleinen Oeffenrl Vkachr. Und endlich lesenwir von ihm erst noch im Sept. 1808. aus Straß-burg: „Unsergeschickte Künstler Ohmachr ist kürz-lich mit zwey gelungenen Statüen, Venus undParis , auf Bestellung des Bayrischen Hofs ver-fertigt, nach München verreist. Seine neuesteArbeit, die aus parischem Marmor gearbeiteteBüste des Heldenjünglings von Schaumburg,der in seinem Zwanzigsten bey Gutstadt fiel, wirdvon allen Kennern gepriesen. Unsers OberlinsMonument wird nun sein nächstes Unternehmenseyn." Tüb. Morgenblarr 1808. S- 94».
Obmann (Heinrich), Goldschmied aus Ost-Frießland, arbeitete in Nürnberg it>8i. 49 - I. alt.Derselbe ist uns übrigens bloß durch sein Bildnißbekannt.
Obndorf (Johann Gottlieb), Bergzimmer -und Rathsbaumeister zu Freiberg , baute, nebenAnderm, die neue Kirche zu Frankenberg (1740.vollendet). Dann lieferte er um 175«. die Rissezu der neuen Kirche zu Chemnitz . Sachs. Lur-Cab. 1742. S. 117. und Richters Chemnitz 1 . i 5 Z.
* Oje oder Gya (Sebastian von). Man er-zählt von ihm, daß, als er krank geworden, ersich des noch einzigen Mittels, der Diät bedienthabe; daß er aber auch an dieser gestorben sey.Afr/rH L6. terz. II. 55 .
* Glanda (d'), s. Dokendo.
* — — (Zacharias), s. Dolendo.
Olarvides, fors. Olavides ( ). So
heißt irgendwo ein geschickter Baumeister zu Vik-toria in Spanien , der daselbst (zu welcher Zeit?)einen schönen viereckten Platz vor dem Rarhhausgebaut habe.
* Oldelon od. Oldelen (Heinrich) Der-selbe soll auch nach I. Palma gestochen haben.
Oldenburgb (Augustin), ein Kupferstecheraus Amsterdam, ward von Samuel Blesendorf nach Berlin berufen, wo er unter ihm an der großenVorstellung des Leichencondukts Kurfürst FriedrichWilhelm des Großen arbeitete. Nach BlesendorfsTode gieng er nach Amsterdam zurück. rZicolai.
Gldendorp (Christian Ioh.), ein jungerLandschaftsmaler, geb. zu Schloß Marienbornin der Wetterau 1772. Haymann S. 069.Auf der Ausstellung der vereinigten Kunstfreundezu Weimar 1802. befanden sich von ihm zweyBrandstücke in Oel, deren Effekt Göthe , alsRapporteur dieser Ausstellung, rühmt, aber zär-ter nüancirte Farbentöne und bessere Figuren daranvermißt, hauptsächlich aber diesem angehnden Künst-ler riech, künftig bedeutendere Gegenstände zu wäh-len, an welchen das Element des Feuers seineungeheure Gewalt ausübt. Inzwischen sah manvon ihm auf dem Salon von Dresden 180Z. aber-mals drey Feuersbrünste in Oel (wie es scheintnun einmal den Liebliugsgegenstand seiner Kunst),von welchen fast durchgängig bemerkt wurde, daßsolche zwar viele Verdienste, aber ebenfalls einigeihm eigenthümliche Fehler an sich tragen; dann einPaar Copien nach Berghem. Von einem der erst-genannten (dem Brand von Magdeburg , beyTilly's scheußlicher Eroberung) wurde namentlichgelobt, daß solches historische Treu mit guterComposition vereinige; dann aber hinzugesetzt:„An andern seiner Arbeiten vermißten sonst Ken-ner weniger die Kunst der Zeichnung, des Coloritsund Helldunkels, als hingegen eben die leitendeIdee in der Anordnung, ohne welche das Ganze
Olivier.
nicht Einheit haben kann. Den meisten fehlte nochder höhere poetische Charakter j es waren Copienzufälliger Ansichten." Freymuch. ad'oZ. N°. 5 g.„Dieser Künstler" (heißt es endlich in eben dieserZeitschrift i8u8. S. 4 ,0.) „hataufdemDreSdner-Salon dieses Jahrs, in dem Brande von Görlitzfür Wirkung des Feuers etwas geleistet, worüberwir seine Thekla auf dem Grabe ihres Max ver-gessen wollen''; was denn freylich den ausschließ-lichen Beruf dieses Künstlers für Feuersbrünsievollends zu beurkunden scheint.
Gide n horst (Martin), ein alter Münzwar-dein zu Hamburg ; ob selbst ausübender Künstlerist uns unbekannt. Derselbe befand sich auf demKaiser!- Tage von i 5 og. welcher der goldenen Mün-zen wegen zu Frankfurt am Mayn gehalten wurde.Hirsch deutsches Münzarchiv I. 209.
Gld 0 ni (Boniforte und Herkules). So hies-sen zwey alte Maler, von Dercelli gebürtig, wel-che dort 1466. gearbeitet hatten. II. 4 « 5 .
Olgiaro (Hieronymus). Don einem unsbisher unbekannten Kupferstecher dieses Namenswird in einer uns mitgetheilten Handschrift ange-führt: Illustrlum ssbilosopliorum et öiapientumLssi^ies sb eorum Uumismatibus extrsctse.(?r>o/M»v Otzia/o fec. i 568 . 4 "- Die darin ent-haltenen 12. Bildnisse (heißt es dann) sind vonziemlicher Größe und guter Zeichnung, aber mit-telmäßig gestochen. Ebenfalls von ihm kennt maneine Grablegung nach Jul. Clovio.
Vlicchiarelli (Leonhard) So heißt irgend-wo, ohne Weiteres, ein ziemlich geschickter Bild-hauer, Schüler seines Oheims, Daniel Ricciarelli.
Oltndo (Martin de). So nennt MiltziaLst. teer:, p. Zjh,) einen spanischen Architekt,und von dessen Bauten: Die Pfarrkirche zu Lina,und Veränderungen an dem von Cobarrubias an-gefangenen Kloster St. Michele zu Valcnza, woer das Escurial nachahmen wollte. Ueber beydemacht er sich weidlich lustig, da z. B. an der Fa-^ade des erster» auf die Dorische Ordnung soforteine cannellirte Corinthische folge, für den Ueber-gang von der einen zur andern aber ein Heer En-gelchen »>it einer Madonna ersichtlich sey.
Oliva ( ), ein Klostergeistiicher, nach des-
sen Zeichnung der prächtige Vorhof des KlostersSt. Giovanni in Monle zu Bologna erbaut wor-den seyn soll. ss/rc.
Olive« (Franz). So nennt Fiorillo IV. 87.einen geschickten spanischen Maler, der in der Mittedes XVI. Jahrh, zu Tarragona geblühet habe.
Oliver ( ), ein piemontesischer Maler,
von welcher Zeit ist uns unbekannt, von dem manartige Thierstücke in dem Königl. Lustschlosse Stu-pinigi siehet.
* Glivier (Aubin), der Stahlschneider, wargebürtig von Roissy Busch (Handbuch der Er-findung. VI. 5 io.) sagt nach Bectmanns Tech-nologie (1787. S. 55 o) das Streckwerk in denMünzen sey nicht von Aubin, sondern von demfranzösischen Etempelschneider Anron Brulieroder Brücher erfunden, und Aubin wäre nurder erste Aufseher desselben gewesen. Auch wirdangemerkt, daß König Heinrich II. erst i 55 >. dieEinführung des Streckwerks befahl. Vergleichehierüber Vkicol. Brior, dem ebenfalls die Erfin-dung desselben zugeschrieben wird. La^arus löort-lieb Lauster dann brachte diese Maschine zuerstnach Deutschland .
— — (G A) zeichnete selber verschiedene
Blätter zu seinem (lans l'ssmpire Otto-
man, I'ss^pte et la perzs, wovon der dritteBand 1807. zu Paris erschienen war.
— — oder Oliver (Jacob). Nach Fio-rillo V. 291. wahrscheinlich der Vater des nach-folgenden Isaaks, und wohl ebenfalls Glasmaler.